OPEN AIR NOCH MAL VERSCHOBEN. SONNTAG 2. JULI 15 UHR

Tja, wenn ihr aus dem Fenster seht und auf einschlägige Wetter-Apps, sieht es auch heute sehr, sehr schlecht aus. Es regnet sich ein und regnet und regnet. Sehr ärgerlich. Nun, wir wollen einmal auf einen schöneren Juli hoffen. Und zwar auf den 2. Juli, nächsten Sonntag. Da da aber um 20 Uhr Fussball gespielt wird, machen wir dann eine Nachmittags-Session um 15 Uhr mit „Frankensteins Todesrennen“ und „Die Gewalt bin ich“. Bleibt uns gewogen!

Open Air wegen Regen auf Mittwoch verschoben

Wenn ihr aus dem Fenster schaut könnt ihr es Euch sicherlich schon denken. Der ekelig Nieselregen lädt nicht wirklich zum Open Air Kino gucken ein. Darum haben wir die für heute geplante Vorstellung auf Mittwoch (28.6.) verschoben. Selber Ort, selber Uhrzeit.

 

Weird Xperience Open-Air – Teil 2: „Frankensteins Todesrennen“/“Die Gewalt bin ich“-Double-Feature am 25. Juni

Schlag auf Schlag geht es für Weird Xperience im Juni. Gerade haben wir uns noch von Godzillas Kampf gegen MechaGodzilla und dem Sternenduell rund um Stella Star erholt – da steht schon das nächste Großereignis ins Haus. Am Sonntag, den 25. Juni ab 20:00 Uhr heißt es beim Open-Air-Kino am Schlachthof ACTION!

Zuerst zeigen wir „Frankensteins Todesrennen“ von 1975 aus der Roger-Corman-Schmiede. In den faschistoiden USA der damaligen Zukunft wird die Masse mit einem gewaltverherrlichenden TV-Programm ruhig gehalten. Höhepunkt ist das „Death Race 2000“ (so auch der Originaltitel). An den Lenkern: David Carradine (bekannt aus der TV-Serie „Kung Fu“ und natürlich „Kill Bill“) und ein junger Sylvester Stallone vor seinem Durchbruch mit „Rocky“. Sly darf hier den bösen Wicht Machine Gun Joe Viterbo spielen, der förmlich über Leichen fährt, denn für das Töten von Passanten gibt es bei diesem Todesrennen schließlich Bonuspunkte, die von Geschlecht und Alter der Opfer abhängig sind. Der gefeierte Fahrer Frankenstein (Carradine) gilt als Mann der Regierung und ahnt nicht, dass seine Copilotin Annie Mitglied einer Widerstandsbewegung ist, die ihm nach dem Leben trachtet. Frankenstein ist jedoch keine Marionette des Systems und verfolgt eigene Pläne.

Trashfilm-Pionier und Kultfigur Paul Bartels (immerhin Jurymitglied der Berlinale im Jahr 1979) führte bei diese actionreichen Polit-Satire Regie. Produziert wurde sie von der Legende Roger Corman, der sich damit an den Erfolg von „Rollerball“ heften wollte. 2008 folgte ein erstes Remake mit Jason Statham in der Carradine-Rolle, welches noch zwei Direct-to-video-Sequels bekam. Eine offizielle Fortsetzung produzierte Roger Corman letztes Jahr unter dem Titel „Death Race 2050“ dann selber. Der Film kam Anfang des Jahres in den USA veröffentlicht. Seine Spuren hinterließ „Frankensteins Todesrennen“ seit Anfang der 80er Jahre auch in zahlreichen Computerspielen, dies ich von dem blutigen Treiben auf der Piste inspirieren ließen.

 

 

 

 

 

Danach geht es gleich weiter mit einem Klassiker des Poliziottesco – jener italienischen Spielart des Polizeifilms in der es immer ordentlich kracht und rumst.

