Wunderbare Neuigkeiten zu unserem Open Air Event am Mittwoch

Gerade über den Ticker (sprich Facebook) reingekommen. Der „Open Air Kino Sommer Bremen“ schreibt zu unserem Event am Mittwoch: „Eintritt pro Film 4 Euro. Alle Filme zusammen 5 Euro. Und wer verkleidet kommt zahlt gar nichts und wird mit Jägermeister begrüßt!“

Na, wenn das kein Grund ist sich den Godzilla-Gummianzug oder die gut abgehangende Gesichtsmaske überzuziehen – oder einfach so vorbei zu kommen – dann weiß ich auch nicht.

 

 

 

AKING NEWS XXX BREAKING NEWS XXX BREAKIN

Wenn ihr unverständlicherweise noch überlegen solltet, ob ihr am Samstag ins CITY 46 gehen wollt (Programm siehe unten), hier noch ein paar Argumente: Es gibt ein Tagesticket für alle vier Filme für 20 € (ermäßigt 15 €, Kino-Vereinsmitglieder 10€).
Es gibt vor jedem Film VORFILME aus dem Hause Drop Out. Und, die Bombe zum Schluß: es gibt GEWINNE GEWINNE GEWINNE! DVDs, Blu Rays! Na, jetzt überzeugt?

Weird Xperience präsentiert drei Klassiker beim Open-Air-Kino am Schlachthof

Teil 2 unseres Juni-Doppelschlages. Am Mittwoch, den 10. Juni sind wir beim Open-Air-Kino am Schlachthof zu Gast und haben für Euch drei wunderbare Klassiker im Gepäck.

 

FRANKENSTEINS KAMPF GEGEN DIE TEUFELSMONSTER

Die Küste vor Tokio ist vollkommen durch Müll und Industrieabfälle verdreckt. Aus dieser Suppe entsteigt ein gigantisches Ungeheuer namens “Hydrox”, welches sich von der Umweltverschmutzung ernährt und eine tödliche Gefahr für die Menschen darstellt. Doch Godzilla stellt sich dem „Teufelsmonster“…

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Die einmalige Mischung aus Holzhammermoral, Hippiechique, phantasievollen, überschäumenden Avantgardetechniken und naivem Monstertrash ist vor allem deshalb so grandios, weil sich all diese äußerst disparate Elemente perfekt ergänzen. – Lukas Foerster, Dirty Laundry

Der psychedelische Film weist teilweise fast schon halluzinatorische Bilder auf (man beachte hier vor allem die Szenen in der Disco), inkludiert aber auch Elemente, die nicht nur Showstopper sind, sondern auch einen gewissen Kuriositätenwert haben. – Peter Osteried, kino-zeit.de

Ein wagemutiges Experiment am Rande des Irrsinns, ohne Rücksicht auf irgendwelche Regeln oder den Geschmack des Publikums. Für ein dafür empfängliches Publikum eine sehenswerte, stellenweise fast avantgardistische Entdeckung.Filmforum Bremen

 

TEXAS CHAINSAW MASSACRE

Sally fährt zusammen mit ihrem Freund Jerry, ihrem im Rollstuhl sitzenden Bruder Franklin und zwei weiteren Freunden nach Texas , um dort das Haus ihres verstorbenen Großvaters zu besuchen. Auf dem Weg dorthin, haben die fünf Freunde eine verstörende Begegnung mit einem scheinbar verrückten Anhalter. Doch dieser ist nicht der einzige Schrecken, der sie erwartet. Am Ende ihrer Reise werden sie mit einem unfassbaren Grauen konfrontiert…

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Willkommen im amerikanischen Albtraum.– Michael Kienzl, critic.de

„The Texas Chainsaw Massacre“ ist ein Film wie kein anderer. Mit kaum Geld, aber großer Konsequenz zum Anschlag gedreht. Die Zutaten mögen grob sein, das Schauspielvermögen begrenzt, aber alles, was in anderen Fällen einem Werk abträglich wäre, summiert sich hier zur vollen texanischen Dröhnung. – Ekkehart Knörer, taz.de

