Weird Xperience im Juli – Teil 2: WILD ZERO (1999/OmU) / Nachholtermin am 24.7.

Zweiter Versuch – diesmal garantiert auch mit Untertiteln!

Nach dem Grauen, welches sich in den einsamen Weiten des amerikanischen Südens verbirgt, geht es im Mai nach Japan… und es wird SEHR wild! Wir zeigen den Kultfilm WILD ZERO in der eine unserer Lieblingsbands (unvergessen ihr Konzert in der Lila Eule 2019) am 24. Juli um 19:00 Uhr im Cinema Ostertor die Welt rettet.

Zombies!! UFOs!!! Rock ‚n’ Roll!!!! Im Jahr 1999 machte sich ein Film auf, um dies alles stylish und mit viel Esprit zusammenzuführen. Klar, wir begeben uns hier nicht auf die Arthouse-Gleise, sondern waten knietief in einem Modder von 50er Jahre-SciFi, Ed Wood-Artigem und 70er Zombie-Schrecken, gepaart mit punkiger, harter Musik.

Wild_Zero1Nach einem Meteoriteneinschlag greifen Außerirdische an und verwandeln Menschen in Zombies. Ace bekommt davon nichts mit. Der Fan der Gruppe Guitar Wolf (Mitglieder: Bass Wolf, Drum Wolf, Guitar Wolf) macht sich auf, um ein Konzert dieser Band zu sehen. Unabsichtlich rettet er die Band vor einem schießwütigen Manager und bekommt von ihnen eine mächtige Trillerpfeife. Langsam erkennt er die Lage der Welt, rettet eine wunderschöne Person, in die er sich verliebt. Zusammen mit den drei Musikern ziehen die beiden los, um die Menschheit zu retten. Helden in Leder halt.

Der Regisseur beweist nicht nur Detailfreudigkeit und ein sicheres Gespür für Abseitiges und deren stimmungs- sowie humorvolles Potential, sondern er hat auch etwas zu erzählen. Einerseits in Szenen und von Charakteren, die einem in ihrer Unglaublichkeit staunend den Mund offen halten lassen, andererseits wird hier auch das schwierige Verhältnis von Japan zu Korea miterzählt. Und auch Transgender-Themen werden verhandelt. Bestes aufklärerisches Exploitationkino!

wild-zero-4„It has to be seen to be believed, as this Zen-Buddhist/Romero/Ramones road-movie blasts its way at full volume.“ Jason Corber, Film Scouts

„The sort of film that makes you want to down a bottle of vodka, throw your TV out of the window, set your house on fire, and pogo naked on the roof screaming, „ROCK AND ROLL!!!““ Ian Berryman, SFX Magazin

Ein lautes, schrilles, intelligentes Vergnügen, zu dem wir euch gerne einladen wollen. ROCK ON!

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Weird Xperience im Juli: VAMPIRE HUNTER D: BLOODLUST (Japan 2000/OmU)

Das erste Mal seit „Perfect Blue“ im November 2017 haben wir wieder einen Anime im Programm. Wurde auch mal wieder Zeit. Am Sonntag, den 10. Juli zeigen wir um 19:00 Uhr im Cinema Ostertor den Film VAMPIRE HUNTER D: BLOODLUST aus dem Jahre 2000. Die opulente Adaption eines Romans aus dem populären „Vampire Hunter D“-Zyklus von Hideyuki Kikuchi.

In einer fernen und düsteren Zukunft stehen Vampire, die einst die Welt in Angst und Schrecken versetzten, kurz vor Ihrer Auslöschung. Auch auf den Kopf von Baron Meier Link, einem der letzten großen Vampire, ist eine hohe Belohnung ausgesetzt. Er hat die Tochter einer wohlhabenden Familie entführt. Der geheimnisvolle Kopfgeldjäger D, ein sogenannter Dunpeal (halb Mensch, halb Vampir), nimmt die Jagd auf. Jedoch er ist nicht allein: auch ein Vampirjäger-Team mit einem ganzen Arsenal an modernsten Waffen ist ihm auf der Spur. Ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit und über die gothisch-romantische Landschaft beginnt. Noch weiß keiner von der dunklen Macht, die im Geheimen ihre Schritte manipuliert, und sie in eine schreckliche Falle lockt. Mit der Dunkelheit beginnt die Jagd!

