Wir freue uns riesig, dass wir die Ehre haben, auf das Globale Festival für grenzüberschreitende Literatur eingeladen worden zu sein. Dort zeigen wir am Dienstag, den 27. Oktober um 20:00 Uhr die estländische Science-Fiction-Komödie THE BLACK HOLE (nicht zu verwechseln mit dem ultraschrägen Disney-Film von 1979).
Stefan konnte den Film schon vor zwei Jahren auf einem Filmfestival in Berlin sehen und war so begeistert, dass wir seitdem versucht haben, den Film für unsere Reihe zu bekommen. Was aber nicht so einfach war. Nun hat es dank der Globale endlich geklappt.
Wir zeigen THE BLACK HOLE allerdings nicht in unserer angestammten Heimat, dem Cinema Ostertor, sondern diesmal im City 46, dem Kooperationspartner der Globale.
Als Außerirdische in einer estnischen Wohnblocksiedlung am Stadtrand landen, verändern sie das Leben aller, die ihnen begegnen. Zwei Freundinnen, die von einem besseren Leben in Finnland träumen, wittern ihre Chance, als die Aliens nach Freiwilligen für ihre Forschungen suchen. Mariliis flieht aus einer gewaltvollen Beziehung und findet Zuflucht bei der Fitnesstrainerin Uma – bis eine monströse Spinne ihre aufkeimende Liebe auf die Probe stellt. Auch Jüri verliebt sich in eine Nachbarin und versucht, seine Mutter Ilmi vor einem teuren Deal mit einem österreichischen Staubsaugervertreter zu bewahren.
THE BLACK HOLE basiert auf zwei estnischen Erzählungen von Armin Kõomägi und Andrus Kivirähk. Regisseurin Moonika Siimets adaptiert die Vorlagen für die Leinwand und verbindet das Fantastische mit dem Wahnsinn des Alltags. Ihre Sci-Fi-Komödie verwebt skurrilen Humor mit der rauen Realität des estnischen Arbeitermilieus.
Achtung: Dieser Film ist nichts für Menschen mit Phobien vor Aliens, Spinnen und Österreichern in Lederhosen (wobei letzteres noch die wohl grausamste darstellt). […] Obwohl „The Black Hole“ nicht über die gesamte Laufzeit ausgereift ist, sprüht das Sci-Fi-Comedy-Drama der Regisseurin Moonika Siimets vor humanistischen, feministischen, absurdistischen Ideen. Mit viel Liebe zum Detail und einem Old-School-Ansatz, was Spezialeffekte und Kostüme angeht, gehören die aus dem Leben gegriffenen, auf surreal-satirische Weise überhöhten Einzelschicksale der Bewohnenden eines gewaltigen Plattenbaus, der auf einmal mit kosmischen Parallelwelten verbunden wird, zu den kreativsten filmischen Storys des Festivaljahr. – filmrezensionen.de
[…] Wertschätzung erlangt die baltische Twilight Zone aber ganz alleine durch einen ungehemmt skurrilen, lakonischen Humor, der finnische Urstände feiert – gerade als Österreicher muss man sich mehrmals auf die gar nicht ledernen Schenkel klopfen, wenn das eigene Land so karikiert wird. Zwischen diesem schrägen Irrsinn gibt es aber immer wieder zarte Nuancen von Sehnsucht, Liebe und dem angenehm warmen Gefühl der Zugehörigkeit, und obwohl The Black Hole auch seine düsteren, gewalttätigen Seiten hat – die makabre Komik im Stile alter Jack Arnold-Filme, schmerzfreier Body-Horror, Portalreisende und kuschelige Arachniden, die nur begrenzt Spinnenangst hervorrufen, sind auf liebevolle, herzblutende Weise mit- und untereinander arrangiert – filmgenuss.de
Wir halten zu dem Film wie gewohnt eine Einführung. Gezeigt wird er in der Originalfassung – ob mit deutschen oder englischen Untertiteln ist uns leider noch nicht bekannt.
Das weitere, sehr empfehlenswerte, Programm des Globale Festival für grenzüberschreitende Literatur könnt ihr hier einsehen.










































