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Weird Xperience im Juni: DER PLANET SATURN LÄßT SCHÖN GRÜßEN (1977)

testWeird Xperience präsentiert am 10. Juni um 20 Uhr im Lagerhaus, Etage 3.
PLANET SATURN LÄßT SCHÖN GRÜßEN (1977)

Diesen Monat zeigen wir euch einen klassischen Kracher aus dem Hause American International Pictures.
Story: Drei Astronauten fliegen zum Saturn, werden aber starker radioaktiver Strahlung ausgesetzt. Anders als die Fantastischen Vier sind sie daraufhin nicht mit Superkräften gesegnet, sondern zwei sterben und einer, Steve West, kommt komatös und schwer verletzt zur Erde zurück. Er wird bandagiert, wacht irgendwann auf und stellt zu seinem Erschrecken fest, dass sich sein Fleisch auflöst. Unschön. Panisch zieht er von dannen und hinterlässt eine Spur Radioaktivität und Leichen hinter sich….
Exploitativ werden hier Themen der Zeit ausgenutzt, um einen blutigen Film an das Publikum zu bringen: Angst vor radioaktiver Strahlung, Zweifel an der Sinnhaftigkeit bemannter Raumflüge. Diese Ängste kulminieren in der Figur des „Incredible Melting Man“, wie er im original heißt. Oder, unter Liebhabern des Genres: Der Schmelzmann.
Die Low-Budget- / Autokino- Filmproduktionsfirma AIP gab hier William Sachs die Chance sein eigenes Drehbuch zu verfilmen. Dies tat er auf schnelle und geradlinige Weise mit einem Gefühl für skurrile Einfälle. Bei früheren Filmen aus dem Hause war das der Start zu einer Weltkarriere: Roger Corman, Peter Bogdanovich, Jack Nicholson und Peter Fonda machten hier ihre ersten Schritte. Bei William Sachs klappte das leider nicht; er begeisterte uns später nur noch mit dem schönen GALAXINA (1980), auch nach plsat5eigenem Buch.
Aber zwei andere Filmschaffende zeigen ihr Können in diesem Film, die beide später einen Oscar in ihr Regal stellten: Jonathan Baker ist hier als Schauspieler zu sehen, prämiert wird er später als Regisseur für „Das Schweigen der Lämmer“. Und für die sehr fiesen Masken ist Rick Baker zuständig, der insgesamt sieben Mal den kleinen goldenen Mann in Empfang nehmen durfte, u. a. für „American Werewolf“ und „Ed Wood“.
Der wunderschöne deutsche Kino-Verleihtitel erfuhr zur VHS-Zeit auch hübsche Umbenennungen: In der Videothek stand er auch unter den Titeln „Bluthitze“ und „Der Zombie aus dem Weltall“.
Wir hoffen, dass wir in diesem Sommer nicht selbst zerfließen, und freuen uns, mit euch diesen Schlocker anzusehen und damit unsere Sommerfestwochen (open air Kino, Kooperation mit Galerie OneTwoThree) einzuläuten.

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Weird Xperience im April: TURBO KID (2015)

Weird Xperience präsentiert am 8. April in der Etage 3 (20 Uhr Einlass):
TURBO KID (2015)

Turbo-Kid-001Wieder eine Bremen-Premiere!

Wir schreiben das Jahr 1997, die Apokalypse fand schon längst statt. „The Kid“ (Munro Chambers, nicht Charlie Chaplin) schlägt sich als Plünderer durch, ist Einzelgänger und vor allem Comicfan. Als ein geheimnisvolles Mädchen trifft, ist es vorbei mit seinem Einzelgängerleben. Er findet ein Superheldenkostüm und kämpft mit ihr an seiner Seite gegen den Wasteland-Diktator, der mit allen Mitteln die Macht über alles Wasser bekommen will.

Kommt einen bekannt vor? Ja, dies ist eine liebevolle Hommage an den 80er-Jahre- Endzeit-Film. Nicht nur in seiner Blockbuster-Ausführung a la MAD MAX, sondern auch und gerade an die Filme aus der zweiten Reihe, gerne aus Italien, die uns meist in Form der VHS-Kassette erreichten.turbo-kid-02

Das ist mit Hingabe und Detailreichtum gefilmt und inszeniert. Da wird auf alles geachtet: Inhalt, Musik, Ausstattung, Kamera. Und hat mit Michael Ironside einen kongenialen oberbösen Wüstenlord.