Kaum ist „der Chinese“ (Tomas Milian) aus dem Gefängnis geflohen, lässt er umgehend den Mann exekutieren, der ihn einst hinter Gitter brachte: Den Ex-Kommissar Tanzi (Maurizio Merli). Doch Tanzi überlebt den Mordanschlag. Offiziell für Tod erklärt, macht sich Tanzi auf eigene Faust daran, dem „Chinesen“ das Handwerk zu legen. Währenddessen hat dieser mit dem mächtigen Gangsterboss Di Maggio (John Saxon) einen Pakt geschlossen. Doch die Zusammenarbeiten zwischen den beiden läuft nicht reibungslos, und Tanzi gelingt es immer wieder, neuen Sand ins Getriebe zu streuen. Bald schon steuert Rom auf einen blutigen Bandenkrieg zu…

Nach dem Erfolg von „Die Viper“ drehte Umberto Lenzi 1977 diese Quasi-Fortsetzung namens „Die Gewalt bin ich“. Maurizio Merli darf dabei wieder in die Rolle des Kommissar Tanzi schlüpfen, der hier allerdings den Dienst quittiert hat und nunmehr als Privatmann die Unterwelt aufmischt. Und so pflügt der wilde Ex-Cop durch die Reihen der Gangster. Immer mit akkuratem Seitenscheitel und korrekt gestutzten Schnauzer. Das üppige Brusthaar aus dem zu weit aufgeknöpften Hemd wallen lassend und einen bedenklichen Faible für Goldkettchen zu Schau stellend.

Ebenfalls aus „Die Viper“ wurde Tomas Milian übernommen, der hier wie dort den Part des Bösewichts übernimmt. Sein „Chinese“ ist durchtrieben, skrupellos und mit einer großen Bauernschläue gesegnet. Neben Merli und Milian, ist Genre-Vertan John Saxon zu sehen. Saxon konnte schon 1977 auf eine lange und ereignisreiche Karriere zurückblicken. So war er nicht nur im „ersten“ Giallo mit von der Partie, sondern spielte auch den Hauptcharakter in „Der Mann mit der Todeskralle“. In den 70er Jahren tauchte er vermehrt in italienischen Polizeifilmen auf. 1980 war er bei Antonio Margheritis „Asphalt-Kannibalen“ dabei und ab 1984 in dem Horrorklassiker „A Nightmare on Elm Street“ nebst zwei der Sequels. In „Die Gewalt bin ich“ spielt er einen eleganten Gangsterboss, der auch schon mal selbst Hand anlegt, wenn er einen Verräter mit Golfschläge aus kurzer Distanz foltert. In einigen Szenen meint man, dass er sich einen Spaß daraus macht, Marlon Brandos „Paten“ zu parodieren.

„Die Gewalt bin ich“ ist gute alte Action-Unterhaltung aus dem sonnigen Italien mit tollen Hauptdarstellern und perfekter Musikuntermalung durch Franco Micalizzi. Da hoffen wir doch mal auf gutes Wetter, damit das südländische Flair auch so richtig rüberkommt.

Weird Xperience Open-Air: „Die Brut des Teufels“/“Star Crash“-Double-Feature am 08. Juni

Wir sind schon ganz aufgeregt, denn am Donnerstag, den 08. Juni um 20:00 Uhr geht es mit unserer Reihe Weird Xperience schon wieder weiter! Und wir sind wieder dort, wo wir uns schon in den letzten Jahren sauwohl gefühlt haben: Beim tollen Open-Air-Kino am Schlachthof! Wir hoffen, dass das Wetter wieder so toll mitspielt wie in den Vorjahren und wieder viele Filmfreunde den Weg zu finden werden.

Für dieses Jahr haben wir wieder ein kunterbuntes Programm zusammengeschnürt. Am ersten von zwei Abenden springen wir zwischen den Kontinenten hin und her und präsentieren Science Fiction aus Japan und Italien. Und eine kleine Einführung vor jedem Film gibt es natürlich auch wieder.