The Texas Chainsaw Massacre ist auch heute noch ein echtes Erlebnis. (…) Es ist vor allem die Feststellung, dass Tobe Hoopers schlichte, aber enorm effiziente Inszenierungsweise bis zum heutigen Tage nichts von ihrer grausigen Faszination verloren hat. Die implizite Explizitheit der Bilder, das bizarr-schöne Setdesign und die Spezialeffekte, das Wummern, Krachen, Gnarzen und Grunzen auf der Tonspur, die Schlichtheit des Storytelling, das sich nicht lange mit gewundenen dramaturgischen Ellipsen aufhält (von der eher satirisch zu nennenden Figurenzeichnung des Beginns mal ganz abgesehen) – all das wirkt auch heute noch ungeheuer lebendig (nun ja…) und so, dass man bedenkenlos ganze Heerscharen von Nachwuchsfilmern vor die Leinwand platzieren kann, damit sie begreifen, dass gerade aus der Beschränkung der (auch finanziellen) Mittel Filme entstehen können, die unmittelbar an die Synapsen und Eingeweide der Rezipienten andocken und den Zuseher nicht mehr loslassen. – Joachim Kurz, kino-zeit.de

 

THE TOXIC AVENGER

Melvin ist ein ziemlicher Trottel und Versager. Er arbeitet als Putzhilfe im „Health Club“, einem Fitnesscenter in Tromaville, wo er Tag für Tag von Jugednlichen drangsaliert wird. Als diese es eines Tages arg zu doll mit ihm treiben, landet Melvin in einem Fass mit radioaktiv verseuchtem Giftmüll. Daraufhin mutiert Melvin zu Toxie, dem neuen Superhelden…

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„The Toxic Avenger“ ist ein billiger Trash-Spaß voller Sex und Gewalt, die Film gewordene Definition der politischen Inkorrektheit, eine romantische Neuauflage von „Die Schöne und das Biest“ und eine ätzende Gesellschaftskritik, der ihre versteckte Intelligenz fast ein wenig peinlich zu sein scheint.
Gregor Torinus, spielfilm.de

‚The Toxic Avenger,“ which opens today at the RKO Warner Twin and other theaters, may be trash, but it has a maniacally farcical sense of humor, and Tromaville’s evildoers are dispatched in ingenious ways.– Stephen Holden, The New York Times

 

Weird Xperience präsentiert: „Cinema Obscure“-Tag im City 46

Wie schon angekündigt werden wir am Samstag, den 6. Juni im Kommunalkino City 46 zu Gast sein. Dort wo vor drei Jahren alles begann. Wir präsentieren Euch dann einen „Cinema Obscure“-Tag. Gezeigt werden neue Filme und ein Mitternachtskino-Klassiker.

Um Euch schon mal einzustimmen, hier eine kurze Vorstellung der Filme:

LET US PREY

Nachtschicht in einer Polizeistation in einem gottverlassenen schottischen Kaff: Ein mysteriöser Fremder erscheint, der ein blutiges Spiel mit den Einwohnern des Städtchens treibt.

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„LET US PREY ist ein kompromisslos harter Reißer, der sein Publikum sehr schnell für sich einnimmt und auf einen wahren Höllentrip schickt.“Manifest – das Filmmagazin

„Regisseur Brian O’Malley knallt uns mit „Let us Prey“ einen düsteren, reinrassigen Genrehorror auf die Leinwand, der weniger gruseln oder gar anspannend soll, sondern dem Zuschauer seine Gewalt und seine Kompromisslosigkeit voll ins Gesicht schlägt.“Moviebreak

„Ein visuell beeindruckendes, humorloses, düsteres und äußerst verstörendes Horror-Meisterwerk, das einen in die dunklen Tiefen der menschlichen Psyche entführt…wo man eigentlich gar nicht hin möchte.“angstrated.com

 

HORSEHEAD

Die junge Jessica leidet seit ihrer Kindheit an furchteinflößenden Alpträumen. Darin wird sie von einem Pferdekopf oder einer Person mit einer solchen Maske verfolgt. Die Bedeutung der grotesken und verstörenden Bilder ist ihr ein Rätsel. Als ihre Großmutter verstirbt, reist sie wieder zu ihren Eltern in die ländliche Heimat. Im Traum begegnet sie der Toten und kommt einem schwerwiegenden Geheimnis ihrer Familie auf die Spur…