Die Romanreihe „Vampire Hunter D“ wird seit 1983 vom Autoren Hideyuki Kikuchi geschrieben und von Yoshitaka Amano illustriert. 2021 umfasste die Hauptserie 39 Romane, von denen einige bis zu vier Bände hatten. Weltweit wurden über 17 Millionen Bücher verkauft. Bereits 1985 gab es die erste erfolgreiche Anime-Adaption. Es folgten Mangas, Hörspiele, US-Comics, Videospiele, Kurzgeschichten, Kunstbände und vieles mehr. „Vampire Hunter D“ ist ein echtes Phänomen.

Die 2000er Adaption wurde geschrieben, inszeniert und in Storyboards gepackt von Yoshiaki Kawajiri, dem Macher von solchen legendären Animes wie „Wicked City“ oder „Ninja Scroll“. Die Produktion begann 1997 mit US-Geldern und so bekam der Film auch in den USA einen Kinostart und erhielt – nicht nur dort – viele positive Kritiken.

„Auf hohem Niveau gezeichneter, fantasievoller und actionreicher Grusel-Anime!“ – Cinema

„Einer der sehenswertesten Horroranime!“ film-rezensionen.de

„A gorgeously animated surrealist adventure“ – Chicago Reader

„Beautiful, witty and provocative“ – New York Daily News

PS: Am 24.7. gibt es noch einmal Weird Xperience vor der Sommerpause. Dort holen wir „Wild Zero“ nach, der im Mai aufgrund von technischen Problemen entfallen musste. Dazu später mehr.

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Weird Xperience im Juni: YOU MIGHT BE THE KILLER (2018/OmU)

Nach den eher düsteren Filmen in den letzten Monaten (und der zusätzlichen Aufregung im letzten) wollen wir uns diesmal etwas entspannen und haben eine amerikanische Meta-Slasher-Komödie im Programm.

Am Sonntag, den 12. Juni um 19:00 Uhr zeigen wir im Cinema Ostertor den augenzwinkernd an Filme wie „Freitag, der 13.“ angelehnten Sommercamp-am-See-Slasher YOU MIGHT BE THE KILLER von 2018.

Sam (Fran Kranz aus Cabin in the Woods) ist Betreuer des Sommercamps ,,Clear Vista“ an einem einsam gelegenen See. Was kann da schon schief gehen? Eine ganze Menge wie der gut informierte Slasher-Fan bereits vermutet. Prompt taucht ein maskierter Killer auf und massakriert die Teamleiter. Doch Sam weiß, wo er Hilfe bekommt! Seine beste Freundin Chuck (die wundervolle Alyson Hannigan!) ist schließlich Verkäuferin in einer gut sortierten Videothek und kennt sämtliche Klischees des Slasher-Genres. Sie beginnt, Sam Stück für Stück durch das blutige Camp-Inferno zu lotsen…

Wie man an der Inhaltsangabe schon merkt, ist YOU MIGHT BE THE KILLER ist der Film eine blutige und gleichzeitig liebevolle Hommage an den Slasher-Film der frühen 80er Jahre. Hauptdarsteller Fran Kranz kennt man u.a. aus „Cabin in the Woods“. Die zweite Hauptrolle geht an Alyson Hannigan, die als Michelle Flaherty in der „American Pie“-Trilogie schon einige Erfahrungen in einem Sommercamp sammeln konnte, aber auch aus den TV-Serien „Buffy“ und „How I Met Your Mother“ bekannt ist.