Die Brut des Teufels (1975)

In „King Kong gegen Godzilla“ wurde der Riesenroboter MechaGodzilla vom Original zerstört und seine Einzelteile im Meer verstreut. In „Die Brut des Teufels“ macht sich zunächst ein japanisches U-Boot auf, diese Teile zu bergen. Doch die Mission endet jäh, als das U-Boot von einem geheimnisvollen Monster zerstört wird. Interpol-Agent Murakoshi (Katsumasa Uchida) und Biologe Ichinose (Katsuhiko Sasaki) hegen den Verdacht, dass hinter dem Unglück der Titanosaurus stecken könnte…

Nach dem durchaus erfolgreichen „King Kong gegen Godzilla“ kehrte der große Ishirō Honda auf den Regiestuhl zurück. Honda hatte 1954 den ersten „Godzilla“-Film inszeniert und blieb der Serie nicht nur bis Ende der 60er treu, sondern bracht noch zahlreiche andere Kaijū-Klassiker wie „ Die fliegenden Monster von Osaka“ (mit dem Flugsaurier Rodan), „Mothra bedroht die Welt“ (mit der gleichnamigen Riesen-Motte) oder „ Frankenstein – Der Schrecken mit dem Affengesicht“ auf den Weg. Es sollte sein letzter eigenständiger Spielfilm bleiben. In den 80er und 90er Jahre arbeitete er ausschließlich als enger Mitarbeiter seines guten Freundes und Kollegen Akira Kurosawa.

In einem recht geschickten Schachzug brachten die Produzenten gleich noch MechaGodzilla wieder zurück. Jenes Monster, dass beim letzten Film so gut eingeschlagen hatte. Und gerade in der zweiten Hälfte sehr temporeiche Film liefert wieder gute Monsterunterhaltung und entfernt sich deutlich von der zuvor Einzug gehaltenen Infantilisierung. Leider war 1975 die große Zeit des japanischen Monster-Films vorbei und dem Publikum stand der Sinn nach anderer Unterhaltung. Gerade mal 980.000 Besucher wollten den neuen Godzilla-Film sehen. Das war ein neuer Minus-Rekord. Toho stellte daraufhin die Produktion von Monsterfilmen ein. Erst zu seinem 30jährigen Jubiläum sollte Godzilla in „Godzilla – Die Rückkehr des Monsters“ wieder aus der Versenkung auftauchen.

Direkt im Anschluss duellieren sich die Sterne.

Star Crash – Sterne im Duell (1978)

Die berüchtigte Schmugglerin Stella Star und ihr treuer Robotorfreund Akton werden vom Chef der galaktischen Polizei gefangen genommen. Doch der galaktische Imperator lässt sie wieder frei. Dafür sollen sie ihm helfen, seinen einzigen Sohn Simon zu finden, der auf der Suche nach dem bösen Graf Zarth Arn war, welcher eine Superwaffe entwickelt hat. Damit beginnt für Stella Star eine aufregende und gefährliche Reise kreuz und quer durchs Weltall, bei der sie auf wilde Amazonen, Höhlenmenschen und die geheime Basis des bösen Grafen trifft.

Wir schreiben das Jahr 1978. Die ganze Welt staunt noch über den phänomenalen Erfolg von George Lucas‘ Sternenoper „Star Wars“. Die ganze Welt? Nein. Die Italiener haben schon längst die Ärmel hochgekrempelt und frei nach dem Motto „Selbst ist der Mann“ damit begonnen, ihre eigenen Sternenkriege zu inszenieren. Natürlich mit einem Bruchteil des Budgets, welches Lucas zur Verfügung stand, dafür mit viel Enthusiasmus. Unter ihnen ein junger Mann,namens Luigi Cozzi, der ein riesiger Fan des phantastischen Films war und sich bei „Star Crash – Sterne im Duell“ nach Herzenslust austoben durfte. Er baut eine Hommage an den großen Stop-Motion-Künstler Ray Harryhausen mit ein, lässt quietschbunte Raumschiffe durch ein ebenso buntes All gleiten, in dem die Sterne in allen Farben leuchten.

Und mittendrin sie: STELLA STAR! Die wunderschöne, aufregende Caroline Munro. Schwerbewaffnet und im Lederbikini gibt sie die harte Schmugglerin. Da kann Han Solo einpacken. Wie vielen Heranwachsenden hat diese Überfrau wohl die Nächte geraubt? Auch Joe Spinell (als böser Graf Zarth Arn) sollte zwei Jahre später für schlaflose Nächte sorgen. Allerdings aus anderen Graden, denn da spielte er die Titelrolle im berüchtigten Slasher „Maniac“.

