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Weird Xperience im Februar: Christian Keßler – LIVE! – ENDSTATION GÄNSEHAUT

Wie bereits angekündigt, gibt es am 10. Februar bei Weird Xperience im Cinema Ostertor keinen Film, sondern:

CHRISTIAN KEßLER LIVE
ENDSTATION GÄNSEHAUT – EINE PERSÖNLICHE REISE DURCH DAS HORRORKINO
Lesung mit Filmauschnitten und anschließendem Buchverkauf

„Niemals zuvor hat sich das Genre des Horrorkinos einer solchen Beliebtheit erfreut wie heute! Eine wahre Sturzflut an neuen Veröffentlichungen macht dem Fan die Wahl schwer: Bekommt er einen Film zu sehen, den man auf gar keinen Fall verpassen darf, oder winkt eine solide Enttäuschung, ein ungeschlachter Schrat? Filmjournalist Christian Keßler befasst sich seit mehreren Jahrzehnten mit dem Reich der Geister, Vampire und all der anderen Schreckgestalten, die das Unterbewusste des Menschen zu ihrem Abenteuerspielplatz machen. In ENDSTATION GÄNSEHAUT taucht er tief in seine persönliche Geschichte ein und holt die Monster aus dem Sack. Dabei präsentiert er sowohl schillernde Helden wie auch rollige Quasimodos und vollzieht ihre Geschichte nach, von der Stummfilmzeit bis zum heutigen Tag. Das Ergebnis ist ein mit blutroter Tinte geschriebenes Lesebuch, das den Kindern den Nachtschlaf raubt und Erwachsene wieder zu Kindern werden lässt. Und wer nicht schlafen kann, muss lesen!“ (Martin Schmitz Verlag)

Christian Keßler dürfte jedem, der sich (speziell für das europäische) Exploitation-Kino interessiert, ein Begriff sein. Wir würden sogar so weit gehen zu behaupten, dass er mit seinen enthusiastischen und humorvollen Artikeln in der legendären „Splatting Image“ viele Leser erst dazu gebracht hat, sich mit diesem Sujet zu beschäftigen. So hat er geholfen die Saat für die zahlreichen Blogs und Foren zu legen, in denen sich heute lebhaft über den italienischen oder spanischen Genrefilm der 60er und 70er Jahre ausgetauscht wird. Und aus denen dann auch Filmveranstaltungen oder kleine Festivals für Freunde des unterschlagenen Filmes abseits des Mainstreams erwachsen sind. Wie beispielsweise des Legenden umrankte BUIO OMEGA in Gelsenkirchen, BIZARRE CINEMA und MONSTER MACHEN MOBIL in Hamburg, das BESONDERS WERTLOS in Kassel oder unser Reihe WEIRD XPERIENCE.

Wer schon einmal bei einer von Christian Keßlers Lesungen (wobei „Lesung“ es nicht richtig trifft, „Stand-Up-Performance mit Filmausschnitten“ trifft es eher) dabei war, wird bestätigen: Der „Filmgelehrte“ garantiert einen höchst vergnüglichen, interessanten, sowie horizonts- und bewusstseinserweiternden Abend. Das sollte man sich nicht entgehen lassen. Wir freuen uns jedenfalls schon wie Bolle auf den 10. Februar. Los geht es wie immer um 20:00 Uhr.

Weird Xperience im September: Doris Wishmans NUDE ON THE MOON (mit Gast)

Nude_on_the_moontZum Auftakt des zweiten Halbjahres zeigen wir am kommenden Donnerstag, den 25. September, um 20:30 Uhr einen ganz besonderen Leckerbissen des Sexploitation-Films: Doris Wishmans zweiten Spielfilm „Nude on the Moon“, der 1961 in die Kinos kam und umgehend im Staate New York verboten wurde. Die kuriose Begründung: Es sei zwar legal, Nacktheit in einem Nudistencamp zu zeigen – Nacktheit in einem Nudistencamp auf dem Mond ginge aber zu weit.

Trotzdem (oder gerade drum) wurde „Nude on the Moon“, der für ein paar Dollar in einem Freizeitpark in Miami gedreht wurde, ein großer Erfolg. Doris Wishman sollte danach noch weitere sechs „Nudisten“-Filme drehen, die so schöne Titel trugen wie „Blaze Starr Goes Nudist“, „Gentleman Prefer Nature Girls“ oder „Behind the Nudist Curtain“. Danach avancierte sie mit Werken wie „Bad Girls Go to Hell“, „The Amazing Transplant“ und vor allem „Deadly Weapons“ (deutscher Titel: „Teuflische Brüste“) und „Double Agent 73“ (beide mit Chesty Morgan) endgültig zur Grand Dame des amerikanischen Sexploitationkinos .

 

nude 3„Nude on the Moon“ handelt von den beiden Wissenschaftlern Professor Nichols und Dr. Jeff Huntley, die mit ihrer Rakete zum Mond fliegen, um dort eine erdähnliche Vegetation und Gold zu entdecken. Dummerweise ist der Mond von einer Kolonie telepathisch begabter Nudisten besiedelt, die unsere beiden Helden , umgehend gefangen nehmen und zu ihrer Königen bringen. Werden sie sich die Beiden aus den Klauen der Nudisten befreien können und zur Erde zurückkehren?

„The B-52s“-Sänger Fred Schneider, der auch mit Doris Wishman befreundet war, ist ein riesiger Fan dieses Films und benannte ein „The B-52s“-Best-Of-Doppelalbum nach „Nude on the Moon“.

nude on the moon 2Wir freuen uns sehr, nicht nur dieses bisher nie in Deutschland veröffentliche Juwel des frühen amerikanischen Sexploitation-Films zeigen zu können, sondern gleichzeitig auch einen kompetenten Gast zu präsentieren, der wie kein anderer in Deutschland die Botschaft des „anderen“ Films unter ein begeistertes Volk bringt: Christian Keßler. Christian wurde bekannt mit seinen Artikeln zum Exploitationkino, die er der legendären Zeitschrift „Splatting Image“ veröffentlichte und mit den zahlreichen Audiokommentare, die er für zahlreiche DVD-Veröffentlichungen eingesprochen hat. Ferner hat er Bücher über den italienschen Genrefilm, den Italo-Western und den amerikanischen Pornofilm der 70er Jahre geschrieben. Im Herbst erscheint sein neustes Buch „Wurmparade auf dem Zombiehof: Vierzig Gründe, den Trashfilm zu lieben“, in dem er auch so einiges über „Tante Doris“ Wishman zu erzählen hat.

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Einige Stimmen zum Film:

„Nude on the Moon is the perfect kinky cocktail. It takes a fifth of flesh, a splash of Angora sweater bitters, some rocket fuel, and just a hint of va-va-va-voom and creates a truly intoxicating interstellar highball. It may not unlock every secret of the universe, but it does explain why Darth Vader is doing all that heavy breathing.“ – Bill Gibron, DVD Verdict

Charming and bubble-headed, Nude on the Moon is a good-natured fantasy for bawdy kitsch lovers. – allmovie.com

[ Is it worth checking out? ] ^ Yes, only for the sheer absurdity of it all. – Film Threat

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