„Regisseur BRETT SIMMONS hat eine Menge Spaß daran mit Slasher-Klischees zu spielen und selbige auch noch durch den Kakao zu ziehen. Das sorgt für so manch urkomischen Moment und selbst eingefleischte Fans können noch etwas lernen. (…) Weil YOU MIGHT BE THE KILLER auch noch ganz unverfroren aus bekannten Klassikern wie FREITAG DER 13. oder SLEEPAWAY CAMP zitiert und konventionellen Erzählmechanismen mittels Flashbacks den Stinkefinger zeigt, ist YOU MIGHT BE THE KILLER schon jetzt Pflichtprogramm für Slasher-Fans und solche, die es noch werden wollen.“ – Filmchecker.de

„Im Großen und Ganzen sollte jeder Genrefan einen Blick auf „You might be the Killer“ wagen. Weil der Film sein Sujet einerseits ernst nimmt und ihm andererseits trotzdem ordentlich in den Hintern tritt.“ – Actionfreunde.de

“Crowd-pleasing horror with a roaring campfire aroma flipped upside down and hilariously mindfucked with just enough subjective damnation.” – slashfilm.com

“You Might Be The Killer is a relaxing Sunday evening movie you should watch to chill out and be amused by – nothing more, and that’s fine. We need that sometimes.” – readysteadycut.com

Anmerkung in eigener Sache: Wir versuchen gerade noch einmal einen Termin für „Wild Zero“ zu organisieren. Wahrscheinlich Mitte Juli. Wir halten Euch auf dem Laufenden.

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Weird Xperience im Mai: WILD ZERO (1999/OmU)

Nach dem Grauen, welches sich in den einsamen Weiten des amerikanischen Südens verbirgt, geht es im Mai nach Japan… und es wird SEHR wild! Wir zeigen den Kultfilm WILD ZERO in der eine unserer Lieblingsbands (unvergessen ihr Konzert in der Lila Eule 2019) am 08. Mai um 19:00 Uhr im Cinema Ostertor die Welt rettet.

Zombies!! UFOs!!! Rock ‚n’ Roll!!!! Im Jahr 1999 machte sich ein Film auf, um dies alles stylish und mit viel Esprit zusammenzuführen. Klar, wir begeben uns hier nicht auf die Arthouse-Gleise, sondern waten knietief in einem Modder von 50er Jahre-SciFi, Ed Wood-Artigem und 70er Zombie-Schrecken, gepaart mit punkiger, harter Musik.

Wild_Zero1Nach einem Meteoriteneinschlag greifen Außerirdische an und verwandeln Menschen in Zombies. Ace bekommt davon nichts mit. Der Fan der Gruppe Guitar Wolf (Mitglieder: Bass Wolf, Drum Wolf, Guitar Wolf) macht sich auf, um ein Konzert dieser Band zu sehen. Unabsichtlich rettet er die Band vor einem schießwütigen Manager und bekommt von ihnen eine mächtige Trillerpfeife. Langsam erkennt er die Lage der Welt, rettet eine wunderschöne Person, in die er sich verliebt. Zusammen mit den drei Musikern ziehen die beiden los, um die Menschheit zu retten. Helden in Leder halt.

Der Regisseur beweist nicht nur Detailfreudigkeit und ein sicheres Gespür für Abseitiges und deren stimmungs- sowie humorvolles Potential, sondern er hat auch etwas zu erzählen. Einerseits in Szenen und von Charakteren, die einem in ihrer Unglaublichkeit staunend den Mund offen halten lassen, andererseits wird hier auch das schwierige Verhältnis von Japan zu Korea miterzählt. Und auch Transgender-Themen werden verhandelt. Bestes aufklärerisches Exploitationkino!

wild-zero-4„It has to be seen to be believed, as this Zen-Buddhist/Romero/Ramones road-movie blasts its way at full volume.“ Jason Corber, Film Scouts

„The sort of film that makes you want to down a bottle of vodka, throw your TV out of the window, set your house on fire, and pogo naked on the roof screaming, „ROCK AND ROLL!!!““ Ian Berryman, SFX Magazin

Ein lautes, schrilles, intelligentes Vergnügen, zu dem wir euch gerne einladen wollen. ROCK ON!