Des Weiteren mit am Bord des Sternenkreuzers „Star Crash“: Christopher Plummer als guter Imperator und ein blutjunger David Hasselhoff (!) als sein einziger Sohn Simon. Ja, für „The Hoff“ gab es ein Leben vor „Knight Rider“, auch wenn er da heute vielleicht nicht mehr gerne drüber spricht. Erwähnenswert auch die grandiose Musik, denn sie stammt aus der Feder des berühmten „James-Bond“-Komponisten John Barry!

Weiter geht es dann am Sonntag, den 25. Juni, wieder um 20:00 Uhr.

Mehr dazu später…

Weird Xperience im Mai: KING KONG GEGEN GODZILLA in der Schwankhalle

Darauf haben wir alle sehr lange gewartet: WEIRD XPERIENCE ist zurück. Weiter geht es am 12. Mai um 21:30 Uhr. Dann sind wir erstmals in der Schwankhalle zu Gast. Hintergrund ist das Projekt A.r.G.da.Na.ni (Aus rechtlichen Gründen darf Name nicht genannt werden) des Bremer Künstlers Jan van Hasselt, welches am 18. und 19.5. in der Schwankhalle läuft. Ein Ton-Bild-Vortrag über „eine Art Dino mit Stacheln auf dem Rücken, der eine Kulisse aus Miniaturhäusern zertrampelt und einen Schrei ausstößt, der klingt, als wäre ein Grammophon kaputt. Er darf nicht gezeigt werden, und sein Name nicht genannt. Denn die japanische Produktionsfirma Toho achtet peinlich genau auf den Schutz der Trademark. Was fasziniert so an Argdanani? Wer ist er? Und was will er eigentlich hier? Antworten sucht der Filmemacher Jan van Hasselt auf der Bühne und im Video-Interview mit Experten wie Jörg Buttgereit, Sebastian Krehl, Dietrich Kuhlbrodt, Jürgen Palmtag und Christoph Spehr.“ Im Vorfeld hatte uns Jan gefragt, ob wir von WEIRD XPERIENCE nicht einen Film mit diesem ominösen Dino zeigen könnten. Und dieser Bitte sind wir nur zu gerne nachgekommen. Und wir haben sogar dafür gesorgt, dass wir den Namen des Untieres nennen dürfen!

Laut einer alten Legende aus Okinawa, soll wenn ein schwarzer Berg in den Bergen hoch über die Wolken hinaus ragt, ein Monster auftauchen und versuchen, die Welt zu zerstören. Als diese Prophezeiung eintrifft ist es zum allgemeinen Erstaunen Godzilla, der dort als Weltenzerstörer agiert. Erst zertrümmert Godzilla einige Häuser, dann bringt er fast seinen alten Kumpel, den Igel-ähnlichen Anguirus, um. Doch schnell ist das Geheimnis gelüftet. Dieser Godzilla ist gar nicht der echte Godzilla, sondern ein riesiger Roboter namens „King Kong“ (zumindest in der deutschen Fassung), der von Außerirdischen hergestellt wurde, um ihnen zu helfen, die Erde zu unterjochen. Da hat die Menschheit Glück, dass bald schon der echte Godzilla auftaucht und sich schließlich zusammen mit Okinawas Schutz-Gottheit King Caesar dem stählernen Unhold stellt…