Wir freuen uns, euch diese wahnwitzige Splatter-Trash-Komödie zu zeigen. Oder, wie schrieb critic.de:

Wenn Nostalgie aufhört, nur Pastiche zu sein, und in purer Liebe aufgeht.“

R: François Simard, Anouk Whissell, Yoann-Karl Whissell, D: Munro Chambers, Laurence Leboeuf, Michael Ironside, Aaron Jeffery, Edwin Wright, Romano Orzari, Orphée Ladouceur, Steeve Léonard, Orphée Ladouceur, Yves Corbeil, Evan Manoukian, Anouk Whissell, François Simard, Tyler Hall, Martin Paquette, Pierre Sigouin, Yoann-Karl Whissell

Kanada, Neuseeland 2015, 92 Minuten

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PS: In eigener Sache, Einlass ist wie immer um 20 Uhr, nicht Beginn. Dann sollen sich erst alle mit Getränken versorgen, so sie wollen, und es gibt noch eine kurze Einführung.

Weird Xperience im März: DER BUNKER (2015)

Weird Xperience, 11. März 2016, Etage 3 Lagerhaus, 20 Uhr
DER BUNKER (D, 2015)
DER BUNKER - Info English 2015-finalBremen- Premiere in der Etage 3!
Der 8jährige Klaus wird von seinen Eltern zu Hause unterrichtet. Meist hält er sich in dem unterirdischen Bunker auf.
Ein junger Student mietet sich bei der Familie ein, um sich in Ruhe auf seine Abschlussarbeit vorzubereiten und wird von den Eltern als Hauslehrer eingespannt. Mehr kann man von der Handlung eigentlich nicht verraten, nicht nur, weil man dann zu viel spoilern würde, sondern auch weil es so unglaublich und unbeschreiblich ist. Das gesamte schwierige neurotische Beziehungsgeflecht purzelt durcheinander.
Das bizarre Meisterstück ist wie gemacht für unsere Reihe und hat auf vielen Festivals abgeräumt.
DER-BUNKER-Filmstill-02Regie führte Nikias Chryssos, der 2006 mit Hochhaus auf der Berlinale auf sich aufmerksam machte. Die vier Schauspieler (der gesamte Cast) sind alles erfahrene TV-Schauspieler. Einen Rollennamen hat nur Klaus.

Die taz formulierte so: „Einer der derzeit aufregendsten deutschen Filme … ein vorbildlich bizarres Meisterstück des sonderbaren Kinos. Gerade so als hätten Wenzel Storch und Helge Schneider gemeinsam mit David Lynch exzessiv am Kleber geschnüffelt und sich dabei „Ekel Alfred” in Endlosschleife reingepfiffen.“
Ähnlich spiegel.online: „Als ob David Lynch ein Drehbuch von Helge Schneider verfilmt hätte. Ein stilsicheres, düsterabsurdes Kammerspiel.“

Wir freuen uns sehr, dass wir diesen Film in Bremen zeigen können, und freuen uns auf euch!

Der Bunker, D 2016, R: Nikias Chryssos, D:Pit Bukowski, Daniel Fripan, Oona von Maydell, David Scheller, 85 min

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weird xperience im Februar 2016: WILD ZERO (1999)

