Weird Xperience im September: Doris Wishmans NUDE ON THE MOON (mit Gast)

Nude_on_the_moontZum Auftakt des zweiten Halbjahres zeigen wir am kommenden Donnerstag, den 25. September, um 20:30 Uhr einen ganz besonderen Leckerbissen des Sexploitation-Films: Doris Wishmans zweiten Spielfilm „Nude on the Moon“, der 1961 in die Kinos kam und umgehend im Staate New York verboten wurde. Die kuriose Begründung: Es sei zwar legal, Nacktheit in einem Nudistencamp zu zeigen – Nacktheit in einem Nudistencamp auf dem Mond ginge aber zu weit.

Trotzdem (oder gerade drum) wurde „Nude on the Moon“, der für ein paar Dollar in einem Freizeitpark in Miami gedreht wurde, ein großer Erfolg. Doris Wishman sollte danach noch weitere sechs „Nudisten“-Filme drehen, die so schöne Titel trugen wie „Blaze Starr Goes Nudist“, „Gentleman Prefer Nature Girls“ oder „Behind the Nudist Curtain“. Danach avancierte sie mit Werken wie „Bad Girls Go to Hell“, „The Amazing Transplant“ und vor allem „Deadly Weapons“ (deutscher Titel: „Teuflische Brüste“) und „Double Agent 73“ (beide mit Chesty Morgan) endgültig zur Grand Dame des amerikanischen Sexploitationkinos .

 

nude 3„Nude on the Moon“ handelt von den beiden Wissenschaftlern Professor Nichols und Dr. Jeff Huntley, die mit ihrer Rakete zum Mond fliegen, um dort eine erdähnliche Vegetation und Gold zu entdecken. Dummerweise ist der Mond von einer Kolonie telepathisch begabter Nudisten besiedelt, die unsere beiden Helden , umgehend gefangen nehmen und zu ihrer Königen bringen. Werden sie sich die Beiden aus den Klauen der Nudisten befreien können und zur Erde zurückkehren?

„The B-52s“-Sänger Fred Schneider, der auch mit Doris Wishman befreundet war, ist ein riesiger Fan dieses Films und benannte ein „The B-52s“-Best-Of-Doppelalbum nach „Nude on the Moon“.

nude on the moon 2Wir freuen uns sehr, nicht nur dieses bisher nie in Deutschland veröffentliche Juwel des frühen amerikanischen Sexploitation-Films zeigen zu können, sondern gleichzeitig auch einen kompetenten Gast zu präsentieren, der wie kein anderer in Deutschland die Botschaft des „anderen“ Films unter ein begeistertes Volk bringt: Christian Keßler. Christian wurde bekannt mit seinen Artikeln zum Exploitationkino, die er der legendären Zeitschrift „Splatting Image“ veröffentlichte und mit den zahlreichen Audiokommentare, die er für zahlreiche DVD-Veröffentlichungen eingesprochen hat. Ferner hat er Bücher über den italienschen Genrefilm, den Italo-Western und den amerikanischen Pornofilm der 70er Jahre geschrieben. Im Herbst erscheint sein neustes Buch „Wurmparade auf dem Zombiehof: Vierzig Gründe, den Trashfilm zu lieben“, in dem er auch so einiges über „Tante Doris“ Wishman zu erzählen hat.

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Einige Stimmen zum Film:

„Nude on the Moon is the perfect kinky cocktail. It takes a fifth of flesh, a splash of Angora sweater bitters, some rocket fuel, and just a hint of va-va-va-voom and creates a truly intoxicating interstellar highball. It may not unlock every secret of the universe, but it does explain why Darth Vader is doing all that heavy breathing.“ – Bill Gibron, DVD Verdict

Charming and bubble-headed, Nude on the Moon is a good-natured fantasy for bawdy kitsch lovers. – allmovie.com

[ Is it worth checking out? ] ^ Yes, only for the sheer absurdity of it all. – Film Threat

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=zZywl8PXXu4[/youtube]

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Weird Xperience ist aus der Sommerpause zurück!

Frohe Nachrichten!

Der Fortbestand unserer Reihe „Weird Xperience“ im Bremer Kommunalkino City 46 ist für das zweite Halbjahr gesichert.