Der Ruf der in den 70er Jahren unter der Regie von Jun Fukuda entstanden Godzilla-Streifen mag nicht der beste sein. Tatsächlich sind sie sehr viel bunter, kindischer und lustiger als jene Filme aus den 50er und 60er, für die noch Godzilla-Schöpfer Ishirô Honda verantwortlich war. Wer darüber hinwegsehen kann und sich ein junges Gemüt bewahrt hat, wird aber besonders mit „King Kong gegen Godzilla“ seine Freude haben. Insbesondere, da hier auf nervige Kinderdarsteller verzichtet wurde und mit Mech-Godzilla einer der coolsten Gegner Godzillas seinen ersten Auftritt hat. GoMecha-Godzilla hört in der deutschen Fassung – wie vor ihm schon der Roboter Jet Jaguar – auf den Namen „King Kong“. Ob man in Deutschland – wo der Film am 20. Dezember 1974 anlief – darauf spekulierte, dass er von dem damals erwarteten Erfolg des amerikanischen „King Kong“-Remakes, partizipieren könne oder einfach eine Kontinuität zum Vorgänger herstellen sollte (die 60er Filme waren ja in Deutschland durch einen imaginären „Frankenstein“ im Titel miteinander verbunden) sei dahingestellt.

 

 

 

 

 

Trailer für A.r.G.da.Na.ni

Vorschau – Mai/Juni… und noch mehr!

Falls sich jemand fragt was WEIRD XPERIENCE derzeit macht und ob es bald eine Fortsetzung der Reihe geben wird, dann können wir demjenigen von ganzem Herzen zurufen: WEIRD XPERIENCE is alive and kickin‘ und kehrt im Mai zurück!

Tatsächlich haben wir ein volles Programm im Gepäck. Wie Ihr ja mitbekommen habt, sind wir nicht mehr in der etage3 des Kulturzentrums Lagerhaus beheimatet. Dort haben wir nach dem frustrierenden Ärger der letzten Monate unsere Zelte abgebrochen, den April-Termin sausen lassen und uns auf Wanderschaft begeben.

Die erste Station unseres kurzen Nomadenlebens wird uns im Mai in die Schwankhalle führen. Dort sind wir Teil des tollen Projekts A.r.G.da.Na.ni von Jan van Hasselt und zeigen am Freitag, den 12. Mai um 21:30 Uhr einen japanischen Monsterfilm von 1974 in dem ein Mann in einer Art Echsenkostüm, Miniaturmodelle zertrampelt und gegen einen Riesenroboter kämpft.

Im Juni ziehen wir weiter und werden wie in den vergangenen Jahren auch wieder bei Open-Air-Kino am Schlachthof zu Gast sein. Wir freuen uns schon sehr darauf, wieder mit Oliver von der Schlachthofkneipe und seinem tollen Team zusammenzuarbeiten und Euch 2×2 wundervolle Granaten vorführen zu dürfen, die uns nach Japan, ins Weltall, in eine dystopische Zukunft und auf das heiße Pflaster Roms entführen. Wir versprechen euch eine tolle Sause.

Dann müssen wir uns erst einmal einen Monat ausruhen und Kraft für Weird-Xperience-Reloaded tanken. Denn ab voraussichtlich August sind wir wieder monatlich auf Sendung und dies an einem Ort, den wir nur als „absoluten Traum“ bezeichnen können. Noch müssen ein paar Details geklärt werden – aber wir sind sehr zuversichtlich da in Kürze die Katze aus dem Sack lassen zu können.

Nach dem düsteren Jahresbeginn sehen wir auf jeden Fall gerade sehr optimistisch und voller Glückshormone in die Zukunft.