Wild_Zero1Weird Xperience, 12. Februar 2016, Etage 3 Lagerhaus, 20 Uhr
WILD ZERO (J, 1999)
Zombies!! UFOs!!! Rock ‚n’ Roll!!!! Im Jahr 2000 machte sich ein Film auf, um dies alles stylish und mit viel Esprit zusammenzuführen. Klar, wir begeben uns hier nicht auf die Arthouse-Gleise, sondern waten knietief in einem Moder von 50er Jahre-SciFi, Ed Wood-Artigem und 70er Zombie-Schrecken, gepaart mit punkiger, harter Musik.
Nach einem Meteoriteneinschlag greifen Außerirdische an und verwandeln Menschen in Zombies. Ace bekommt davon nichts mit. Der Fan der Gruppe Guitar Wolf (Mitglieder: Bass Wolf, Drum Wolf, Guitar Wolf) macht sich auf, um ein Konzert dieser Band zu sehen. Unabsichtlich rettet er die Band vor einem schießwütigen Manager und bekommt von ihnen eine mächtige Trillerpfeife. Langsam erkennt er die Lage der Welt, rettet eine wunderschöne Person, in die er sich verliebt. Zusammen mit den drei Musikern ziehen die beiden los, um die Menschheit zu retten. Helden in Leder halt.
Der Regisseur beweist nicht nur Detailfreudigkeit und ein sicheres Gespür für Abseitiges und deren stimmungs- sowie humorvolles Potential, sondern er hat auch etwas zu erzählen. Einerseits in Szenen und von Charakteren, die einem in ihrer Unglaublichkeit staunend den Mund offen halten lassen, andererseits wird hier auch das schwierige Verhältnis von Japan zu Korea miterzählt. Und auch Transgender-Themen werden verhandelt. Bestes aufklärerisches Exploitationkino!

wild-zero-4„It has to be seen to be believed, as this Zen-Buddhist/Romero/Ramones road-movie blasts its way at full volume.“ Jason Corber, Film Scouts

„The sort of film that makes you want to down a bottle of vodka, throw your TV out of the window, set your house on fire, and pogo naked on the roof screaming, „ROCK AND ROLL!!!““ Ian Berryman, SFX Magazin

Ein lautes, schrilles, intelligentes Vergnügen, zu dem wir euch einladen wollen. ROCK ON!

WILD ZERO (J, 1999) R: Tetsuro Takeuchi, D: Masahi Endo, Kwancharu Shitichai, Ianmiya Makato, M: Guitar Wolf, 98 Min

 

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weird xperience im Januar 2016: FRANKENHOOKER

FRANKENHOOKER (1990)

Am 8. Januar, 20 Uhr ist es wieder soweit, Weird Xperience ist in der Etage 3. Und zeigt eine amerikanische Version des klassischen Frankenstein-Stoffs im Fun-Splatter-Style.frankenhooker-resurrection3

Der schüchterne Hobby-Chirurg John Franken verliert durch einen Unfall den einzigen Lichtblick in seinem Leben: Seine Verlobte Elizabeth. Nur ihren Kopf kann er retten. Die Lösung liegt nah, er lädt Prostituierte auf eine Party mit Versprechen auf Geld und prima Drogen. Die Drogen gibt es auch wirklich, doch lassen sie leider die anwesenden Frauen platzen. Aus den übriggebliebenen Teilen bastelt John sich einen Körper für seine Geliebte, doch die verhält sich anders als zuvor.

1990 war die Hochzeit des Fun-Splatters. Nachdem Mitte der 80er sich der todernste, immer härter werdende Splatter sich einerseits kaum noch frankenhhoker6selbst übertreffen konnte, andererseits im Mainstream („The Silence oft the Lambs“) angekommen war, versuchten ein paar Regisseure mit Humor und exploitativen Zugaben dem Genre neues Blut zu geben. Am bekanntesten sind hier wohl die Filme von Peter Jackson („Bad Taste“, „Meet the Feebles“, „Braindead“). Doch auch Frank Henenlotter schafft hier ein Exploit-Monster. Bekannt geworden durch seine bizarren Filme „Basket Case“ und „Brain Damage“ lässt er es bei „Frankenhooker“ richtig krachen. So verstand er sich auch nie als Horror-Filmer, sondern viel mehr als Exploitationsregisseur, da er mit diesen Mitteln seine Filme rauer und ein wenig gemeiner anlegen kann, um den Zuschauer anders zu reizen. Neben seinen Filmen kümmert er sich auf seinem eigenen Videolabel um unbekannte Roughies aus den Siebzigern.

In der Hauptrolle als moderner Doktor Frankenstein begeistert James Lorenz, der trotz seiner Ausstrahlung nie den großen Durchbruch schaffte, aber einige Filme durch seine Anwesenheit veredelte: STREET TRASH, LAST EXIT TO BROOKLYN, ROBOCOP 3, KING OF NEW YORK. Des Weiteren sehen wir in der zweiten Hauptrolle Patty Mullen, Penthouse Pet des Jahres 1988, die hier alles gibt, inklusive Fat Suit.

