Weird Xperience im September: NAKED LUNCH (CAN 1991, OmU)

Die Sommerpause ist vorbei, und wir arbeiten bereits an den Filmen für das 2. Halbjahr. Und das wird – wie wir finden – ziemlich interessant. Wir beginnen am Sonntag, den 13. September wie gehabt um 20:00 Uhr im Cinema Ostertor mit einem ganz besonderen Film: David Cronenbergs Verfilmung eines Romans von William S. Burroughs: NAKED LUNCH von 1991.

1953 erschießt der Kammerjäger William „Bill“ Lee im Drogenrausch versehentlich seine Frau. Nach der Tat flüchtet er in die Internationale Zone von Tanger. Umgeben von merkwürdigen Junkies, Drogenhändlern und bizarren Kreaturen stolpert Lee als angeblicher Geheimagent durch einen surrealen Albtraum, während er gleichzeitig seine Erlebnisse in einem Roman namens „Naked Lunch“ festhält.

David Cronenberg ist einer der Hausgötter unserer Reihe und war dementsprechend mit seinen Filmen schon öfter bei uns zu Besuch. Burroughs Roman galt eigentlich als unverfilmbar. Cronenberg bedient sich aber eines Tricks, um die Geschichte trotzdem auf die Leinwand zu bekommen. Cronenberg verfilmte den Kultroman nicht direkt, sondern zeigt stattdessen seine (fiktionalisierte) Entstehung. Extraterrestrisch anmutende Kreaturen und halluzinogene Substanzen sorgen dabei dafür, dass Realität und Fiktion surrealistisch ineinander übergehen.

Trotz der bizarren und für feinsinnigere Gemüter auch ekelerregenden Beschreibung des Drogenrauschs stellen Inszenierung und Bildgestaltung einen eher ruhigen Erzählfluß her, der Horrortrip und Realität untrennbar verwebt und das Geschehen als einen Schwebezustand des Bewusstseins darstellt. – Lexikon des internationalen Films

David Cronenbergs Umsetzung des Skandalromans Naked Lunch von William S. Burroughs ist nicht einfach nur eine Literaturverfilmung, sondern zugleich auch ein wüster Trip in die Welt der Drogen und ein psychedelisches Protokoll der Entstehungsgeschichte von Burroughs‘ Buch. – kino-zeit.de

„Naked Lunch“ ist ein faszinierender, teils widerlicher und bizarrer Blick in das Leben eines Drogensüchtigen und eines Autors. Wegen seiner Bilderwelten, den Themen und der Darstellung Peter Wellers alleine lohnt schon dieser Film David Cronenbergs, der vielleicht nicht Burroughs „Naked Lunch“ verfilmt hat, aber dafür seinem Zuschauer um so mehr zu bieten hat. – film-rezensionen.de

Wir zeigen den Film im englischsprachigen Original mit deutschen Untertiteln und mit einer Einführung.

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