ABSAGE

Absage, die nächste.
Tut uns leid, sehr kurzfristig: Es gab wieder mal eine Doppelbelegung des Veranstaltungsortes von der wir zufällig heute Morgen erfuhren. Nach stundenlangen Versuchen jemand zu erreichen und noch irgendwie das anders zu organisieren (im Anschluss oder wo anders im Lagerhaus) bekamen wir eine klare Absage von der Etage 3. Das ist schade und nicht wirklich nach zu vollziehen. Es betrifft diesmal nicht nur uns von Weird Xperience sondern ja auch die Organisatoren von UNKNOWN PLEASURE. Wir hatten uns schon mächtig auf das Zusammenspiel Jean Rollin und den Spooky Sounds gefreut.
Wie es im April weitergeht, werden wir euch hier berichten.
Im Mai geht es auf jeden Fall in die Schwankhalle, da zeigen wir um 21:30 am 12.05.17 einen Godzilla Film, KING KONG GEGEN GODZILLA, Monster Action der 70er aus Japan, in Zusammenarbeit mit A.r.G.da.Na.ni, in Rahmen dessen Jan van Hasselt ein Ton – Bild –Vortrag zum Thema halten wird.
Bleibt uns gewogen und wir sehen uns!
Absage, die nächste.
Tut uns leid, sehr kurzfristig: Es gab wieder mal eine Doppelbelegung des Veranstaltungsortes von der wir zufällig heute Morgen erfuhren. Nach stundenlangen Versuchen jemand zu erreichen und noch irgendwie das anders zu organisieren (im Anschluss oder wo anders im Lagerhaus) bekamen wir eine klare Absage von der Etage 3. Das ist schade und nicht wirklich nach zu vollziehen. Es betrifft diesmal nicht nur uns von Weird Xperience sondern ja auch die Organisatoren von UNKNOWN PLEASURE. Wir hatten uns schon mächtig auf das Zusammenspiel Jean Rollin und den Spooky Sounds gefreut.
Wie es im April weitergeht, werden wir euch hier berichten.
Im Mai geht es auf jeden Fall in die Schwankhalle, da zeigen wir um 21:30 am 12.05.17 einen Godzilla Film, KING KONG GEGEN GODZILLA, Monster Action der 70er aus Japan, in Zusammenarbeit mit A.r.G.da.Na.ni, in Rahmen dessen Jan van Hasselt ein Ton – Bild –Vortrag zum Thema halten wird.
Bleibt uns gewogen und wir sehen uns!

http://schwankhalle.de/spielplan/king-kong-gegen-godzilla-315.html

http://schwankhalle.de/spielplan/argdanani-van-hasselt-308.html

Weird Xperience im März: Ein geheimnisvoller Vampirfilme und „Unknown Pleasures“-Party

Aller guter Dinge sind drei. Nachdem ja sowohl die Januar- als auch die Februarvorstellung zu unserer großen Enttäuschung kurzfristig ausfallen mussten, hoffen wir sehr, dass es diesmal endlich wieder klappt. Die Vorzeichen sind auf jeden Fall gut.

Weird Xperience kehrt am 10. März in die etage3 im Kulturzentrum Lagerhaus zurück. Eintritt ist wie immer ab 20:00 Uhr. Der Film beginnt um 20:30 Uhr – wieder mit einer Einführung von uns.

Diesmal haben wir einen Kooperationspartner dabei. Die Jungs von „Unknown Pleasures“ bieten in Anschluss an den Film „ein apokalyptisches Abendprogramm“. Das erweiterte UP-DJ-Team bestehend aus A.I., Slow Pulse Boy und Deaster Area (Souterrain Bizarre) auch einen musikalischen Horrortripp durch verschiedene Genres, wie Postpunk, EBM, Darkwave, Gothic Rock, Folk Noir und Artverwandtem.

 

 

Dafür haben wir dann den passenden Film im Gepäck. Aus gewissen Gründen können wir den Titel des Filmes hier nicht nennen. Darum nur einige Hinweise. Es handelt sich um einen Vampirfilm des großen französischen Meisters Jean Rollin. Rollin wurde vor allem durch seine erotisch-surrealen Vampirfilme bekannt und schuf in den 70ern seinen ganz eigenen, unverwechselbaren Stil, der leider allzu häufig auf das Schlagwort „Sexvampire“ reduziert wird. Tatsächlich sind seine Filme traumwandlerische Meisterwerke, die einem langsam unter die Haut kriechen und Elemente von Märchen, Groschenromanen und diesen merkwürdigen Träumen kurz vor dem Aufwachen vermischen.

Dies gilt auch für den von uns gezeigten Film, der 1982 entstand. Erhandelt von der tragisch-blutigen Liebesgeschichte zwischen der unfreiwillig von den Toten auferstandenen Catherine, die sich nun von Blut ernähren muss, und ihrer besten Freundin Hélène, die sich weigert an dem Tod des geliebten Menschen zu glauben und sie mit immer neuen Opfern versorgt. Leider sah man in Deutschland den Film nicht als melancholisches und tieftrauriges Märchen, sondern starrte lediglich auf die zugeben teilweise recht deftigen Splatterszenen. So dass der Film derart in Ungnade fiel, dass wir die Geschichte um das „lebende tote Mädchen“ hier nicht beim Namen nennen können.