Das „Weird Xperience“-Team hat auch bereits die Köpfe zusammengesteckt und den Fahrplan für die nächsten Monate ausgetüftelt. Und wir habe euch ein – wie wir einstimmig meinen – ein sehr hübsches Programm zusammengestellt.

Am 25. September geht es wieder los mit „Nude on the Moon„, einem frühen Nudie-Cutie-Klassiker der großen Dame des Sexploitation-Kinos: Doris Wishman. Und für den Start ins zweite Halbjahr haben wir Euch auch einen ganz besonderen Gast eingeladen: Der allseits bekannte und geschätzte Filmgelehrte Christian Keßler („Splatting Image“, „Die läufige Leinwand“ uvm.) wird Euch so einiges über die gute alte „Tante Doris“ erzählen. Auch bei unserem Film im Oktober, „Warum Hans Wagner den Sternenhimmel hasst„, werden wir einen Gast haben: Nämlich Lars Kokemüller, den Regisseur dieses ziemlich obskuren Filmes der Hamburger Filmgruppe „Radikal & Arrogant“. Weiter geht es mit David Cronenbergs Klassiker „Videodrome“ im November und zum Abschluss gibt es am 1. Weihnachtstag den wegweisenden Gruseler „Carnival of Souls„.

Wir freue uns bereits sehr auf Euch und hoffen, dass Euch unser deftiges Film-Buffet gut mundet.

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weird xperience im Juni: Davide Manulis THE LEGEND OF KASPAR HAUSER

Am Donnerstag, den 26. Juni , zeigen wir um 20:30 im City46:

THE LEGEND OF KASPAR HAUSER (2013)

c4c0b4af6eEin androgyner Mann wird an einen Mittelmeestrand gespült. Er trägt riesige Kopfhörer, eine Jogginghose und ein T-Shirt auf dem steht: Kaspar Hauser.

Der heroinabängige Sheriff liest ihn auf.  Kaspar versucht sich durch’s Leben auf dieser Insel zu schlagen, begleitet von lauter elektronischer Musik, schönen jungen Menschen und eben dem Sheriff und seinen Dealer. Dabei gerät er immer wieder in surreale Situationen.

Der italienische Regisseur und Drehbuchautor Davide Manuli führt uns in seinem Zweitwerk durch eine schwarz-weiße Welt, in der wir trotzdem Farben hören können. Ein unglaublich absurdes Werk. Die junge Silvia Calderoni gibt an der Seite des brillanten Vincent Gallos in der Doppelrolle des Dealers und des Sheriffs (siehe auch DAF: Der Sheriff) als Kaspar Hauser ein tolles Spielfilmdebut ab, und diesem ebenbürtig.

An den Kameraeinstellungen und den gestochenen Bildern erkennt man den experimentellen Hintergrund des ehemaligen Super8-Filmers Davide Manuli (u.a. „Mental Masturbation“). Die Musik stammt von den französischen Elektro-Star Vitalic (Pascal Arbez-Nicolas) und erschafft diese surreale Welt. Er veröffentlicht auf DJ Hells Label Gigolo Records, wie Kaspar Hauser beheimatet in Bayern.

tk von kino.de schrieb: „Avantgardistische Allegorie? Exzentrische Techno-Performance? Davide Manulis hauser3surrealer Experimentalfilm mit Vincent Gallo sprengt alle Kategorien.
Der schwarzweiße Bilderreigen einer ausgedörrten Inselkarstlandschaft nimmt sich wie ein Techno-Videoclip zu Alejandro Jodorowskys wüsten Filmdelirien aus, zu denen der aktuell angesagte französische Electro-Act Vitalic tanzbaren Rave zwischen Daft Punkt, Jean-Michel Jarre und 90er-Jahre-Techno beisteuert. Das seltsame Schauspiel exzentrischer Figuren kreiert eine einzigartige, wunderbare Atmosphäre, bei der dem staunenden Cineasten weitere Künstler wie Béla Tarr, Roy Andersson oder Jim Jarmusch in den Sinn kommen.“

Wir freuen uns, dass wir euch diesen Film als Bremen-Premiere zeigen können.