Wir freuen uns mit euch auf eine kleine Zeitreise in die unglaubliche Welt und Phantasien ins Jahr 1990. Deutscher Untertitel: „Verschraubt und vernagelt

USA 1990, R: Frank Henenlotter, D: James Lorinz, Joanne Ritchie, Patty Mullen, J. J. Clark, Carissa Channing, Shirl Bernheim, 81 Min.

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Weird Xperience im Dezember: „Der Tod weint rote Tränen“

The-Strange-Colour-of-Your-Bodys-TearsWir zeigen DER TOD WEINT ROTE TRÄNEN (2014) („Strange Colour of your Body’s Tears“) am Freitag, den 11.12. um 20:30 Uhr im Kulturzentrum Lagerhaus.

Zum Jahresende präsentieren wir euch eine Bremen Premiere: Den neuen Film der Neo-Giallo Experten Hélène Cattet und Bruno Forzani.

Story: Dan Kristensen kehrt nach einer Geschäftsreise in seine Jugendstilvilla nach Brüssel zurück. Doch seine Frau Edwige (!!!) ist verschwunden, die Tür von innen verriegelt. Dan begibt sich auf einem Trip durch das Haus, um nach Hinweisen über den Verbleib seines geliebten Wesen zu suchen. Und es wird wahrhaftig ein Trip…

Viel weniger eine Story als eine Exposition beschrieb ich hier, das Folgende muss man gesehen haben.

Hélène Cattet und Bruno Forzani drehten nach AMER (2009) einen weiteren Film, der sich auf europäisches Genre Kino der 60er und 70er bezieht, sich dort bedient, sich inspirieren lässt.

Wir folgen nicht nur Dan durch das Haus, sondern auch Spuren von Mario Bava, Dario Argento, Alejandro Jodorowsky, Lucio Fulci. Doch der Film ist viel mehr als eine Hommage an die alten großen Meister. Aus diesen Zutaten und neuartigen fremden Schnitten und Kamerafahrten baut der Film eine eigene einzigartige Welt, bei der die Realität ein ums andere Mal auf den Kopf gestellt wird. Und so ist es nicht ein Zitierfilm eines Eli Roth oder Quentin Tarantino (der übrigens Fan der beiden ist), sondern ein höchst eigenständiges Werk, der sich als Weirdo Acid Horror bezeichnen lassen könnte.strange2

Gedreht wurde übrigens auf 16mm und alle Effekte sind handgemacht, um die einzigartige Atmosphäre herzustellen. Das der Film aus Belgien kommt, überrascht nur auf den ersten Blick überrascht. Denn von dort kommen nicht nur gute und innovative Genrebeiträge neueren Datums (EX DRUMMER, MANN BEISST HUND, JCVD, KILL ME PLEASE,…) und erfrischende Komödien (ICH BIN TOT MACH WAS DRAUS), sondern auch der Regisseur Harry Kümel, der Anfang der 70er in seinem Heimatland zwei weirde Filme (BLUT AN DEN LIPPEN, MALPERTIUS) drehte, die ebenfalls einen Einfluss auf die Arbeit von Cattet und Forzani haben.

strange1Tim Lindemann von blairwitch.de schrieb: „Dies ist ein Film, den man schon deshalb nicht deutlich genug empfehlen kann, weil er so detailverliebt und mit echter Neugier die extremen Pole filmischer Bildmanipulation auslotet, ohne zu langweilen. Genre-Hommage, psychedelisches Kaleidoskop, kühnes Experiment  –  “The Strange Colour Of Your Body’s Tears” ist kein Film für jedermann und heutzutage gerade deswegen ein so seltenes Exemplar.“

Wir freuen uns darauf, diese Filmerfahrung mit euch zu teilen.

