Weird Xperience im Oktober: TRUE LOVE WAYS

true-love-ways-13Am 9. Oktober ist es wieder soweitIn der Etage 3, in der wir uns jetzt schon sauwohl fühlen, im Lagerhaus (Schildstr.12-19, 28203 Bremen) zeigen wir euch um 20 Uhr eine Bremen-Premiere:

TRUE LOVE WAYS (2015)

 

Da soll noch einmal einer behaupten, aus Deutschland kommen keine guten Genrefilme! Zur Not wird auch mal eben ein Schweizer, wie den Filmemacher Mathieu Seiler, importiert, um zu zeigen, dass auch hier genremäßig die Axt kreist.

Mit „True Love Ways“ hat Seiler einen Giallo-Slasher-Thriller-Hybrid mit Retro-Charme geschaffen, der u.a. auf dem Brussels International Fantastic Film Festival lief und dort für begeisterte Kritiken sorgte. So wurde der Film in einem Atemzug mit dem frühen Polanski genannt. Was nicht nur daran liegt, dass sich Seiler für Schwarz-Weiß als Stilmittel entschieden hat. Harald Mühlbeyer schreibt beispielsweise auf kino-zeit.de: „Der ganze Film hat einen eigenen Pulp-Charme, und das latent bis akut Trashige erscheint fast als bewusstes Stilmittel.“true-love-ways-07

„True Love Ways“ handelt von der jungen und selbstbewussten Séverine. Bevor sie für ein paar Tage Tage ans Meer fährt, trennt sie sich von ihrem Freund Tom. Der betrinkt dieser sich in einer Kneipe, wo er von einem Mann angesprochen wird, der eine Lösung für sein Problem anbietet. Séverine soll während ihrer Fahrt ans Meer überfallen und dann von Tom gerettet werden. So würde Tom seine Séverine zurückerobern. Doch der Plan gerät außer Kontrolle: Séverine entkommt ihren Entführern. Als sie in einer Villa im Wald Hilfe sucht, wird sie Zeugin eines brutalen Verbrechens und muss um ihr Leben kämpft…

Mathieu Seiler mischt in seinem Film Splatter und klassischen Backwood-Slasher mit einer traumgleichen, kunstvollen Atmosphäre. Seine Heldin wird von finsteren Gestalten durch labyrinthische Kellergewölbe gejagt, gerät an eine grausame Snuff-Video-Bande und wird immer tiefer in einen Strudel aus Mord und Vergewaltigung gezogen. Doch wie der Schweizer Filmkritiker Michael Sennhauser schreibt: „Severine mag die schmollende Prinzessin geben, das trotzige Kind oder auch die erschreckte oder wütende junge Frau: Wenn es dann zur Sache geht und blutig wird, handelt sie entschlossen und schnell und vor allem unzimperlich. Schliesslich ist auch der Alptraum noch immer ihr Traum, und sie hat ihn gesucht.

 

Regie: Mathieu Seiler, Darsteller:Anna Hausburg, David C. Bunners, Kai-Michael Müller, Spielzeit: 1h 45 min

 

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=X9hEE7Uzi88[/youtube]

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Weird Xperience im September: „Two Thousand Maniacs!“/“She-Devils on Wheels“

Am 11. September feiern wir Premiere in unserer neuen Spielstätte, der etage3 im Kulturzentrum Lagerhaus. Für das erste Mal haben wir Euch etwas besonderes mitgebracht: Ein Herschell-Gordon-Lewis-Double-Feature.

Herschell Gordon Lewis ist nicht nur der „Erfinder“ des Gore-Films, sondern für den Papst des schlechten Geschmacks, John Waters, einer der beiden größten Regisseure der USA. Der andere ist Russ Meyer, mit dessen „Faster Pussycat, kill, kill..“ wir unsere Reihe vor vier Jahren im City 46 begannen. Da ist es nur logisch, wenn die erste Vorstellung in der etage3 sich nun dem Herrn Lewis widmet.

