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Weird Xperience im April: LAURIN

Nachdem Dr. West das Haus verlassen hat, freuen wir uns sehr für den 08. April einen der schönsten und besten deutschen Genrefilme aller Zeiten anzukündigen. Robert Sigls schwarz-romantisches Gruselmärchen LAURIN. Los geht es wie immer um 20:00 Uhr im Cinema Ostertor.

Im einer kleinen, norddeutschen Hafenstadt Anfang des 20. Jahrhunderts, verschwindet eines nachts ein kleiner Zigeunerjunge. Zur selben Zeit kommt Flora (Brigitte Karner), die Mutter der 9-jährigen Laurin (Dóra Szinetár), unter mysteriösen Umständen ums Leben. Einige Zeit vergeht, da kehrt der junge Van Rees (Károly Eperjes), der Sohn des tyrannischen Dorfpastors (Endre Kátay) in den Ort zurück und wird von seinem Vater zum neuen Lehrer des Ortes gemacht. Laurin lebt mittlerweile allein bei ihrer kränkelnden Großmutter (Hédi Temessy), denn der Vater ist schon lange wieder zur See gefahren. Laurin wird von Visionen gequält und verdächtigt den neuen Lehrer, mit den Ereignissen der schicksalsschweren Nacht in Verbindung zu stehen. Gemeinsam mit ihrem gleichaltrigen Freund Stefan (Barnabás Tóth), macht sie sich auf, einem furchtbaren Geheimnis auf die Spur zu kommen…

Robert Sigls dunkles Märchen „Laurin“ steckt voller stimmungsvollen Bildern, die oftmals an die Meisterschaft eines Mario Bava erinnern und seltsame Stimmung irgendwo zwischen tschechischem Märchenfilm und Ingmar Bergmann verbreiten. „Laurin“ ist der Film eines damals so jungen und hoffnungsvollen Regisseurs, der für „Laurin“ mit dem Bayrischen Filmpreis ausgezeichnet wurde. Leider blieb „Laurin“ das unerfülltes Versprechen auf eine große Karriere oder gar einer Wiedergeburt des deutschen Horrorfilms, da Robert Sigl nie wieder die Möglichkeit bekam, seine eigenen Stoffe zu verwirklichen. Mit „Laurin“ nimmt Sigl den Zuschauer für knapp ein und ein halb Stunden mit in eine schrecklich-schöne, dunkle, märchenhafte Welt.„Laurin“ existierte lange nur noch im Geflüster der cinephilen Gemeinde, verschwand aber nie aus der Erinnerung derer, die ihn gesehen haben. Und stetig wuchs eine kleine, aber feine Fangemeinde. Nun kehrt „Laurin“ auf die große Leinwand zurück, bereit von einer neuen Generation wiederentdeckt zu werden.

LAURIN
Deutschland/Ungarn 1989
Regie: Robert Sigl
Darsteller: Dóra Szinetár. Károly Eperjes, Endre Kátay, Hédi Temessy, Barnabás Tóth

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Weird Xperience im Oktober: “Sie tötete in Ekstase”

plakatAls herauskommt, dass Dr. Johnson heimlich genetische Experimente an menschlichen Embryonen durchführt, verliert er seine Approbation und wird von seinen Kollegen in den Selbstmord getrieben. Seine wunderschöne Ehefrau schwört, dafür grausame Rache an den Verantwortlichen zu nehmen. Einen nach den anderen verführt Mrs. Johnson, um ihre Opfer dann in der Liebesnacht kaltblütig zu ermorden.

 

Im April dieses Jahres verstarb der Regisseur des Filmes, Jess Franco, im Alter von 82 Jahren. Vom Feuilleton oftmals als Viel- und Schmuddelfilmer belacht, wird er doch von seinen Fans und Filmfreunden in aller Welt kultisch verehrt. Mittlerweile hat auch die Filmkritik Francos Stellenwert erkannt und so wurde er z.B. 2009 mit dem spanischen „Oscar“, dem Goya, für sein Lebenswerk ausgezeichnet. „Sie tötete in Ekstase“, den für soledad-miranda-L-ML2dADden legendären Filmproduzenten Artur Brauner drehte, gehört zu einer Reihe von Filmen, in denen seine damalige Muse, die betörend schöne Soledad Miranda (alias „Susann Korda“) die Hauptrolle spielte. Unterlegt ist das Ganze mit dem psychedelischen Ohrwurm-Beat des Dous Manfred Hübler und Sigi Schwalb. „Sie tötete in Ekstase“ ist Jess Franco at his best: Sex, Mord, Wahnsinn, Delirium.

D 1971, Regie: Jesús Franco, mit Soledad Miranda, Fred Williams, Paul Muller, Horst Tappert, Howard Vernon, Ewa Strömberg u.a.73 Min.

Wie immer freuen wir uns sehr darüber den Film als 35mm-Kopie für echtes Kino-Feeling zeigen zu können.

Der Film läuft am Sonntag, den 27.10. um 18:00 Uhr im Kommunalkino Bremen, City 46, mit einer Einführung durch das Weird-Xperience-Team!

Wer das verpasst, kann den Film auch noch einmal am Do., den 31.10. um 20:30 – dann allerdings ohne Drumherum – sehen.

 

Noch einige Links:

 

Deutsch:
http://hardsensations.com/2012/02/sie-totete-in-ekstase/
http://filmreviews.gemeinschaftsforum.com/sie-toetete-in-ekstase-1971/
http://somedirtylaundry.blogspot.de/2006/04/sie-ttete-in-extase-jess-franco-1971.html

Englisch:
http://www.cinesploitation.com/she-killed-in-ecstasy-1971/
http://www.eccentric-cinema.com/cult_movies/she_killed_in_ecstasy.htm
http://www.mondo-digital.com/jessfranco2.html

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