Weird Xperience im Februar: NOWHERE (USA 1997, OV)

Gleich vorab ein wichtiger Hinweis: Im Februar sind wir eine Woche später dran. D.h. am Sonntag, den 15. Februar, aber wieder zur gewohnten Zeit um 20:00 Uhr am bekannten Ort, dem Cinema Ostertor.

Unsere filmische Reise in die weirden Regionen des Kinos führt uns diesmal wieder in die USA. Wir zeigen den Abschluss der sogenannten “Teenage Apocalypse”-Trilogie von Gregg Araki: NOWHERE aus dem Jahre 1997.

Gregg Araki ist gehört zu den Begründern des New Queer Cinema. Seine „Teenage Apocalypse“-Trilogie (bestehend aus den Filmen „Totally F***ed Up“, „The Doom Generation“ – den wir bereits im Juni 2024 bei uns im Programm hatten – und eben „Nowhere“) gilt als Abgesang auf die Gesellschaft und behandeln innerhalb ihrer für sich selbst stehenden Geschichten die Themen Drogenmissbrauch, Suizid, Bisexualität, Homosexualität, Mord, Vergewaltigung und die Suche nach etwas Beständigem. Kritikern beschrieben die Filme als „Beverly Hills, 90210 auf Acid“ und „Verstörender Blick hinter den Spiegel“. Christliche Gruppen versuchten die Filme zu boykottieren.

Eine Gruppe Teenager versucht, ihr Leben und ihre Gefühle zu ordnen, während jeder von ihnen bizarre Erlebnisse durchmacht: Entführungen durch Außerirdische, Horrortrips mit LSD, bisexuelle Erfahrungen, Selbstmorde, mysteriöse Todesfälle und eine Vergewaltigung durch einen Fernsehstar. All das geschieht vor der „größten Party des Jahres“.

Der deutsche Alternativtitel „Eine Reise an den Abgrund der Seele“ gibt den Ton schon gut wieder. Wie die anderen Filme der Trilogie enthält „Nowhere“ Szenen mit expliziter Gewalt und Sexualität. Bemerkenswert ist die Besetzung mit mehreren Schauspielern, die kurz vor dem Durchbruch zum Star standen, darunter Ryan Phillippe („Eiskalte Engel“) , Mena Suvari („American Beauty“) , Kathleen Robertson („Beverly Hills, 90210“) und Denise Richards („James Bond – Die Welt ist nicht genug“). Außerdem mit dabei: Christina Applegate, bekannt als Kelly in der TV-Serie „Ein schrecklich nette Familie“;  Beverly D’Angelo, „Ellen Griswold“ aus den den National-Lampoon-Filmen; sowie Heather Graham, die als „Rollergirl“ im selben Jahr wie „Nowhere“ den Durchbruch in „Boogie Nights“ schaffte.

Die anfängliche Resonanz auf den Film war zunächst gemischt, doch in den darauffolgenden Jahren erlangte der Film Kultstatus und sein Ansehen unter Kritikern wuchs.

 

It’s like Bret Easton Ellis made over by John Waters – the tone may be numb, addled and apocalyptic, but look! There’s Traci Lords! And Gibby Haynes! And those cool background paintings! And don’t Sonic Youth/ Suede/ the Chemical Brothers sound good in this bit? – Electric Sheep Magazine

Wir zeigen den Film in der englischen Originalfassung und mit einer Einführung.

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