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Weird Xperience im April: THE DARK AND THE WICKED (2020/OmU)

Und weiter geht es. Nach der europäischen Millionen-Metropole Paris führt uns unsere filmische Reise diesmal in das Hinterland der USA. Am 10. April um 19:00 Uhr zeigen wir im Cinema Ostertor THE DARK AND THE WICKED im Original mit deutschen Untertiteln. Ein furchteinflößender, doppelbödiger Haunted-House-Horror von Regisseur Bryan Bertino („The Strangers“)

Das Ende naht. Dessen sind sich die Geschwister Louise (Marin Ireland) und Michael Straker (Michael J. Abbott Jr.) bewusst, als sie ihren todkranken Vater David (Michael Zagst) zum wohl letzten Mal auf der elterlichen Farm im verlassenen Hinterland besuchen. Die beiden wollen ihrer psychisch labilen Mutter Virginia (Julie Oliver-Touchstone) unter die Arme greifen. Aber schon bald nach ihrer Ankunft geschehen merkwürdige Dinge. Während die Mutter immer unberechenbarer wird, versuchen die Kinder die Nerven zu wahren. Ist es nur die erschütternde Gewissheit des Unausweichlichen oder lauert etwas unsagbar Böses in der Finsternis der Nacht?

Bei einer Rotten Tomatoes-Wertung von 91% und diversen Preisen auf Genre-Festivals konnte wir da nicht Nein sein und freuen uns sehr auf „nervenaufreibenden Horror“, wie die New York Times schreibt. Aber auch sonstwo ist man voll des Lobes:

„Bryan Bertinos formschönes Kino kreist immer um eine täuschend simple Grundsituation, unter deren Oberfläche eine abgründiger Kern vibriert. The Dark and the Wicked ist ein naturlichterer Rural-Gothic-Thriller in Eleganz und Perfektion, getragen von einem feinem Ensemble und mit sehr langem Schattenwurf.“ (SLASH Filmfestival)

„Relentless and brutal, The Dark and the Wicked builds a pervasive sense of dread that reaches almost unbearable peaks in its torment of the estranged, emotionally repressed family featured within.“ (JumpCut Online)

„There is possibly not a single scary moment here that will be new to horror fans, but Bertino directs with such technical flair that I yelped at most of them – and half-missed the others, eyes squeezed tight shut.“ (The Guardian)

„A relentless ride through the stages of grief and guilt.“ (Chicago Reader)

„Bertino is great with atmosphere. He gets that from his use of stark locations, negative space and shadows, editing rhythms, and effective use of score.“ (We Live Entertainment)

„Bertino bespielt geschickt die Klaviatur von Beunruhigung bis Verstörung bis Schrecken.“ (Harald Mühlbeyer, Kino-Zeit)

 

 

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Weird Xperience im März: TROUBLE EVERY DAY (2001/OmU)

Nach dem furiosen Ritt in die Zukunft ala Italia 1983, geht es im März ins Frankreich der Gegenwart zu etwas schwererem, aber nichtsdestotrotz ebenfalls sehr sehenswerten Stoff.

Am Sonntag, den 13. März zeigen wir um 19:00 Uhr im Cinema Ostertor das 2001 entstandene Horror-Drama TROUBLE EVERY DAY von Claire Denis mit Vincent Gallo und Béatrice Dalle. Rapid Eye Movies hat hier ein frisches 4K-Master angefertigt und ermöglicht dem Film ab dem 3. März – über 20 Jahre nach seiner Weltpremiere auf den Filmfestspielen in Cannes – einen bundesweiten Kinostart! Wir sind stolz darauf, dieses Meisterwerk als einziges Bremer Kino in vollem Glanz auf die Kinoleinwand zurückzubringen.