Im Ausland hat man seine Qualitäten sehr viel besser erkannt.

„(Titel des Filmes) stands out as one of Rollin’s most powerfully acted films, with Blanchard’s doll-like demon in particular resonating with the memory of an earlier French heroine of horror cinema: Catherine Deneuve in Roman Polanski’s REPULSION (1965)“ Tim Lucas, Video Watchdog

„(Titel des Films) stands as a near masterpiece of gothic horror filmmaking. It combines just the right amount of horror, sexuality and sensuality, and social commentary overtop of a few bookends that tie everything into a sense of childhood naivety which does manage to get under your skin and into your head at the same time.“ – Ian Jane, Rock! Pop! Shock!

„(Titel des Films) is something that I didn’t expect. I knew that it was one of Rollin’s bloodier films, and I knew that it was technically a zombie film, but I didn’t expect it to be so touching (…) a great film more spite of its gore than because of it. Definitely worth checking out.“ – Charlie Hobbs, Screen Anarchy

Wir denken, der Film passt perfekt in diesen Abend mit den Freunden von Unknown Pleasures und freuen uns sehr auf den 10. März, wenn es dann endlich wieder „Willkommen bei Weird Xperience“ heißt.

Auch die Februar-Veranstaltung fällt leider aus :(

Liebe Weird-Xperience-Freunde,

schweren Herzens haben uns entschlossen, die Veranstaltung am Freitag abzusagen.
Der Grund dafür ist, dass es derzeit extrem unsicher ist, ob uns die etage3 am Freitag den Raum für unsere Veranstaltung zur Verfügung stellt.

Wie Ihr ja wisst, war für Freitag die Vorführung von „Motorpsycho“ mit einer anschließend stattfinden 60s-Party geplant. Der Termin stand seit November.

Vor zwei Wochen wurden wird davon überrascht, dass die 60s-Party auf Facebook abgesagt wurde.
Auf Nachfrage bei den Party-Veranstaltern haben wir erfahren, dass nicht sie, sondern die etage3 die Party gecancelt hat. Der Raum wird für eine Karnevals-Veranstaltung gebraucht.

Seitdem versuchen wir jemanden von der etage3 zu sprechen, was das denn dann für „Weird Xperience“ bedeuten würde. Denn bisher hat uns niemand mitgeteilt, dass der Raum am 17.2. nicht zur Verfügung steht. Leider hatte wir da bisher keinen Erfolg.

Nun gäbe es für Freitag also drei Szenarien

– Alles gut, die Absage betraf nur die Party und Weird Xperience findet wie ausgemacht statt
– Es kommt noch im Laufe der Woche eine Absage von Seiten der etage3
– Es kommt keine Absage und wir stehen am Freitag trotzdem vor verschlossenen Türen.

Nummer eins ist in Anbetracht der Umstände recht unwahrscheinlich, Nummer Zwei für alle Beteiligten sehr nervig und Nummer 3 für uns absolut indiskutabel.

Deshalb haben wir uns nun nach vielen inneren Kämpfen entschlossen, diesen Schritt zu gehen. Freitag fällt also (wieder) aus. Wie es weitergeht wird man sehen.

Wir können Euch nur eins versprechen: Weird Xperience ist nicht tot und arbeiten gerade intensiv daran, dass es ganz schnell weitergeht.

Liebe Grüße an Euch alle und Danke für Eure Geduld,

Marco & Stefan

Weird Xperience im Februar: MOTORPSYCHO… WIE WILDE HENGSTE + 60s Party

Nachdem wir die letzte Veranstaltung leider kurzfristig absagen mussten, startet das neue Weird-Xperience-Jahr jetzt wirklich am 17. Februar. Und das gleich mit einem Doppelkracher. Zunächst zeigen wir einen Film unseres Hausgotts Russ Meyer und zwar seinen tollen MOTORPSYCHO – WIE WILDE HENGSTE. Eintritt ab 20:00 Uhr, der Film beginnt um 20:30 Uhr. ACHTUNG: Diesmal sind wir aus organisatorischen Gründen nicht am 2., sondern erst am 3. Freitag in Aktion!