two-thousand-maniacsWir starten mit einem seiner bekanntesten Film: „Two Thousand Maniacs!“, den er selber als seinen gelungensten Film ansieht. Hier geht es um eine Gruppe Touristen aus dem Norden der USA, die es in die kleine Stadt Pleasant Valley im tiefsten Redneck-Süden verschlägt. Dort sollen sie die Ehrengäste einer großen Feier sein, die dem 100sten Jahrestag der Zerstörung der Stadt durch Yankee-Truppen gedenkt. Mit größter Freundlichkeit und Zuvorkommen werden die Gäste von den Bewohnern des Städtchens Pleasant Valley empfangen. Da wir uns aber in einem von Herschell Gordon Lewis Gorefilmen befinden und dieser auch noch „Two Thousand Maniacs!“ (mit Ausrufezeichen) befinden, kann man sich denken, dass hinter der südstaatlichen Gastfreundschaft ein blutiges Geheimnis steckt…

Mit „She-Devils On Wheels“ drehte Lewis 1968 einen hierzulande wenig bekannten Beitrag zum weiblichen Biker-Gang-Film. Die Regeln der female Outlaw Gang The Man Eaters sind einfach: Die schnellste Bikerin sucht sich einen Mann aus für eine Nacht aus und verlieben ist nicht. Als Neuzugang Karen letztere Regel bricht, bekommt das ihrem Favoriten schlecht und sie muss ihre Loyalität beweisen. Die Lage spitzt sich weiter zu, als plötzlich eine männliche Biker Gang auftaucht und den Man Eaters ihr Territorium streitig macht. Herschell Gordon Lewis mischt in diesem Film she-devils-on-wheelstypische Juvenile-Delinquency-Elemente mit Horror und Gewalt und lässt dies alles in ein großartiges Finale münden.

Nachdem Herr Lewis seine Karriere mit einer Reihe Nudisten-Filme begann und dann mit seinem frühen Splatterfilmen Kultstatus erlangte, wandte er sich Ende der 60er auch „sozial relevanten“ Themen zu. Allerdings in der ihm eigenen Art. D.h. viel Exploitation und wenig Geld. Neben Jugendkriminalität, Geburtenkontrolle, Frauentausch oder der Musikindustrie, eben auch den populären Bikerfilmen. Nebenbei inszenierte er noch Kinderfilme (!), bevor er 1970 wieder zum Geschmatter zurückkehrte. Nach einer langen Pause in den 80er und 90er Jahren, war er im neuen Jahrtausend mit der Fortsetzung seines ersten Hits „Blood Feast“ und der splatterigen „Uh! Oh! Show“ wieder zurück auf dem Regiestuhl.

Einlass ist am Freitag, den 11. September ab 20:00. Die Show beginnt um 20:30 Uhr. Natürlich gibt es von uns vorweg wieder eine kleine Einführung und nach dem zweiten Film haut Euch DJ Wolfinger die passenden Töne um die Ohren. Wer noch Lust hat zu bleiben, kann das Tanzbein schwingen oder sich gemütlich niederlassen, um bei einem süffigen Getränk ein wenig zu Plauschen.

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Grüße aus unserer neuen Heimat – etage3 im Lagerhaus

Vor einer Woche waren Stefan und ich in unserem neuen Domizil, wo wir ab dem 11. September (meine Güte, das ist auch nur noch knapp drei Wochen hin) unsere Film-Reihe „Weird Xperience“ wieder aufnehmen werden. Hier ein paar Impressionen von unserer neuen Wirkungsstätte. Das sieht noch nicht wirklich nach Kino aus, wird aber noch. Gemütlich ist es auf jeden Fall jetzt schon.

Die Bühne vor der Leinwand kommt noch weg und selbstverständlich gibt es dann eine anständige Bestuhlung. Die Bar ist während der ganzen Veranstaltung geöffnet und im Anschluss gibt es DJ-Action und man kann noch ein wenig abhängen, schnacken und gute Musik genießen.

Zur Premiere gibt es auch gleich ein Double-Feature, welches wir hier die Tage vorstellen werden. Nur so viel: Wir haben dann den „Godfather of Gore“ zu Gast.

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Noch ist die Leinwand hinter dem schwarzen Vorhang versteckt

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Blick von der Bar Richtung Zuschauerraum

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Hier gibt es Getränke

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Und hier wird es sich der DJ bequem machen

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Wunderbare Neuigkeiten zu unserem Open Air Event am Mittwoch

Gerade über den Ticker (sprich Facebook) reingekommen. Der „Open Air Kino Sommer Bremen“ schreibt zu unserem Event am Mittwoch: „Eintritt pro Film 4 Euro. Alle Filme zusammen 5 Euro. Und wer verkleidet kommt zahlt gar nichts und wird mit Jägermeister begrüßt!“

Na, wenn das kein Grund ist sich den Godzilla-Gummianzug oder die gut abgehangende Gesichtsmaske überzuziehen – oder einfach so vorbei zu kommen – dann weiß ich auch nicht.