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„Sowohl die nicht an Erklärungen interessierte Erzählform, als auch das ruhige Tempo widersprechen heutigen Sehgewohnheiten und verlangen vom Betrachter einiges ab, um sich in die so komplexe, wie reizvolle Welt des jungen Regisseurs einzufinden. Belohnt wird er dafür mit einer Atmosphäre, die zunehmend das Grauen eines ewigen, scheinbar unentrinnbaren Alptraums geradezu körperlich fühlbar zu vermitteln vermag.“Wicked Vision

„Beyond its merits as a film, however, Horsehead has continued to linger in my memory, its dreamy essence filtering through my consciousness on unexpected occasions.“ Twitchfilm

 

GERMAN ANGST

In drei Horrorepisoden von Liebe, Sex und Tod entführen JÖRG BUTTGEREIT (Nekromantik, Der Todesking), ANDREAS MARSCHALL (Tears of Kali, Masks) und MICHAL KOSAKOWSKI (Zero Killed) in die dunkelsten Gassen von Berlin.

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„Ausgestattet mit hervorragenden und äußerst drastischen Gewaltdarstellungen ist GERMAN ANGST ein künstlerisch anspruchsvolles Filmgut aus deutschen Landen und als Gesamtwerk ein Muss für jeden Genrefan.“angstrated.com

“ „German Angst“ tut beim Anschauen richtig, richtig weh – und genau das zeichnet ihn aus. Die Macher haben tatsächlich etwas zu sagen und nachdem sie uns einen ungebremsten Schlag in die Magengrube verpasst haben, bekommen sie auch unsere ungeteilte Aufmerksamkeit.“Filmstarts.de

 

SINGAPORE SLING

Auf der Suche nach seiner verschwundenen großen Liebe Laura landet ein Privatdetektiv in den Fängen eines nymphomanen, inszestuösem Mutter/Tochter-Gespanns.

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„Singapore Sling“ ist schlicht großartiges Kino: herausfordernd, kraftvoll, verführerisch, humorvoll, bizarr, atemberaubend.“Filmgazette

„„Singapore Sling“s provokante Mischung aus eleganter Film-Noir-Optik, Gedärm, Körperflüssigkeiten, nacktem Wahnsinn und bösem Humor sichert ihm Kultfilm-Status. Aber auch darüber hinaus hat der Film viel Hintersinniges, nicht nur zum Rollenspiel zwischen Männlein und Weiblein, zu sagen.“Filmforum Bremen

Weird Xperience kehrt zurück… im Juni!

germanangstWeird Xperience ist zurück und holt im Juni gleich mal zu einem mächtigen Doppelschlag aus. Am Samstag, den 6. Juni sind wir wieder dort zu Gast, wo vor drei Jahren alles begann: Im Kommunalkino City 46. Dort präsentieren wir einen „Cinema Obcure“-Tag. Hier zeigen wir neue Filme und einen Mitternachtskino-Klassiker.

Freut Euch auf den blutigen Horror-Trip „Let Us Prey“, den surrealen Albtraum „Horsehead“, den langerwarteten „German Angst“ der Herren Buttgereit/Marschall/Kosakowski und den Mitternachtskino-Klassiker „Singapore Sling“.

Nur ein paar Tage später, am Mittwoch, den 10.6. zieht es uns an die frische Luft. An diesem Tag werden wir im Rahmen des Open-Air-Kinos in der Arena am Schlachthof drei Klassiker des „obskuren und absonderlichen“ Filmes zeigen.

tcmWir starten mit einem der ungewöhnlichsten Godzilla-Filmen, die je entstanden sind: Den psychedelischen „Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster“ von 1971. Ebenfalls aus den goldenen 70ern stammt einer der legendären Klassiker des Terrorkinos: Tobe Hoopers berühmt-berüchtigter „Texas Chainsaw Massacre“, der nach langen Jahren endlich vom Index gestrichen wurde und nun wieder öffentlich gezeigt werden darf. Und als Abschluss eines langen abends unter freiem Himmel macht „The Toxic Avenger“ Tromaville sicher. Wir hoffen mal auf gutes Wetter.