Regie: Davide Manuli, Drehbuch: Davide Manuli, Darsteller: Silvia Calderoni, Vincent Gallo, Elisa Sednaoui, CLaudia Gerini, Fabrizio Gifuni, Marco Lampis, Musik: Vitalic, Italien 2013, 95 Min, OmU

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=TcIhQdn6LEM[/youtube]

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Weird Xperience im Mai: Shin’ya Tsukamotos TETSUO – THE IRON MAN

Am Donnerstag, den 29. Mai um 20:30 Uhr zeigen wir:

 

TETSUO: THE IRON MAN (1989)

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Ein Metallfetischist implantiert sich selbst Industriemetall unter die Haut. Das Experiment geht leider schief und in der Wunde sammeln sich Maden, er schreit vor Schmerzen und läuft davon.

Ein anderer Mann wird von Alpträumen geplagt, in denen sich Menschen in Metallwesen verwandeln. Eines morgens schneidet er sich beim Rasieren und entdeckt Glänzendes unter seiner Haut. Auf dem Weg zu seiner Arbeit wird er von einer Frau angegriffen, deren Arme aus Industrieabfall bestehen. Innerhalb von Stunden verwandelt sich der Büroangestellte immer mehr zu einem Metallwesen und es kommt zu einem Show-Down mit dem Fetischisten.

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Der Film wechselt zwischen Real-, Wunsch- und Traumsequenzen, wobei die Unterscheidung nicht immer eindeutig ist. Er spielt mit unterdrückten Ängsten, versteckten Sehnsüchten und realen Zwängen.

Auf 16mm in schwarz/weiß gedreht kommt er fast ohne Dialoge aus, es läuft Industrial-Music von Chu Ishikawa, inspieriert von den Einstürzenden Neubauten und DAF. Ungewöhnlich für die Zeit ist die ständig sich bewegende Kamera.

Thematische Inspirationsquelle waren Cronenberg-Filme wie „Videodrome“ (Long live the new flesh, 1983) und „Die Fliege“ (1986). Doch die Ent-1980er waren wohl die interessanteste Zeit der künstlerischen Körperhorrorfilme, neben Cronenbergs Arbeiten wären da Buttgereits „Nekromantik“ (1987), Nekromantik 2 (1991) und Clive Barkers „Hellraiser“ (1987) zu nennen. Unter diesen ist Shin’ya Tsukamotos Film der wohl radikalste. 1992 und 2010 folgten zwei Fortsetzungen.

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Er gewann als bester Film den FantaFestival in Rom 1989 und den Audience Award beim Fantastic Film Festival in Schweden.

Als Vorfilm zeigen wir den früher entstandenen Futsu saizu no kaijin (The Phantom of regular size) der als Vorübung für Tetsuo verstanden werden könnte.

TETSUO – THE IRON MAN, Japan 1989, 67 Min, OmU

Regie: Shin’ya Tsukamoto, Darsteller: Tomorowo Taguchi, Kei Fujiwara, Nobu Kanaoka, Renji Ishibashi, Naomasa Musaka, Musik: Chu Ishikawa

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=s8mEPTH0VCY[/youtube]

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WEIRD XPERIENCE IM MAI AM FÜNFTEN, NICHT AM HEUTIGEN DONNERSTAG

Wir zeigen diesen Monat TETSUO, aber nicht heute, sondern nächsten Donnerstag, den 29. Mai. Später mehr dazu.
Ich freu‘ mich.

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Weird Xperience im April: Wenzel Storchs „Die Reise ins Glück“ mit Lesung

Im April begrüßen wir den Regisseur und Autor Wenzel Storch.

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„Die Reise ins Glück“ ist der dritte Teil der sogenannten Jürgen-Höhne-Trilogie. Doch keine Angst, man muß nicht Teil 1 und 2 kennen, da sich die Filme nicht inhaltlich aufeinander beziehen. Jürgen Höhne ist in allen drei Filmen der Hauptdarsteller und es sind seine einzigen Filme.

In „Die Reise ins Glück“ geht es um die Reisen Gustavs, Knuffis und Evas in ihrem Schneckenschiff zu unentdeckten Inseln und weit entfernten Schlössern. Auf diesen begegnen sie Ungeheuern, Schneemännern, Tyrannen und eine schwimmende Leinwand.

Mehr von der Handlung zu verraten hieße, euch jetzt schon den staunenden Mund zu schließen. Denn es ist unglaublich, was und wer in diesem Film alles so passiert. Es flimmert zwischen Märchen und Surrealismus, es ist schön und seltsam zugleich.