 

 

 

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AKING NEWS XXX BREAKING NEWS XXX BREAKIN

Wenn ihr unverständlicherweise noch überlegen solltet, ob ihr am Samstag ins CITY 46 gehen wollt (Programm siehe unten), hier noch ein paar Argumente: Es gibt ein Tagesticket für alle vier Filme für 20 € (ermäßigt 15 €, Kino-Vereinsmitglieder 10€).
Es gibt vor jedem Film VORFILME aus dem Hause Drop Out. Und, die Bombe zum Schluß: es gibt GEWINNE GEWINNE GEWINNE! DVDs, Blu Rays! Na, jetzt überzeugt?

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Weird Xperience präsentiert drei Klassiker beim Open-Air-Kino am Schlachthof

Teil 2 unseres Juni-Doppelschlages. Am Mittwoch, den 10. Juni sind wir beim Open-Air-Kino am Schlachthof zu Gast und haben für Euch drei wunderbare Klassiker im Gepäck.

 

FRANKENSTEINS KAMPF GEGEN DIE TEUFELSMONSTER

Die Küste vor Tokio ist vollkommen durch Müll und Industrieabfälle verdreckt. Aus dieser Suppe entsteigt ein gigantisches Ungeheuer namens “Hydrox”, welches sich von der Umweltverschmutzung ernährt und eine tödliche Gefahr für die Menschen darstellt. Doch Godzilla stellt sich dem „Teufelsmonster“…

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=_ikbMrtgvXc[/youtube]

Die einmalige Mischung aus Holzhammermoral, Hippiechique, phantasievollen, überschäumenden Avantgardetechniken und naivem Monstertrash ist vor allem deshalb so grandios, weil sich all diese äußerst disparate Elemente perfekt ergänzen. – Lukas Foerster, Dirty Laundry

Der psychedelische Film weist teilweise fast schon halluzinatorische Bilder auf (man beachte hier vor allem die Szenen in der Disco), inkludiert aber auch Elemente, die nicht nur Showstopper sind, sondern auch einen gewissen Kuriositätenwert haben. – Peter Osteried, kino-zeit.de

Ein wagemutiges Experiment am Rande des Irrsinns, ohne Rücksicht auf irgendwelche Regeln oder den Geschmack des Publikums. Für ein dafür empfängliches Publikum eine sehenswerte, stellenweise fast avantgardistische Entdeckung.Filmforum Bremen

 

TEXAS CHAINSAW MASSACRE

Sally fährt zusammen mit ihrem Freund Jerry, ihrem im Rollstuhl sitzenden Bruder Franklin und zwei weiteren Freunden nach Texas , um dort das Haus ihres verstorbenen Großvaters zu besuchen. Auf dem Weg dorthin, haben die fünf Freunde eine verstörende Begegnung mit einem scheinbar verrückten Anhalter. Doch dieser ist nicht der einzige Schrecken, der sie erwartet. Am Ende ihrer Reise werden sie mit einem unfassbaren Grauen konfrontiert…

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=Vs3981DoINw[/youtube]

Willkommen im amerikanischen Albtraum.– Michael Kienzl, critic.de

„The Texas Chainsaw Massacre“ ist ein Film wie kein anderer. Mit kaum Geld, aber großer Konsequenz zum Anschlag gedreht. Die Zutaten mögen grob sein, das Schauspielvermögen begrenzt, aber alles, was in anderen Fällen einem Werk abträglich wäre, summiert sich hier zur vollen texanischen Dröhnung. – Ekkehart Knörer, taz.de

The Texas Chainsaw Massacre ist auch heute noch ein echtes Erlebnis. (…) Es ist vor allem die Feststellung, dass Tobe Hoopers schlichte, aber enorm effiziente Inszenierungsweise bis zum heutigen Tage nichts von ihrer grausigen Faszination verloren hat. Die implizite Explizitheit der Bilder, das bizarr-schöne Setdesign und die Spezialeffekte, das Wummern, Krachen, Gnarzen und Grunzen auf der Tonspur, die Schlichtheit des Storytelling, das sich nicht lange mit gewundenen dramaturgischen Ellipsen aufhält (von der eher satirisch zu nennenden Figurenzeichnung des Beginns mal ganz abgesehen) – all das wirkt auch heute noch ungeheuer lebendig (nun ja…) und so, dass man bedenkenlos ganze Heerscharen von Nachwuchsfilmern vor die Leinwand platzieren kann, damit sie begreifen, dass gerade aus der Beschränkung der (auch finanziellen) Mittel Filme entstehen können, die unmittelbar an die Synapsen und Eingeweide der Rezipienten andocken und den Zuseher nicht mehr loslassen. – Joachim Kurz, kino-zeit.de