Der Film geht dann dann nahtlos in die 60s Party unseres diesmaligen Kooperationspartners über:  A Tribute To Sir Mindbubbles Lightshow Experience vol. 2. Ein akustischer und optischer Trip durch Raum und Zeit! Alte und neue Perlen des Mod- und Freakbeat, Garage-Punk & Psychedelic… mit Ex Agent Wolfinger, Lord Becker und reklovski. Darauf freuen wir uns schon sehr!

Russ Meyers „Motorpsycho… wie wilde Hengste“ ist eine Vorstudie zu seinem Opus Magnum „Faster Pussycat, kill, kill“. In „Motorpsycho“machen drei junge Männer, unter der Führung des traumatisierten Vietnam-Veteranen Brahmin, auf ihren Motorrädern die Gegend unsicher und vergewaltigen die hübsche junge Frau des liebenswerten Veterinärs Maddox. Da der zynische Sheriff – Regisseur Russ Meyer höchstpersönlich als Ausbund von gefühlskalter Ekelhaftigkeit – mehr Interesse an den Geschlechtsteilen des Opfers, als in der Verfolgung der Übertäter hat, macht sich Maddox selber auf den Weg, die drei „wilden Hengste“ zu stellen. Auf der Jagd nach den Dreien findet er eine junge Frau namens Ruby, gespielt von der späteren „Pussycat“ Haji.

In diesem für Meyers Verhältnisse ungewöhnlich männerzentrierten und frauenarmen Film ist Haji die Überfrau Ruby, die voller Energie und Selbstbewusstsein zunächst vehement ihren schwächlichen Ehemann beschimpft und dann später mit vollem Körpereinsatz versucht, sich mittels Verführungskunst aus der Schlinge zu befreien. Kein Wunder, dass den drei Rowdys bei soviel geballter Weiblichkeit nichts weiter einfällt, als Ruby über den Haufen zu schießen. Überhaupt zeigen die Drei nichts von der gefährlichen Stärke und dem Selbstbewusstsein, welches ihre drei weiblichen Nachfolger auszeichnet. Brahmin und seine Jungs vergreifen sich grundsätzlich an Schwächeren und scheuen den offen Kampf. Sie sind gefährliche Feiglinge, die sich am Ende nur mit Flucht oder Waffengewalt zu wehren wissen.

In dem nachfolgenden Film „Faster Pussycat, kill, kill“ wird Meyer dann die Geschlechter seiner Antagonisten einfach umdrehen und Aus den drei feigen Rowdys werden drei starke Frauen. Aus den leichten Motorrädern schwere Autos. Andere Dinge bleiben aber gleich. So sind Varla und Rosie die Spiegelbilder von Brahmin und Dante in „Motorpsycho“. Besonders deutlich werden die Parallelen bei dem bzw. der Dritten im Bunde. Billie und Slick sind jeweils die Außenseiter in der Gruppe, und werde von den anderen beiden nicht für voll genommen. Auffälligerweise benutzen beiden dasselbe Taschenradio, aus dem der jazzig-swingende Soundtrack der Filme plärrt. Allerdings ist Slick ein naiver Idiot, während Billie eine eigenwillige, unabhängige Frau ist, die trotz der Dominanz ihrer Partnerinnen ihr eigenes Ding durchzieht.

„Motorpsycho“ zog bei seiner Deutschlandpremiere gleich den Zorn des Evangelischen Filmbeobachters auf sich, der schrieb: „Amerikanischer Film unterster Machart, der mit drei Motorradgangstern und durch Vergewaltigung und Mord gern ein Geschäft machen möchte. Abzulehnen.“ Schön, dass sich diese christlich-konservative Meinung nicht durchsetzte, denn „Motorpsycho“ ist heute ein Kultfilm (sowie Namensgeber einer der legendären Band) und ein wichtiger Film der sechziger Jahre. War er doch einer der ersten, der die Traumatisierung amerikanischer Soldaten im Vietnamkrieg thematisierte.