Allein die Ausstattung, die über Jahre liebevoll zusammengesammelt und -gebaut wurde, erinnert an tschechische Märchenfilme der 70er ebenso wie an Werke Jean-Pierre Jeunets und Terry Gilliams. Sie sind aber vor allem Teile des unverwechselbaren  Kosmos Wenzel Storchs.

StorchbunteranzugWenzel Storch, geboren 1961 in Braunschweig, drehte nicht viel neben den Filmen der Trilogie, „Der Glanz der Tage“ (1989), „Sommer der Liebe“ (1993) und eben „Die Reise ins Glück“ (2004). Durch den extrem niedrigen Produktionsetat dauerten die Dreh- und Produktionsarbeiten auch immer sehr lang, zur „Reise ins Glück“ ganze 12 Jahre. Die ehrenamtliche Arbeit der Schauspieler und die Hilfe von anderen Künstlern wie Max Raabe, Jörg Buttgereit oder Friedrich Schoenfelder sowie seine eigene Arbeit an Regie, Kamera, Drehbuch, Produzent und Verleiher machten diese Filme möglich. Trotz seinem weitestgehenden Verzicht auf professionelle Schauspieler („Selbst wenn mir zehn Heiner Lauterbachs zur Verfügung ständen, ich würde Jürgen Höhner nehmen.“ Storch in der ZEIT 04/2000) sind seine FIlme keine Amateurarbeiten, sondern fantasievoller Ausdruck eines Künstlers.

Desweiteren drehte er einen Videoclip für Bela B. („Altes Arschloch Liebe“) und schreibt Kolumnen für die Zeitschrift konkret. Diese sind gesammelt als „Der Bulldozer Gottes“ erschienen. Weitere Bücher sind „Das ist die Liebe der Prälaten und „Die Filme“, aus welchem er vor dem Film für uns lesen wird.

Wir freuen darauf, ihn begrüßen zu dürfen und mit ihm in seine Welt zu reisen.

reise-ins-glueck-anzugDas Geo schrieb: „Wenn es so etwas gibt wie Recycling durch Fantasie, dann hat Wenzel Storch das Patent darauf. Er nimmt Sperrmüll und Schrott, kreuzt es mit anderem Strandgut des Alltags und erweckt es zu neuem Leben. Das ist Wenzel Storchs Kunst: Er macht aus Mangel Märchen. Das kostet Zeit. Davon hat er eine Menge. Geld hat er keines. So entstehen seine Meisterwerke.“

Und die epd film formuliert: „Wenzel Storchs dritter Film ist sein größter, sein bester und sein versiertester, genau das Meisterwerk, auf das wir so lange gewartet haben. Es gibt eine spezielle Poetik des Lichts in den Storch-Filmen, die die Objekte lebendig macht. Man achte auch bei Gelegenheit auf die Rhythmik der Montage, Helldunkel-Wechsel oder Bewegungslinien. Ganz zu schweigen von Farbkompositionen, Raum-Installationen und Choreographie.  Man könne sogar von der mythischen Tiefenstruktur der scheinbaren Nonsenserzählung reden, die sich Bildelemente und Sprachpartikel in einem dreisten Piratenakt aneigne. Daraus entstehe die unkorrupteste Film-Sprache, derzeit.“

Besucht ihn hier: www.wenzelstorch.de und am Donnerstag, den 24.April 2014, um 20:30 im City46, Bremen.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=rV-R9lP2MoU[/youtube]

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Weird Xperience im März: “Blutgletscher”

„Weird Xperience“ startet mit österreichischen Mutanten-Horror in die neue Saison.

A1-Blutgletscher.inddRegisseur Marvin Kren sorgt bereits mit seinem Spielfilmdebüt für Aufsehen, als es ihm gelang dem alt ehrwürdigem ZDF Geld für einen waschechten Zombiefilm aus den Rippen zu leiern. „Rammbock“ lief dann nicht nur erfolgreich auf diversen Festivals, sondern erlebte auch seine TV-Premiere als „Kleines Fernsehspiel“.

Vom Berliner Hinterhof seines Debüts, führte ihn sein Weg für seinen Zeiten Spielfilm in die Alpen seiner Heimat Österreich. Wie weiland in John Carpenters „Das Ding aus einer anderen Welt“ muss sich hier eine Gruppe Menschen gegen den Terror aus dem Eis zur Wehr setzen.