Mehr Infos zu den Filmen erhaltet Ihr hier in den nächsten Tagen.

2015 Was passiert?

Liebe Freunde des Obskuren und Absonderlichen,
es ist 2015 und ihr habt noch nichts von uns gehört. Das liegt daran, dass im City46 das Programm aufgeräumt wurde und wir dort keinen festen Termin mehr haben. Aber ab und an wird dort noch etwas von uns zu sehen sein. Erwartet den Juni….
Ansonsten haben wir eine neue kleine Heimat gefunden, die Bremer werden es kennen: im Lagerhaus (Schildstr. 21)in der ETAGE 3 wurden wir freundlichst aufgenommen. Ab September dieses Jahres geht es dort weiter, wir haben uns schon mal auf vier Termine dort einquartiert. Dort werden wir dann Filme projizieren, es gibt einen Tresen und natürlich interessantes von uns. Das Filmprogramm wird weiterhin im bekannten Rahmen schimmern.
Weiteres erfahrt ihr natürlich hier, auf unserer facebook-Seite und auf der Lagerhaus-homepage.
Vielen Dank, dass ihr hier immer wieder hereinschaut. Ihr habt uns nicht vergessen, und wir euch auch nicht.

Als Appetitmacher und kleine Rückschau zwei unserer alten Trailer (bevor es neue gibt):

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Weird Xperience im Dezember 2014: CARNIVAL OF SOULS (1962)

Am 25. Dezember um 20:30 zeigen wir im City 46 den Low Budget Klassiker CARNIVAL OF SOULS, oder, auf Deutsch: TANZ DER TOTEN SEELEN.
Die junge Organistin Mary Henry überlebt wie durch ein Wunder einen Autounfall, bei dem jedoch zwei ihrer Freundinnen sterben. Sicarnival-of-souls-04-ge zieht nach Salt Lake City, um eine Stelle in der dortigen Kirche anzunehmen. Auf dem Weg dorthin macht sie an einem alten, verlassenen Rummelplatz halt, bei der ihr zum ersten Mal ein unheimlicher Mann, eine Mischung aus Geist und Untoten (gespielt vom Regisseur), begegnet.
Sie zieht in ein kleines Zimmer zur Untermiete, aber immer mehr Unheimliches geschieht in ihrer Umgebung, Gesichter von Untoten tauchen auf, manche Menschen scheinen sie nicht zu sehen, und der Rummelplatz zieht sie immer wieder magisch an.

Dieser erste und einzige Film des Regisseurs Herk Harvey kostete 33000 Dollar, davon 17 Dollar Strafe für die Beschädigung der Brücke in der Eingangsszene. Die Schauspielerr und Mitwirkenden hatten wenig Erfahrung, nur die Hauptdarstellerin Candace Hilligoss hatte eine Schauspielausbildung, wurde jedoch auch nur noch einmal in einem Film besetzt, in The Curse of the Living Corpse. Selbst der Komponist des hypnotischen Soundtracks Gene Moore wurde für keinen Langfilm mehr gebucht.

Der FilmCarnival Of Souls - Score - Inside - front floppte zu seiner Zeit an den Autokinos, entsprach er doch nicht den „Monster Feature“-Ansprüchen des jugendlichen Publikums. Aber im Laufe der Zeit und unermüdlichen Einsatzes in Programmkinos (wie eben auch unsres) fand er doch sein Publikum. Die unheimliche Atmosphäre, das Unerklärliche und das ewig Poetische durchdringen diesen Film.

Dieser Film hat viele Regisseure maßgeblich beeinflusst, George A. Romero, David Lynch und Claude Chabrol nennen ihn als Inspirationsquelle.