Shane Brown ist ein Wissenschaftler, der zusammen mit seiner frisch angetrauten Frau June, Paris, die Stadt der Liebe, besucht. Was sie allerdings nicht weiß ist, dass er dort auf der Suche nach dem verschollenen Kollegen Léo ist, der bei Experimenten in Afrika Wesen erschaffen hat, die bei der „Paarung“ ihren Partner töten und verspeisen. Auch Léos Frau Coré wurde ein Opfer dieser Experimente. Sie hat ihre Libido nicht unter Kontrolle und zieht des Nachts los, um ihre Triebe zu befriedigen. Léo ist dann stets auf der Suche nach ihr, um die Spuren zu verwischen und liebevoll zurück nach Hause zu bringen. Shane war ein Versuchsobjekt Léos, er kann die Folgen zwar mit Hilfe von Medikamenten kontrollieren, fürchtet sich aber davor, dass eines Tages auch June ein Opfer der Experimente und er der Mörder seiner Geliebten werden könnte.

Regisseurin Claire Denis drehte Ende der 1960er-Jahre erste Kurzfilme und arbeitete nach dem Studium bis 1987 als Regieassistentin, u. a. für Dušan Makavejev, Roberto Enrico, Costa-Gavras, Wim Wenders und Jim Jarmusch. Erst im Jahr 1988 drehte sie ihren ersten Langfilm „Chocolat – Verbotene Sehnsucht“, der autobiografisch inspiriert von einer Kindheit im Kamerun der 1950er-Jahre erzählt. Dieses Erstlingswerk wurde 1988 für die Goldene Palme und 1989 für den César nominiert. Seither hat Denis um die 30 teilweise preisgekrönte Kurz-, Dokumentar- und Kinofilme gedreht, die verschiedenen Genres angehören bzw. die Genregrenzen durchbrechen

Time Out Magazin schreibt über TROUBLE EVERY DAY: „Denis filmt diesen grausig-erotischen Totentanz in ihrem unverwechselbar verschleierten und elliptischen Stil. Die tiefsten Verbindungen zwischen den Charakteren entstehen aus einer Stille, die dem Dialog entgegengesetzt ist – Shane schaut einem Hotelmädchen hungrig in den Nacken, Coré lockt einen Nachbarsjungen leise in ihr zugenageltes Versteck – während einen die betäubende Atmosphäre, die in unbeschreiblicher Weise von den körnigen Bildern der Kamera von Agnès Godard und der benebelten Musik der Tindersticks unterstützt wird, betört..“

Wir zeigen den Film im französischen Original mit deutschen Untertiteln.

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Weird Xperience im Februar: FIREFLASH – DER TAG NACH DEM ENDE (1983/DF)

Vorab einmal vielen Dank für den tollen Zuspruch, den wir beim letzten Weird Xperience bekommen haben! Es freut uns sehr, dass doch trotz der Umstände recht viele Zuschauer gekommen sind, und dass der Film so gut ankam. Manchmal fühlt sich das Leben in diesen seltsamen Zeiten ja so ein wenig wie ein Endzeitfilm an. Dass das aber gar nichts schlimmes sein muss, weil man dabei zumindest verrückte Klamotten tragen und haarsträubende Abenteuer erleben kann, zeigen wir am 20. Februar, wieder um 19:00 Uhr im Cinema Ostertor. Das ist wieder eine Woche später als unser normaler Termin – diesmal liegt es aber an uns, denn am Sonntag davor sind wir noch beim tollen Mondo Bizarr Weekender in Düsseldorf, den wir allen Interessierten wärmstens ans Herz legen möchten.

Im Februar geht es in das Jahr 2019. Zumindest in ein 2019, wie man es sich 1983 in Italien vorgestellt hat. Der Film heißt im Original dann auch „2019 – Dopo la caduta di New York“ aka „2019: After the Fall of New York“ oder auf gut Deutsch: „Fireflash – Der Tag nach dem Ende“. Regie führt der Giallo-Spezialist Sergio Martino, der sich hier erstmals im Science-Fiction-Genre versucht. Und dies durchaus erfolgreich.