 

THE TOXIC AVENGER

Melvin ist ein ziemlicher Trottel und Versager. Er arbeitet als Putzhilfe im „Health Club“, einem Fitnesscenter in Tromaville, wo er Tag für Tag von Jugednlichen drangsaliert wird. Als diese es eines Tages arg zu doll mit ihm treiben, landet Melvin in einem Fass mit radioaktiv verseuchtem Giftmüll. Daraufhin mutiert Melvin zu Toxie, dem neuen Superhelden…

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=6rLEIpP8His[/youtube]

„The Toxic Avenger“ ist ein billiger Trash-Spaß voller Sex und Gewalt, die Film gewordene Definition der politischen Inkorrektheit, eine romantische Neuauflage von „Die Schöne und das Biest“ und eine ätzende Gesellschaftskritik, der ihre versteckte Intelligenz fast ein wenig peinlich zu sein scheint.
Gregor Torinus, spielfilm.de

‚The Toxic Avenger,“ which opens today at the RKO Warner Twin and other theaters, may be trash, but it has a maniacally farcical sense of humor, and Tromaville’s evildoers are dispatched in ingenious ways.– Stephen Holden, The New York Times

 

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Weird Xperience präsentiert: „Cinema Obscure“-Tag im City 46

Wie schon angekündigt werden wir am Samstag, den 6. Juni im Kommunalkino City 46 zu Gast sein. Dort wo vor drei Jahren alles begann. Wir präsentieren Euch dann einen „Cinema Obscure“-Tag. Gezeigt werden neue Filme und ein Mitternachtskino-Klassiker.

Um Euch schon mal einzustimmen, hier eine kurze Vorstellung der Filme:

LET US PREY

Nachtschicht in einer Polizeistation in einem gottverlassenen schottischen Kaff: Ein mysteriöser Fremder erscheint, der ein blutiges Spiel mit den Einwohnern des Städtchens treibt.

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=k2fnLntATUo[/youtube]

„LET US PREY ist ein kompromisslos harter Reißer, der sein Publikum sehr schnell für sich einnimmt und auf einen wahren Höllentrip schickt.“Manifest – das Filmmagazin

„Regisseur Brian O’Malley knallt uns mit „Let us Prey“ einen düsteren, reinrassigen Genrehorror auf die Leinwand, der weniger gruseln oder gar anspannend soll, sondern dem Zuschauer seine Gewalt und seine Kompromisslosigkeit voll ins Gesicht schlägt.“Moviebreak

„Ein visuell beeindruckendes, humorloses, düsteres und äußerst verstörendes Horror-Meisterwerk, das einen in die dunklen Tiefen der menschlichen Psyche entführt…wo man eigentlich gar nicht hin möchte.“angstrated.com

 

HORSEHEAD

Die junge Jessica leidet seit ihrer Kindheit an furchteinflößenden Alpträumen. Darin wird sie von einem Pferdekopf oder einer Person mit einer solchen Maske verfolgt. Die Bedeutung der grotesken und verstörenden Bilder ist ihr ein Rätsel. Als ihre Großmutter verstirbt, reist sie wieder zu ihren Eltern in die ländliche Heimat. Im Traum begegnet sie der Toten und kommt einem schwerwiegenden Geheimnis ihrer Familie auf die Spur…

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=Bn9E1bAyY6k[/youtube]

„Sowohl die nicht an Erklärungen interessierte Erzählform, als auch das ruhige Tempo widersprechen heutigen Sehgewohnheiten und verlangen vom Betrachter einiges ab, um sich in die so komplexe, wie reizvolle Welt des jungen Regisseurs einzufinden. Belohnt wird er dafür mit einer Atmosphäre, die zunehmend das Grauen eines ewigen, scheinbar unentrinnbaren Alptraums geradezu körperlich fühlbar zu vermitteln vermag.“Wicked Vision

„Beyond its merits as a film, however, Horsehead has continued to linger in my memory, its dreamy essence filtering through my consciousness on unexpected occasions.“ Twitchfilm

 

GERMAN ANGST

In drei Horrorepisoden von Liebe, Sex und Tod entführen JÖRG BUTTGEREIT (Nekromantik, Der Todesking), ANDREAS MARSCHALL (Tears of Kali, Masks) und MICHAL KOSAKOWSKI (Zero Killed) in die dunkelsten Gassen von Berlin.