Regie und Buch: Hélène Cattet, Bruno Forzani, Darsteller: Klaus Tange, Ursula Bedena, Joe Koener, Hans de Munter, BirgitYew, Anna D’Annunzio, Jean-Michel Vovk

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Weird Xperience im Oktober: TRUE LOVE WAYS

true-love-ways-13Am 9. Oktober ist es wieder soweitIn der Etage 3, in der wir uns jetzt schon sauwohl fühlen, im Lagerhaus (Schildstr.12-19, 28203 Bremen) zeigen wir euch um 20 Uhr eine Bremen-Premiere:

TRUE LOVE WAYS (2015)

 

Da soll noch einmal einer behaupten, aus Deutschland kommen keine guten Genrefilme! Zur Not wird auch mal eben ein Schweizer, wie den Filmemacher Mathieu Seiler, importiert, um zu zeigen, dass auch hier genremäßig die Axt kreist.

Mit „True Love Ways“ hat Seiler einen Giallo-Slasher-Thriller-Hybrid mit Retro-Charme geschaffen, der u.a. auf dem Brussels International Fantastic Film Festival lief und dort für begeisterte Kritiken sorgte. So wurde der Film in einem Atemzug mit dem frühen Polanski genannt. Was nicht nur daran liegt, dass sich Seiler für Schwarz-Weiß als Stilmittel entschieden hat. Harald Mühlbeyer schreibt beispielsweise auf kino-zeit.de: „Der ganze Film hat einen eigenen Pulp-Charme, und das latent bis akut Trashige erscheint fast als bewusstes Stilmittel.“true-love-ways-07

„True Love Ways“ handelt von der jungen und selbstbewussten Séverine. Bevor sie für ein paar Tage Tage ans Meer fährt, trennt sie sich von ihrem Freund Tom. Der betrinkt dieser sich in einer Kneipe, wo er von einem Mann angesprochen wird, der eine Lösung für sein Problem anbietet. Séverine soll während ihrer Fahrt ans Meer überfallen und dann von Tom gerettet werden. So würde Tom seine Séverine zurückerobern. Doch der Plan gerät außer Kontrolle: Séverine entkommt ihren Entführern. Als sie in einer Villa im Wald Hilfe sucht, wird sie Zeugin eines brutalen Verbrechens und muss um ihr Leben kämpft…

Mathieu Seiler mischt in seinem Film Splatter und klassischen Backwood-Slasher mit einer traumgleichen, kunstvollen Atmosphäre. Seine Heldin wird von finsteren Gestalten durch labyrinthische Kellergewölbe gejagt, gerät an eine grausame Snuff-Video-Bande und wird immer tiefer in einen Strudel aus Mord und Vergewaltigung gezogen. Doch wie der Schweizer Filmkritiker Michael Sennhauser schreibt: „Severine mag die schmollende Prinzessin geben, das trotzige Kind oder auch die erschreckte oder wütende junge Frau: Wenn es dann zur Sache geht und blutig wird, handelt sie entschlossen und schnell und vor allem unzimperlich. Schliesslich ist auch der Alptraum noch immer ihr Traum, und sie hat ihn gesucht.

 

Regie: Mathieu Seiler, Darsteller:Anna Hausburg, David C. Bunners, Kai-Michael Müller, Spielzeit: 1h 45 min

 

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AKING NEWS XXX BREAKING NEWS XXX BREAKIN

Wenn ihr unverständlicherweise noch überlegen solltet, ob ihr am Samstag ins CITY 46 gehen wollt (Programm siehe unten), hier noch ein paar Argumente: Es gibt ein Tagesticket für alle vier Filme für 20 € (ermäßigt 15 €, Kino-Vereinsmitglieder 10€).
Es gibt vor jedem Film VORFILME aus dem Hause Drop Out. Und, die Bombe zum Schluß: es gibt GEWINNE GEWINNE GEWINNE! DVDs, Blu Rays! Na, jetzt überzeugt?

2015 Was passiert?

Liebe Freunde des Obskuren und Absonderlichen,
es ist 2015 und ihr habt noch nichts von uns gehört. Das liegt daran, dass im City46 das Programm aufgeräumt wurde und wir dort keinen festen Termin mehr haben. Aber ab und an wird dort noch etwas von uns zu sehen sein. Erwartet den Juni….
Ansonsten haben wir eine neue kleine Heimat gefunden, die Bremer werden es kennen: im Lagerhaus (Schildstr. 21)in der ETAGE 3 wurden wir freundlichst aufgenommen. Ab September dieses Jahres geht es dort weiter, wir haben uns schon mal auf vier Termine dort einquartiert. Dort werden wir dann Filme projizieren, es gibt einen Tresen und natürlich interessantes von uns. Das Filmprogramm wird weiterhin im bekannten Rahmen schimmern.
Weiteres erfahrt ihr natürlich hier, auf unserer facebook-Seite und auf der Lagerhaus-homepage.
Vielen Dank, dass ihr hier immer wieder hereinschaut. Ihr habt uns nicht vergessen, und wir euch auch nicht.