Fast zehn Jahre, nachdem ein Atomkrieg die Erde verwüstet hat, ist die überlebende Menschheit in zwei Gruppen verteilt. Die Euraker, die den Krieg damals verursacht hatten, halten New York besetzt. Sie führen genetische Experimente durch, um eine neue, gesunde Menschenrasse zu züchten. Doch die Rebellen heuern den Söldner Parsifal (in der deutschen Fassung heißt der gute Mann Flash) an, um die letzte noch fruchtbare Frau zu finden und zu retten. Dabei bekommt er es mit allerlei Freaks, humanoiden Gorillas, Menschen fressenden Ratten und anderen Unwägbarkeiten zu tun. Das ehemalige New York verwandelt sich in ein blutiges Schlachtfeld.

Sergio Martinos Film bietet viele Schauwerte und eine rasante Handlung, die nicht nur bei den Besten klaut, sondern auch ziemlich ungestüm zahlreiche Mythen und Märchen in den wilden Mix wirft. Alles musikalisch begleitet vom Kult-Duo Oliver Onions. Und mittendrin: Der „Man-Eater“ George Eastman höchstpersönlich als verliebter Affenmensch „Big Ape“.

„Fireflash – Der Tag nach dem Ende“ ist einer der Besten jener in Italien Anfang der 80er im Fahrtwasser von „Mad Max“, „Warriors“ und „Die Klapperschlange“ entstandenen Endzeitfilme. Neben den gestandenen Profis hinter der Kamera, stand auch ein klein wenig mehr Geld als sonst zur Verfügung, um ein apokalyptisches New York zu erschaffen.

 

Wir zeigen die deutsche Fassung, die mit der Creme de la creme der damaligen Synchronsprecher-Gilde.

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Weird Xperience im Januar: ZORN DER BESTIEN – JALLIKATTU (OmU)

Wir wünschen unseren Zuschauerinnen und Zuschauern ein Frohes Neues Jahr 2022. Wir hoffen, Ihr seid gut reingekommen, und dass wir uns im Gegensatz zu 2020 und 2021 wieder regelmäßig sehen können. Es wird ja schon von einem „Licht am Ende des Tunnels“ gesprochen, was uns zurückhaltend optimistisch ins neue Jahr blicken lässt.

Wichtiger Hinweis: Aufgrund einer anderer Veranstaltung im Cinema Ostertor, sind wir in diesem Monat erst am dritten Sonntag, also den 16. Januar und dann schon eine Stunde eher um 19:00 Uhr am Start.

Wir starten im Januar mit einem aktuellen Film aus Indien. Wer jetzt an einen überlangen Film mit viel Herz, Schmerz, Gesang und Tanz denkt, der liegt allerdings falsch. Zorn der Bestien – Jallikattu war Indiens Beitrag für den besten internationalen Film für die Oscarverleihung 2021 und Kritik, wie auch Publikum war schlichtweg begeistert. Ein Rating von 7,5 in der IMDb bei 7.560 Votes spricht Bände.

In einem Dorf in der indischen Provinz ist ein mächtiger Bulle gerade noch der Schlachtbank entkommen. Verstört läuft er Amok. Durch die regnerische Nacht und den tiefsten Dschungel. Unter den Einheimischen bricht Panik aus denn das Fleisch des Tieres war fest eingeplant. Jeder hätte seinen Teil bekommen sollen. Mit Waffen und Fackeln ausgerüstet machen sie sich auf die Jagd, bei der es schnell um mehr geht als das entlaufene Biest zu erlegen. Der Zorn steigt empor und jeder einzelne von ihnen will als der größte und stärkste Krieger des Landes gelten. Es zeigt sich einmal mehr, dass der Mensch nicht nur Jäger und Sammler ist sondern auch eine barbarische Bestie.