Lassen wir andere zu Wort kommen:
Elfriede Jelinek, Literaturnobelpreisträgerin schrieb einen wunderschönen Artikel, seht dort: http://204.200.212.100/ej/fgrusel.htm
Und der Kollege Ekkehard Knörer von der Filmzentrale schrieb: cos32„Carnival of Souls ist, so absurd das angesichts eines No-Budget-Movies klingt, ein perfekter Film. Er erreicht größtmögliche Effekte mit den einfachsten Mitteln, ohne dass diese je nur Mittel zu diesen Effekten wären. Der Mehrwert, der den Bildern das Entsetzen einjagt, ist ein Effekt des Verzichts auf die unmittelbare Verrechnung von Mitteln in Effekte. Kein Bild zielt nur auf den Schrecken, den es hat. Der Schock verliert sich in der Unerbittlichkeit, die in den Bildern steckt, von Anfang an.“

Carnival of Souls, USA 1962, Regie: Herk Harvey, mit Candace Hilligoss, Frances Feist, 81 Min, digital, OmU

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PS in eigener Sache: Das ist vorerst der letzte Film in der bewährten Weird Xperience Form, also kommt zahlreich zum Tschüß sagen und schreibt dem City 46, wie sehr es euch gefiel!

Weird Xperience im November: David Cronenbergs VIDEODROME

videodromeposterAm Donnerstag, den 27. November zeigen wir zur gewohnten Zeit um 20:30 Uhr im Kommunalkino City 46, David Cronenbergs bahnbrechendes Meisterwerk „Videodrome“ in der Originalfassung und Unrated-Director’s-Cut.

Max Renn (James Woods) ist Besitzer des kleinen Kabelsenders „Civic TV“. Um möglichst hohe Einschaltquoten zu generieren, lautet das Motto seines Senders, auffallen um jeden Preis. Angeboten wird werden Softpornos und brutale Gewaltfilme. Eines Tages stößt er zufällig auf einen Piratensender mit dem Namen „Videodrome“. Gezeigt werden Videos, in denen immer wieder derselbe, kahle Raum gezeigt wird, in dem offenbar Folterungen und sadomasochistische Performances stattfinden.

Renn ist davon fasziniert, denn die Gewalt auf den Videos wirkt sehr überzeugend. Er versucht mehr über Videodrome herauszufinden, obwohl ihn eine Bekannte warnt, dass diese Recherchen gefährlich seien. Sie gibt ihm aber den den Tipp, sich an den Wissenschaftler Brian O’Blivion (Jack Creley) zu wenden. Dieser tritt nur über Videotapes mit seiner Umwelt in Kontakt und teilt Max Videodrome-1983-CronenbergRenn mit, Videodrome, würde nach längerer Betrachtung des Programms einen Gehirntumor entwickeln, der wiederum Halluzinationen auslöst und die Menschen manipulierbar macht. Die Videodrome-Videos lösen bei Renn bizarre Halluzinationen aus, bei denen der Fernseher und das Video zum Leben erwachen.

 

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Nachdem wir im Dezember 2012 bereits David Cronenbergs Erstling „Parasiten-Mörder“ im Programm hatten, zeigen wir diesmal sein 1983 entstandenen Film „Videodrome“, der auch Namensgeber für eines Berliner Filmladens wurde, aus dem die „Splatting Image – Das Magazin für den unterschlagenen Film“ entstand, welches eine ganze Generation von Filmenthusiasten stark geprägt hat. Stark geprägt hat auch der Spielfilm „Videodrome“, dessen surrealen und halluzinogene Special Effects damals eine neue Tür aufstießen.

 

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In den USA musste der Film dann auch für eine „R-Rated“-Freigabe geschnitten werden. In Deutschland erschien „Videodrome“ 1985 nur auf Video und wurde, obwohl es sich um die bereits gekürzte R-rated-Fassung handelte, indiziert. Noch im August 2010 wurde die Indizierung erneuert. Daher freuen wir uns, dass wir die ungekürzte Fassung zeigen können und David Cronenberg die Ehre hat, der einzige Regisseur zu sein, von dem wir zwei Werke in unserer Reihe gezeigt haben. Er hat es verdient: „Long Live The New Flesh!“.