Aus einem schmelzenden Gletscher in den Alpen tritt eine rote Flüssigkeit aus. Die Wissenschaftler der nahe gelegenen Klimaforschungsstation sind alarmiert. Schnell erweist sich das Gletscherblut als ganz besonderer Saft – Mikroorganismen, die ungeahnte genetische Veränderungen bei Tieren bewirken. Janek, der Techniker, muss sich und die Station gegen eine wachsende Fülle von Monstrositäten verteidigen: draußen lauern die biologischen, drinnen sind es menschliche.

 

GletscherblutErfreulicherweise setzt Marvin Kren bei seinen Monstern nicht nur auf CGI, sondern auch auf handgemachte Spezialeffekte, was das Herz der Fans sicherlich sehr erfreuen dürfte. Aber nicht nur auf Effekte wird Wert gelegt, sondern auch auf schauspielerische Leistungen, was mit dem Preis für den besten männlichen Hauptdarsteller, Gerhard Liebmann, beim Österreichischen Filmpreis 2014 – wo er sich u.a. gegen Schwergewicht Klaus Maria Brandauer durchsetzte – gewürdigt wurde.

Und endlich einmal wurde einer deutschsprachigen Genre-Produktion kein Pseudo-international klingender englischer Titel Titel gegeben, sondern ein knackiger Name, wie aus einem John-Sinclair-Roman: „Blutgletscher“.

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Negativ nennt den Film „einen blitzscharfer Splitter im somit stark ins Rumpeln gekommenen deutschsprachigen Förder-Kino“. Cineastic.de stellt fest: „Mit seiner erst zweiten Regiearbeit beweist Marvin Kren erneut welch Potential in ihm steckt, wenn man ihn nur einmal machen lässt.“ Harald Steinwender schreibt auf filmgazette: „Allein das imposante Alpensetting, die hervorragend kadrierten CinemaScope-Bilder von Kameramann Moritz Schultheiß und die überraschend guten Schauspieler heben Marvin Krens mit österreichischer Filmförderung entstandenen „Blutgletscher“ weit über den Durchschnitt des B-Films.Filmstarts.de findet: „[Marvin Kren und Drehbuchautor Benjamin Hesler] haben ein Stück Kino abgeliefert, das packend unterhält und gleichzeitig sehr selbstbewusst in eine genrehistorische Traditionslinie eingeordnet ist.

Und um mit den Worten von Sebastian Selig auf kino-zeit.de zu schließen: „Bitteres österreichisches Kino, wie es sehr viel schöner nicht geht und gleichzeitig auch noch ein verdammt spannender Monsterfilm mit richtig großen Kinobildern. BLUTGLETSCHER, du rockst.“

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Österreich 2013, Regie: Marvin Kren, mit Gerhard Liebmann, Edita Malovici, 96 Min.

Der Film läuft am Donnerstag, den 27.März. um 20:30 Uhr im Kommunalkino Bremen, City 46. Wie gewohnt mit einer Einführung durch Stefan & Marco vom Weird-Xperience-Team!

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=Vs77XEappHA[/youtube]

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Weird Xperience 2014

weird Xperience 2014_front„Weird Xperience“ ist zurück!

Nach einer kleinen Zwangspause meldet sich unsere Reihe „Weird Xperience“ im Bremer Kommunalkino City 46 im März wieder zurück.

Und dies mit neuen Kräften an Bord. Stefan und ich erhalten ab dieser Saison Unterstützung von dem Damen-Trio Janna, Tanja und Jihae. Dies schlägt sich einerseits in der Programmgestaltung nieder, andererseits auch in einem wundervollen Flyer, den Janna für uns gebastelt hat und den wir in den nächsten Wochen in Bremen streuen wollen.

Wer von Euch gerne etwas Werbung für unsere kleine, aber feine Reihe machen möchte, kann dies gerne tun, sich den Flyer hier runterladen und weiterverschicken. Wer den Flyer gerne physisch in seinem Bekanntenkreis verteilen möchte, möge bitte oben links auf „Kontakt“ gehen und uns eine kurze Email schicken, wir organisieren dann, dass ein Kontingent zur Verfügung steht.

