Weird Xperience im Oktober: THE EYES OF MY MOTHER

Bald ist es wieder soweit. Mit dem Horror-Thriller „The Eyes of My Mother“, den wir im Original mit deutschen Untertiteln zeigen, gehen wir am Sonntag, den 08. Oktober um 20:45 Uhr in die zweite Weird-Xperience-Runde im Cinema Ostertor.

Die kleine Francesca lebt mit ihrer Mutter und ihrem Vater auf einer Farm irgendwo im Nirgendwo, als eines nachmittags – der Vater ist gerade unterwegs – plötzlich ein Fremder vor dem Haus steht. Was an diesem Nachmittag passiert ist unfassbar grausam. Aber mit diesem Nachmittag fängt alles erst an…

Regie-Debütant Nicolas Pesce und sein Kameramann Zach Kuperstein besitzen einen hervorragenden Blick für Bilder und vor allem Ausstattung. Das zeitlose Haus in dem Francesca lebt, ist förmlich der zweite Hauptdarsteller in diesem Film. Angesiedelt ist das Geschehen irgendwo im amerikanischen Hinterland in einem diffusen, jedenfalls vor-digitalen Irgendwann. Mit der raumzeitlichen Unbestimmtheit korrespondiert das Schwarzweiß, in dem der Film gedreht wurde. Geredet wird nicht viel. Dem Sounddesign und der Musik kommen daher umso größere Bedeutungen zu. Pesce kennt sich gut aus mit den Mechanismen des Horrorgenres, mit denen er generelle Erwartungen bedient, während Details gegen den Strich gebürstet werden.

Mit „The Eyes of My Mother“ hat Nicolas Pesce auf dem Sundance Festival einen bemerkenswerten Erfolg feiern können. Kein Wunder, ist doch „The Eyes of My Mother“ einer amerikanischer Indie-Film par excellence. Pesce findet für seinen Film viele bemerkenswerte Bilder, die manchmal auch an guten J-Horror (den modernen japanischen Horrorfilm seit „Ring“) erinnert. Und er führt seine Geschichte zu einem konsequenten Ende. Gerade in den Momenten, in denen Pesce sich ganz auf seine umwerfende Hauptdarstellerin Kika Magalhães konzentriert und in ihre Gefühlswelt eintaucht, wird „The Eyes of My Mother“ ganz stark.

Roger-Ebert.com schreibt: „Ein Film, der verstört, dein Herz zum Rasen bringt, dich verwirrt und dich in deinen Träumen heimsuchen wird.“

Das Filmfest München meint: „Ein zärtlicher Alptraum. Ein filmisches Monster aus Melancholie, Mitleid und Massaker.“

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