„Rauschhaftes, überforderndes Kino in Dauerbewegung.“ (Janick Nolting, Filmstarts.de)

„Wie ein Mix aus Mad Max: Fury Road und Der weiße Hai. Ein apokalyptischer Ritt durch die Hölle!“ (Bloody Disgusting)

„Unglaubliche Action. Eine der größten Entdeckungen des Jahres!“ (ScreenAnarchy)

„Gerade in der letzten halben Stunde des Films klingt immer wieder William Goldings „Herr der Fliegen“ an, eine Jagd, die sich zum primordialen Blutdurst aufschwingt oder besser: in ihn hinabstürzt. (…) In seiner permanenten Eskalation, durch die mal grimmigen, mal slapstickhaften Actionsequenzen ist „Jallikattu – Zorn der Bestien“ ungemein unterhaltsam.“ (Lucas Barwenczik, Filmdienst)

„In „Zorn der Bestien – Jallikattu“ entkommt ein Bulle seinem Schlachter und wird bald vom ganzen Dorf gejagt. Was sich ziemlich simpel anhört, ermöglicht bald den Blick auf eine kaputte Gesellschaft, in der die Zivilisation nur Fassade ist. Vor allem aber die kunstvolle Inszenierung, welche Bild, Ton und Musik zu einem faszinierend surrealen Rausch vereint, sorgt dafür, dass man diesen sonderbaren Alptraum nicht wieder vergisst.“ (Oliver Armknecht, film-rezensionen.de)

„(Man) droht (…) von der Opulenz und der vielschichtigen Erzählung, die schließlich im Wahnsinn mündet, erschlagen zu werden. Wer dem aufgeschlossen ist und nicht fälschlicherweise einen Tierhorrorfilm o.ä. erwartet, wird mit einem der schönsten, fesselndsten, aber auch fiesesten Filme der letzten Zeit belohnt.“ (Filmtoast)

Wir zeigen den Film in der Originalfassung (Malayalam) mit deutschen Untertiteln.

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Weird Xperience im Dezember: SEXUAL-TERROR DER ENTFESSELTEN VAMPIRE (1971)

Die dunkle Jahreszeit ist der perfekte Zeitpunkt um einen Film des großen Jean Rollin auf die große Leinwand zu bringen. Rollins Filme sind seltsame Gebilde, die man entweder liebt oder mit denen man so gar nichts anfangen kann. Bekannt wurde er mit seinen vier erotischen Vampirfilmen, die er zwischen 1968 und 1971 drehte. Für diese war eine traumgleiche Stimmung kennzeichnend. Schöne, halbnackte Mädchen in durchsichtigen Gewändern, die traumwandlerisch durch die Gegend streichen; Vampire, die plötzlichen aus Standuhren heraus treten; dazu eine lyrisch-poetische Stimmung und das alles endete dann oft an Rollins Lieblingsplatz, dem Strand von Pourville in der Normandie. Rollins Filme kann man schwer beschreiben, man muss sie erleben.

In Deutschland hatte er nicht immer Glück mit seinen Filmen. Zunächst wurden ihnen reißerische Titel gegeben. So heißt der Film, den wir am 12. Dezember um 20:00 Uhr im Cinema Ostertor zeigen im Original „Le frisson des vampires“. Also „Das Schaudern der Vampire“. Die teutonische Titelschmiede macht daraus: SEXUAL-TERROR DER ENTFESSELTEN VAMPIRE. Das ist natürlich hübsch markig, wird dem Film aber nicht gerecht. Da dies noch eine der harmloseren Entgleisungen bei der deutschen Namensgebung ist, ist es kein Wunder, dass einige seiner Werke hierzulande auf dem Index landeten.

Worum geht es? Isa und Antoine wollen während ihrer Flitterwochen Isas beiden Cousins besuchen, die in einem alten Schloss leben. Doch leider müssen sie erfahren, dass die Beiden just am Vortag verstorben sind. Trotzdem will das junge Paar eine Nacht im Schloss verbringen, welches von den Dienerinnen und der trauernden Isabelle bewohnt wird. Schon bald bemerkt das Paar, dass es im Schloss nicht mit rechten Dingen zugeht. Während Antoine dem auf den Grund gehen will, wird Isa in der Nacht von der Vampirin Isolde verführt.