Was ändert sich? Die größte Veränderung ist der Tag an dem „Weird Xperience“ gezeigt wird. Nachdem sich Freitag, 22:30 Uhr, und Sonntag, 18:00 Uhr, als beim Publikum als nicht besonders beliebt erwiesen hatten sind wir jetzt auf jeden vierten Donnerstag im Monat, 20:30 Uhr, gerutscht und hoffen, dass dieser Termin nun besser angenommen wird. Ferner bieten wir erstmals eine günstige Dauerkarte für alle vier „Weird Xperience“-Vorstellungen bis Juni an. Sonst ändert sich nicht so schrecklich viel. Es wird weiterhin vor jedem Film eine Einführung geben, die zunächst einmal Stefan und ich halten. Was aber nicht heißt, dass nicht auch mal eine unserer neuen Kolleginnen vorne auf der Bühne stehen wird.

In der 1. Hälfte der 2014er Saison ist jetzt leider kein Klassiker auf 35mm dabei, was aber nicht automatisch bedeutet, dass das kategorisch ausgeschlossen ist.

Über Programm wurde von Janna, Tanja, Jihae, Stefan und mir gemeinschaftlich abgestimmt. Für das 2. Halbjahr 2014 werden wir dann im Sommer entscheiden.

Das „Weird Xperience“-Programm auf einem Blick:

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Weird Xperience im Januar: “Horror Infernal”

horror_infernalMit ganz besonderem Stolz präsentieren wir am Sonntag, den 26. Januar um 18:00 Uhr auf 35mm ein Juwel des europäischen Genrekinos: Dario Argentos „Horror Infernal“.

Dario Argento gehört zu den ganz Großen des italienischen Horror- und Thrillerkinos und genießt eine fast kultische Verehrung. Zumindest für seine Film, die er in den 70ern und 80ern gedreht hat. Über seinen späteren Output wird in Fankreisen durchaus kontrovers diskutiert. Zu der Zeit als er „Horror Infernal“ drehte, hatte er den Höhepunkt seiner schöpferischen Kraft erreicht. Gerade hatte er mit „Profondo Rosso“ (aka „Deep Red“) den „Citizen Kane des Giallo“ gedreht und mit „Suspiria“ den Horrorfilm in bisher kaum gekannte, delirierenden Höhe gehoben. Mit „Horror Infernal“ setzte er dann seine Trilogie der drei Mütter, die er mit „Suspiria“ begann, fort.

inferno4Einst entwarf der Architekt Varell drei Häuser, die den drei Müttern Mater Suspiriorum, Mater Tenebrarum und Mater Lacrimarum als Tor zur Hölle dienen. Eines steht in Freiburg, eins in New York und das letzte in Rom. Die junge New Yorkerin Rose Elliot liest in einem alten Buch darüber und hegt den Verdacht, selber im Hause der Mater Tenebrarum – der Mutter der Finsternis – zu leben. Sie schreibt darüber ihrem Bruder Mark, der in Rom studiert, und macht sich auf die Suche nach Beweisen für ihre Theorie. Mark kehrt nach New York zurück, doch Rose ist verschwunden und jeder, den er nach dem Verbleiben seiner Schwester und dem Geheimnis des Hauses befragen, stirbt einen grausamen Tod…

inferno3Mit hypnotischen, surreal-psychedelischen Bildern verabschiedet sich Argento vom traditionellen Erzählkino und kreiert eine dichte Atmosphäre des Grauens. Das Böse lauert buchstäblich in allen Dingen, immer bereit zuzuschlagen und zu vernichten. Für sein Opus des Schreckens sicherte sich Argento der Hilfe seines großen Vorbildes und genialen Meisters des Horrorfilms, Mario Bava. Dieser half bei den Effekten und inszenierte die berühmte Szene im überschwemmten Keller des Hauses. Für den eindrucksvollen Soundtrack waren diesmal nicht Argentos Stammmusiker von der Band „Goblin“, sondern Keith Emerson zuständig. Emerson hatte 1970 die supergruppe „Emerson, Lake & Palmer“ gegründet, eine der populärsten und erfolgreichsten Progressive-Rock-Bands.