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=aAYsMulhkcw[/youtube]

„Ausgestattet mit hervorragenden und äußerst drastischen Gewaltdarstellungen ist GERMAN ANGST ein künstlerisch anspruchsvolles Filmgut aus deutschen Landen und als Gesamtwerk ein Muss für jeden Genrefan.“angstrated.com

“ „German Angst“ tut beim Anschauen richtig, richtig weh – und genau das zeichnet ihn aus. Die Macher haben tatsächlich etwas zu sagen und nachdem sie uns einen ungebremsten Schlag in die Magengrube verpasst haben, bekommen sie auch unsere ungeteilte Aufmerksamkeit.“Filmstarts.de

 

SINGAPORE SLING

Auf der Suche nach seiner verschwundenen großen Liebe Laura landet ein Privatdetektiv in den Fängen eines nymphomanen, inszestuösem Mutter/Tochter-Gespanns.

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=5e-NT5aI7Zc[/youtube]

„Singapore Sling“ ist schlicht großartiges Kino: herausfordernd, kraftvoll, verführerisch, humorvoll, bizarr, atemberaubend.“Filmgazette

„„Singapore Sling“s provokante Mischung aus eleganter Film-Noir-Optik, Gedärm, Körperflüssigkeiten, nacktem Wahnsinn und bösem Humor sichert ihm Kultfilm-Status. Aber auch darüber hinaus hat der Film viel Hintersinniges, nicht nur zum Rollenspiel zwischen Männlein und Weiblein, zu sagen.“Filmforum Bremen

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Weird Xperience kehrt zurück… im Juni!

germanangstWeird Xperience ist zurück und holt im Juni gleich mal zu einem mächtigen Doppelschlag aus. Am Samstag, den 6. Juni sind wir wieder dort zu Gast, wo vor drei Jahren alles begann: Im Kommunalkino City 46. Dort präsentieren wir einen „Cinema Obcure“-Tag. Hier zeigen wir neue Filme und einen Mitternachtskino-Klassiker.

Freut Euch auf den blutigen Horror-Trip „Let Us Prey“, den surrealen Albtraum „Horsehead“, den langerwarteten „German Angst“ der Herren Buttgereit/Marschall/Kosakowski und den Mitternachtskino-Klassiker „Singapore Sling“.

Nur ein paar Tage später, am Mittwoch, den 10.6. zieht es uns an die frische Luft. An diesem Tag werden wir im Rahmen des Open-Air-Kinos in der Arena am Schlachthof drei Klassiker des „obskuren und absonderlichen“ Filmes zeigen.

tcmWir starten mit einem der ungewöhnlichsten Godzilla-Filmen, die je entstanden sind: Den psychedelischen „Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster“ von 1971. Ebenfalls aus den goldenen 70ern stammt einer der legendären Klassiker des Terrorkinos: Tobe Hoopers berühmt-berüchtigter „Texas Chainsaw Massacre“, der nach langen Jahren endlich vom Index gestrichen wurde und nun wieder öffentlich gezeigt werden darf. Und als Abschluss eines langen abends unter freiem Himmel macht „The Toxic Avenger“ Tromaville sicher. Wir hoffen mal auf gutes Wetter.

Mehr Infos zu den Filmen erhaltet Ihr hier in den nächsten Tagen.

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2015 Was passiert?

Liebe Freunde des Obskuren und Absonderlichen,
es ist 2015 und ihr habt noch nichts von uns gehört. Das liegt daran, dass im City46 das Programm aufgeräumt wurde und wir dort keinen festen Termin mehr haben. Aber ab und an wird dort noch etwas von uns zu sehen sein. Erwartet den Juni….
Ansonsten haben wir eine neue kleine Heimat gefunden, die Bremer werden es kennen: im Lagerhaus (Schildstr. 21)in der ETAGE 3 wurden wir freundlichst aufgenommen. Ab September dieses Jahres geht es dort weiter, wir haben uns schon mal auf vier Termine dort einquartiert. Dort werden wir dann Filme projizieren, es gibt einen Tresen und natürlich interessantes von uns. Das Filmprogramm wird weiterhin im bekannten Rahmen schimmern.
Weiteres erfahrt ihr natürlich hier, auf unserer facebook-Seite und auf der Lagerhaus-homepage.
Vielen Dank, dass ihr hier immer wieder hereinschaut. Ihr habt uns nicht vergessen, und wir euch auch nicht.