 

Stimmen zum Film:

Die Hypothese, dass der Mensch seine eigene radikale Transformation durch die „Selbstbefruchtung“ mit Technologie erreichen wird, liegt ganz auf der Linie der Forderungen von Wissenschaftlern wie Billy Joy, die die Verbindung von Mensch und Maschine zur Sicherung des Überlebens der gesamten Art predigen. Mit Videodrome hat David Cronenberg einen ebenso spektakulären wie zutiefst verstörenden filmischen Kommentar zu dieser Forderung geschaffen. Schon allein aufgrund dieser Tatsache gehört dem Streifen ein Platz unter den Klassikern des intelligenten Horror/Science-Fiction Films. – Daniel Möltner, filmzentrale

„Horror- und Science-Fiction-Thriller mit Ekel- und Schockbildern, der als grimmige schwarze Komödie moderne Medien-Technologien weiterdenkt.“ – Lexikon des Internationalen Films

As technology becomes more advanced, Cronenberg explores not only whether it will affect our sense of reality but also our evolution as a species. His Videodrome is a postmodern masterpiece that unsettles, shocks, and provokes. – Jonathan Crow, allmovies.com

Ein spannendes Essay zum Film von Stefan Höltgen findet man unter F.LM – Texte zum Film.

 

Drehbuch & Regie: David Cronenberg, Darsteller: James Woods, Sonja Smits, Deborah Harry, Peter Dvorsky Musik: Howard Shore, USA 1983, 88 Min, OF

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Weird Xperience im Oktober 2014: WARUM HANS WAGNER DEN STERNENHIMMEL HASST (als Gast: Lars Kokemöller, Regie und Drehbuch)

hanspi22Am Donnerstag, den 23. Oktober, um 20:30 Uhr zeigen wir euch den 2013 produzierten Film „Warum Hans Wagner den Sternenhimmel hasst“ von Lars Kokemöller. Er führte Regie, schrieb das Drehbuch und produzierte den Film mit der Hamburger Gruppe „Radikal & Arrogant“.

Der Film führt uns in das Leben des Hans Wagner, der zumeist in seiner Wohnung sitzt und sich mit TV, Pillen und Alkohol ruhig hält. Auf dem Weg zu einem Supermarkt überfallen ihn lange unterdrückt geglaubte Gefühle, und zwei Begegnungen scheinen seinem Leben eine neue Richtung zu geben. Er verliebt sich in die Kassiererin und ein Obdachloser bringt ihn dazu, sich sozial zu öffnen.
Alles scheint sich in seinem Leben zum Guten zu wenden, bis ihm eines Morgens eine Fee erscheint. Diese eröffnet ihm neue, unheimliche Welten direkt hinter seinem Kleiderschrank.
Was hier als Sozialkomödie anfängt, wird nach und nach immer mehr zum wilden Genre-Mix aus Fantasy, Horror und Musical. Hier werden Bezüge zum Cthulhu-Mythos, zur Grimmschen Märchenwelt und zum klassischen Endzeitfilm hergestellt.
Was Lars Kokemöller und sein Team mit einem Budget von nur 1500 € schaffen, ist erstaunlich. Der Film wurde in den Straßen Hamburgs und in den Kulissen eines Kindertheaters gedreht.hanspic07
Wir freuen uns, dass der Regisseur anwesend sein wird und uns für Fragen und Anmerkungen zur Verfügung steht.
Lars Kokemöller, Jahrgang 1991, dreht mit „Hans Wagner“ seinen ersten Langfilm. Das Drehbuch schrieb er während der Drehpausen bei der australischen-deutschen TV-Serie „In Your Dreams – Sommer deines Lebens“, bei der er den Schlosspraktikanten spielt. Er absolvierte eine Schauspielausbildung in Hamburg, ist in der Hamburger Theaterszene als Regisseur und Schaupieler aktiv.

 

Einige Stimmen zum Film:
„Jedes Mal wenn sich der Zuschauer in einer dieser Welten niederlassen möchte, ist der schöne, böse oder schrullige Schein schon wieder vorbei und ein neues Kapitel im Leben von Hans Wagner wird aufgeblättert. Das hebt an als depressives Milieu-Drama, reicht über ein Trash-Märchen mit Bollywood-Einlage bis hin zur Horror-Farce als würde ein Schelm das Märchen von Hans im Glück dekonstruieren.“ Ulrike Mau, Die Welt

„So eingängig und brav der Film beginnt, so desaströs, pessimistisch und kryptisch endet er. Ein Film, der auf den deutschen Film-Nachwuchs hoffen lässt.“ deadline