Kai Naumann schreibt über diesen Film: „Rollins Beitrag spielt in einer eigenen traumartigen Welt, die am ehesten noch inhaltliche Berührungspunkte mit Sheridan LeFanus Literaturklassiker „Carmilla“ hat. Das narrative Element gerät zu Nebensache, und der Zuschauer kann sich ganz auf die formale Genialität des Regisseurs einlassen. Das Ergebnis ist ein Fest für die Sinne, und es wird deutlich, wie sehr „Le frisson des vampires“ spätere Klassiker des internationalen Films wie z.B. Dario Argentos „Suspiria“, Paul Schaders „Katzenmenschen“ oder Nicholas Winding Refns „Only God forgives“ inspiriert hat.“

Und Thomas Groh nennt Jean Rollin „den Meister des lyrisch-entrückten, subversiven Horrorfilms“. Seine besten Filme seien „rasend schöne Schmuckstücke eines Kinos, das sich dem Diktat von Plot und Plausibiliät nicht beugt, das die Nähe sucht zur dunklen Romantik, zu Surrealismus und der Ästhetik der Subkultur: Mitternachtsfilme, im wahrsten Sinne des Wortes.“

Man sieht also, eine Film von Jean Rollin ist etwas ganz besonderes. Daher sind wir froh, den „Sexual-Terror der entfesselten Vampire“ als unseren letzten Film in diesem Jahr auf Euch loszulassen. Um dem Film aber wirklich gerecht werden zu können, haben wir uns entschlossen ihn im französischen Original mit deutschen Untertiteln zu zeigen. Da wird aus dem Terror dann ein Schaudern.

Corona-Hinweis: Es gilt im Cinema Ostertor wie in allen Bremer Kinos die 2G-Regel. Also Zutritt nur für Geimpfte und Genesene. Ein zusätzlicher Test ist Stand Jetzt nicht von Nöten. Was aber aber natürlich niemanden der möchte davon abhalten soll, sich trotzdem vorher Zuhause kurz zu testen. Wir werden das auf jeden Fall tun.

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Weird Xperience beim 2. HyperHorrorHappening

Auf Facebook haben wir es ja schon gepostet, im Newsletter angekündigt und auch sonst ordentlich Werbung betrieben. Nur hier auf diese Seite fehlte bisher noch der Hinweis aus der 2. HyperHorrorHappening im City46, welches am kommenden Samstag, den 20. November stattfindet und bei dem wir Kooperations-Partner sind. Los geht es mit dem Kinderprogramm um 15:30 Uhr mit DER KLEINE VAMPIR von Uli Edel (der Film hat allerdings so gut wie nichts mit den gleichnamigen Kinderbuchreihe von Angelika Sommer-Bodenburg zu tun).

Weiter geht es dann „für die Erwachsenen“ um 17:30 Uhr mit dem Kultfilm VIDEODROME, den wir vor nahezu genau 7 Jahren schon mal im Programm hatten und an selber Stelle gezeigt haben. Danach folgt um 20:00 Uhr mit VICIOUS FUN, den wir ursprünglich für unsere Reihe angekündigt hatten, dann aber gegen „A Dark Song“ austauschten, damit er (hoffentlich gut besucht) bei HyperHorrorHapping laufen kann. Und beendet wird der Tag um 22:30 Uhr mit einem Mitternachtskino-Klassiker TETSUO – THE IRON MAN (den wir 2014 auch schon mal im Programm hatten – es ist am Samstag also fast so etwas wie eine Weird-Xperience-Retro).

Vor jedem Film gibt es unheimliche Kurzfilme mit Bremer Beteiligung. Die Regisseure werden auch anwesend sein und auf der Bühne Rede und Antwort stehen.

Wir von Weird Xperience werden in VIDEODROME einführen und zusammen mit den anderen Gastgebern den ganzen Abend vor Ort sein, um mit Euch in der eigens eingerichteten kleinen Getränke- und Snackbar zu klönen und fachsimpeln. Wir freuen uns schon wie Bolle und hoffen, Ihr schaut zahlreich vorbei. Als kleiner Anreiz: Es gibt eine Verlosung.

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