Als Appetitmacher und kleine Rückschau zwei unserer alten Trailer (bevor es neue gibt):

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Weird Xperience im Dezember 2014: CARNIVAL OF SOULS (1962)

Am 25. Dezember um 20:30 zeigen wir im City 46 den Low Budget Klassiker CARNIVAL OF SOULS, oder, auf Deutsch: TANZ DER TOTEN SEELEN.
Die junge Organistin Mary Henry überlebt wie durch ein Wunder einen Autounfall, bei dem jedoch zwei ihrer Freundinnen sterben. Sicarnival-of-souls-04-ge zieht nach Salt Lake City, um eine Stelle in der dortigen Kirche anzunehmen. Auf dem Weg dorthin macht sie an einem alten, verlassenen Rummelplatz halt, bei der ihr zum ersten Mal ein unheimlicher Mann, eine Mischung aus Geist und Untoten (gespielt vom Regisseur), begegnet.
Sie zieht in ein kleines Zimmer zur Untermiete, aber immer mehr Unheimliches geschieht in ihrer Umgebung, Gesichter von Untoten tauchen auf, manche Menschen scheinen sie nicht zu sehen, und der Rummelplatz zieht sie immer wieder magisch an.

Dieser erste und einzige Film des Regisseurs Herk Harvey kostete 33000 Dollar, davon 17 Dollar Strafe für die Beschädigung der Brücke in der Eingangsszene. Die Schauspielerr und Mitwirkenden hatten wenig Erfahrung, nur die Hauptdarstellerin Candace Hilligoss hatte eine Schauspielausbildung, wurde jedoch auch nur noch einmal in einem Film besetzt, in The Curse of the Living Corpse. Selbst der Komponist des hypnotischen Soundtracks Gene Moore wurde für keinen Langfilm mehr gebucht.

Der FilmCarnival Of Souls - Score - Inside - front floppte zu seiner Zeit an den Autokinos, entsprach er doch nicht den „Monster Feature“-Ansprüchen des jugendlichen Publikums. Aber im Laufe der Zeit und unermüdlichen Einsatzes in Programmkinos (wie eben auch unsres) fand er doch sein Publikum. Die unheimliche Atmosphäre, das Unerklärliche und das ewig Poetische durchdringen diesen Film.

Dieser Film hat viele Regisseure maßgeblich beeinflusst, George A. Romero, David Lynch und Claude Chabrol nennen ihn als Inspirationsquelle.

Lassen wir andere zu Wort kommen:
Elfriede Jelinek, Literaturnobelpreisträgerin schrieb einen wunderschönen Artikel, seht dort: http://204.200.212.100/ej/fgrusel.htm
Und der Kollege Ekkehard Knörer von der Filmzentrale schrieb: cos32„Carnival of Souls ist, so absurd das angesichts eines No-Budget-Movies klingt, ein perfekter Film. Er erreicht größtmögliche Effekte mit den einfachsten Mitteln, ohne dass diese je nur Mittel zu diesen Effekten wären. Der Mehrwert, der den Bildern das Entsetzen einjagt, ist ein Effekt des Verzichts auf die unmittelbare Verrechnung von Mitteln in Effekte. Kein Bild zielt nur auf den Schrecken, den es hat. Der Schock verliert sich in der Unerbittlichkeit, die in den Bildern steckt, von Anfang an.“

Carnival of Souls, USA 1962, Regie: Herk Harvey, mit Candace Hilligoss, Frances Feist, 81 Min, digital, OmU

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PS in eigener Sache: Das ist vorerst der letzte Film in der bewährten Weird Xperience Form, also kommt zahlreich zum Tschüß sagen und schreibt dem City 46, wie sehr es euch gefiel!