 

inferno2„Inferno ist ein Manifest des filmischen Antirealismus und eine perfekte Vorlage für das moderne Blockbusterkino, das allerdings bis heute nie auch nur halb so weit gegangen ist wie der Meister. Argento spielt mit offenen Karten – und gewinnt trotzdem mit Leichtigkeit.“ – Lukas Foerster, Dirty Laundry

„INFERNO ist nur noch Stimmung, reines Kino, das man nicht hermeneutisch entschlüsseln muss, um der dahinterliegenden “echten” Bedeutung auf den Grund zu gehen.“ – Oliver Nöding, Remember It For Later

Ein Gruselstück, das in Spannungsaufbau und Kameraführung Könnerschaft verrät, aber mit seinen Blut- und Mordorgien abstößt. –Katholischer Filmdienst

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[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=U4xiBW5gF5w [/youtube]

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Weird Xperience präsentiert: Das Phantastival Bremen (05.-08. Dezember)

Phantastival_CoverLetztes Jahr wurden Stefan und ich vom Kino gefragt, ob wir neben der „Weird Xperience“-Reihe, nicht auch Lust hätten, bei der Organisation eines Filmfestivals für Horror, Fantasy und Science Fiction mitzuarbeiten. Natürlich hatten wir und das letztjährige Phantastival hat uns eine Menge Freude bereitet. Gut, die Zuschauerzahlen hätten insgesamt etwas besser sein können, aber für einen ersten Versuch war das schon nicht schlecht, und Filme wie „Zombies From Outer Space“ und „The Whisperer in Darkness“ waren sehr gut besucht.

Umso mehr waren wir dann in diesem Jahr darüber erfreut , dass es auch 2013 ein Phantastival gibt, welches nun zwischen dem 05. und 08. Dezember stattfindet. Es ist sogar das 10., denn das erste Phantastival fand bereits 1991 statt, lag dann aber viele Jahre brach. Stefan und ich sind, wie gesagt, seit dem letzten Jahr dabei und werden auch vor jeder Vorstellung etwas über den Film erzählen und die Verlosungen leiten. Wir beißen auch nicht, d.h. wer mag kann uns gerne während des Festivals ansprechen, Fragen stellen, Kritik äußern oder auch z.B. Vorschläge für die „Weird Xperience“-Reihe machen.

Die Vorbereitungen laufen schon seit einigen Monaten und ich finde, wir haben ein ziemlich gutes Paket zusammengeschnürt. Wir konnten sogar die OFDb als Partner gewinnen, die mit einem Verkaufsstand anwesend sein wird und uns auch mit zahlreichen Gewinnen für Verlosungen ausgestattet hat. Herzlichen Dank dafür! Ebenfalls neu ist die „Phantastival-Lounge“ im ehemaligen Saal 3 des Citys, wo heute die Filmschule untergebracht ist. Wer mag, kann sich dort zwischen den Filmen zurückziehen, klönen, Musik hören oder unsere Trailershow ansehen.

Für den diesjährigen Vortrag konnten wir Georg Seeßlen nach Bremen holen, auf den ich mich persönlich sehr freue. Immerhin war eins der ersten Filmbücher, die ich mir als kleiner Junge von meinem sauer angesparten Taschengeld gekauft habe, sein „Mord im Kino“ über den Detektivfilm. Seitdem haben mich seine zahlreichen Veröffentlichungen und Essays durch mein ganzes Filmliebhaber-Leben begleitet. Außerdem haben wir eine waschechte Weltpremiere auf die wir ganz besonders stolz sind: Jörg Buttgereits neustes Werk „Kannibale und Liebe“. Ein Kurzfilmprogramm gibt es auch, wo es ordentlich was auf die Ohren gibt. Z.B. ein sehr gelungenes Video mit der Musik der Gruppe Sospetto und den tollen Kurzfilm „Liebe, Tod, Abendbrot“ der talentierten Hanna Seidl.

Wir würden uns freuen, viele Zuschauer beim Phantastival begrüßen zu können. Wer mag, kann gerne über Facebook oder andere soziale NetzwerkeWerbung für uns machen. Wir sind da über jede Hilfe dankbar. Es gibt auch eine Homepage (http://phantastival.city46.de/) und auf Facebook ist das Phantastival als Event (https://www.facebook.com/events/181393342066706/) eingetragen.

Hier das Programmheft (zum Vergrößern drauf klicken):

Phantastival_Programmheft Noch ein kurzer Hinweis zu „regulären“ Reih: Im Dezember wird es leider aufgrund des Phantastivals keinen eigenständigen „Weird Xperience“-Film geben. Der für Dezember vorgesehene „Horror Infernal“ von Dario Argento wird auf Januar verschoben.

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