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D 2013, Regie und Drehbuch: Lars Kokemöller, Darsteller: Hubertus Brandt, Ulrich Bähnk, Nika Kushnir, Sarah Bellini, Jens Wesemann, Anna Berghanspic26

Weird Xperience im September: Doris Wishmans NUDE ON THE MOON (mit Gast)

Nude_on_the_moontZum Auftakt des zweiten Halbjahres zeigen wir am kommenden Donnerstag, den 25. September, um 20:30 Uhr einen ganz besonderen Leckerbissen des Sexploitation-Films: Doris Wishmans zweiten Spielfilm „Nude on the Moon“, der 1961 in die Kinos kam und umgehend im Staate New York verboten wurde. Die kuriose Begründung: Es sei zwar legal, Nacktheit in einem Nudistencamp zu zeigen – Nacktheit in einem Nudistencamp auf dem Mond ginge aber zu weit.

Trotzdem (oder gerade drum) wurde „Nude on the Moon“, der für ein paar Dollar in einem Freizeitpark in Miami gedreht wurde, ein großer Erfolg. Doris Wishman sollte danach noch weitere sechs „Nudisten“-Filme drehen, die so schöne Titel trugen wie „Blaze Starr Goes Nudist“, „Gentleman Prefer Nature Girls“ oder „Behind the Nudist Curtain“. Danach avancierte sie mit Werken wie „Bad Girls Go to Hell“, „The Amazing Transplant“ und vor allem „Deadly Weapons“ (deutscher Titel: „Teuflische Brüste“) und „Double Agent 73″ (beide mit Chesty Morgan) endgültig zur Grand Dame des amerikanischen Sexploitationkinos .

 

nude 3„Nude on the Moon“ handelt von den beiden Wissenschaftlern Professor Nichols und Dr. Jeff Huntley, die mit ihrer Rakete zum Mond fliegen, um dort eine erdähnliche Vegetation und Gold zu entdecken. Dummerweise ist der Mond von einer Kolonie telepathisch begabter Nudisten besiedelt, die unsere beiden Helden , umgehend gefangen nehmen und zu ihrer Königen bringen. Werden sie sich die Beiden aus den Klauen der Nudisten befreien können und zur Erde zurückkehren?

„The B-52s“-Sänger Fred Schneider, der auch mit Doris Wishman befreundet war, ist ein riesiger Fan dieses Films und benannte ein „The B-52s“-Best-Of-Doppelalbum nach „Nude on the Moon“.

nude on the moon 2Wir freuen uns sehr, nicht nur dieses bisher nie in Deutschland veröffentliche Juwel des frühen amerikanischen Sexploitation-Films zeigen zu können, sondern gleichzeitig auch einen kompetenten Gast zu präsentieren, der wie kein anderer in Deutschland die Botschaft des „anderen“ Films unter ein begeistertes Volk bringt: Christian Keßler. Christian wurde bekannt mit seinen Artikeln zum Exploitationkino, die er der legendären Zeitschrift „Splatting Image“ veröffentlichte und mit den zahlreichen Audiokommentare, die er für zahlreiche DVD-Veröffentlichungen eingesprochen hat. Ferner hat er Bücher über den italienschen Genrefilm, den Italo-Western und den amerikanischen Pornofilm der 70er Jahre geschrieben. Im Herbst erscheint sein neustes Buch „Wurmparade auf dem Zombiehof: Vierzig Gründe, den Trashfilm zu lieben“, in dem er auch so einiges über „Tante Doris“ Wishman zu erzählen hat.

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Einige Stimmen zum Film:

„Nude on the Moon is the perfect kinky cocktail. It takes a fifth of flesh, a splash of Angora sweater bitters, some rocket fuel, and just a hint of va-va-va-voom and creates a truly intoxicating interstellar highball. It may not unlock every secret of the universe, but it does explain why Darth Vader is doing all that heavy breathing.“ – Bill Gibron, DVD Verdict

Charming and bubble-headed, Nude on the Moon is a good-natured fantasy for bawdy kitsch lovers. – allmovie.com

[ Is it worth checking out? ] ^ Yes, only for the sheer absurdity of it all. – Film Threat

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