Als Appetitmacher und kleine Rückschau zwei unserer alten Trailer (bevor es neue gibt):

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=7WnYUlmhtnk[/youtube]

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=ZpoEuaR_vAw[/youtube]

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Weird Xperience im Dezember 2014: CARNIVAL OF SOULS (1962)

Am 25. Dezember um 20:30 zeigen wir im City 46 den Low Budget Klassiker CARNIVAL OF SOULS, oder, auf Deutsch: TANZ DER TOTEN SEELEN.
Die junge Organistin Mary Henry überlebt wie durch ein Wunder einen Autounfall, bei dem jedoch zwei ihrer Freundinnen sterben. Sicarnival-of-souls-04-ge zieht nach Salt Lake City, um eine Stelle in der dortigen Kirche anzunehmen. Auf dem Weg dorthin macht sie an einem alten, verlassenen Rummelplatz halt, bei der ihr zum ersten Mal ein unheimlicher Mann, eine Mischung aus Geist und Untoten (gespielt vom Regisseur), begegnet.
Sie zieht in ein kleines Zimmer zur Untermiete, aber immer mehr Unheimliches geschieht in ihrer Umgebung, Gesichter von Untoten tauchen auf, manche Menschen scheinen sie nicht zu sehen, und der Rummelplatz zieht sie immer wieder magisch an.

Dieser erste und einzige Film des Regisseurs Herk Harvey kostete 33000 Dollar, davon 17 Dollar Strafe für die Beschädigung der Brücke in der Eingangsszene. Die Schauspielerr und Mitwirkenden hatten wenig Erfahrung, nur die Hauptdarstellerin Candace Hilligoss hatte eine Schauspielausbildung, wurde jedoch auch nur noch einmal in einem Film besetzt, in The Curse of the Living Corpse. Selbst der Komponist des hypnotischen Soundtracks Gene Moore wurde für keinen Langfilm mehr gebucht.

Der FilmCarnival Of Souls - Score - Inside - front floppte zu seiner Zeit an den Autokinos, entsprach er doch nicht den „Monster Feature“-Ansprüchen des jugendlichen Publikums. Aber im Laufe der Zeit und unermüdlichen Einsatzes in Programmkinos (wie eben auch unsres) fand er doch sein Publikum. Die unheimliche Atmosphäre, das Unerklärliche und das ewig Poetische durchdringen diesen Film.

Dieser Film hat viele Regisseure maßgeblich beeinflusst, George A. Romero, David Lynch und Claude Chabrol nennen ihn als Inspirationsquelle.

Lassen wir andere zu Wort kommen:
Elfriede Jelinek, Literaturnobelpreisträgerin schrieb einen wunderschönen Artikel, seht dort: http://204.200.212.100/ej/fgrusel.htm
Und der Kollege Ekkehard Knörer von der Filmzentrale schrieb: cos32„Carnival of Souls ist, so absurd das angesichts eines No-Budget-Movies klingt, ein perfekter Film. Er erreicht größtmögliche Effekte mit den einfachsten Mitteln, ohne dass diese je nur Mittel zu diesen Effekten wären. Der Mehrwert, der den Bildern das Entsetzen einjagt, ist ein Effekt des Verzichts auf die unmittelbare Verrechnung von Mitteln in Effekte. Kein Bild zielt nur auf den Schrecken, den es hat. Der Schock verliert sich in der Unerbittlichkeit, die in den Bildern steckt, von Anfang an.“

Carnival of Souls, USA 1962, Regie: Herk Harvey, mit Candace Hilligoss, Frances Feist, 81 Min, digital, OmU

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=dkTz0EvfEiY[/youtube]

 

 

 

PS in eigener Sache: Das ist vorerst der letzte Film in der bewährten Weird Xperience Form, also kommt zahlreich zum Tschüß sagen und schreibt dem City 46, wie sehr es euch gefiel!

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