Autorenarchiv

ABSAGE

Absage, die nächste.
Tut uns leid, sehr kurzfristig: Es gab wieder mal eine Doppelbelegung des Veranstaltungsortes von der wir zufällig heute Morgen erfuhren. Nach stundenlangen Versuchen jemand zu erreichen und noch irgendwie das anders zu organisieren (im Anschluss oder wo anders im Lagerhaus) bekamen wir eine klare Absage von der Etage 3. Das ist schade und nicht wirklich nach zu vollziehen. Es betrifft diesmal nicht nur uns von Weird Xperience sondern ja auch die Organisatoren von UNKNOWN PLEASURE. Wir hatten uns schon mächtig auf das Zusammenspiel Jean Rollin und den Spooky Sounds gefreut.
Wie es im April weitergeht, werden wir euch hier berichten.
Im Mai geht es auf jeden Fall in die Schwankhalle, da zeigen wir um 21:30 am 12.05.17 einen Godzilla Film, KING KONG GEGEN GODZILLA, Monster Action der 70er aus Japan, in Zusammenarbeit mit A.r.G.da.Na.ni, in Rahmen dessen Jan van Hasselt ein Ton – Bild –Vortrag zum Thema halten wird.
Bleibt uns gewogen und wir sehen uns!
Absage, die nächste.
Tut uns leid, sehr kurzfristig: Es gab wieder mal eine Doppelbelegung des Veranstaltungsortes von der wir zufällig heute Morgen erfuhren. Nach stundenlangen Versuchen jemand zu erreichen und noch irgendwie das anders zu organisieren (im Anschluss oder wo anders im Lagerhaus) bekamen wir eine klare Absage von der Etage 3. Das ist schade und nicht wirklich nach zu vollziehen. Es betrifft diesmal nicht nur uns von Weird Xperience sondern ja auch die Organisatoren von UNKNOWN PLEASURE. Wir hatten uns schon mächtig auf das Zusammenspiel Jean Rollin und den Spooky Sounds gefreut.
Wie es im April weitergeht, werden wir euch hier berichten.
Im Mai geht es auf jeden Fall in die Schwankhalle, da zeigen wir um 21:30 am 12.05.17 einen Godzilla Film, KING KONG GEGEN GODZILLA, Monster Action der 70er aus Japan, in Zusammenarbeit mit A.r.G.da.Na.ni, in Rahmen dessen Jan van Hasselt ein Ton – Bild –Vortrag zum Thema halten wird.
Bleibt uns gewogen und wir sehen uns!

http://schwankhalle.de/spielplan/king-kong-gegen-godzilla-315.html

http://schwankhalle.de/spielplan/argdanani-van-hasselt-308.html

Weird Xperience im Dezember: Das Haus an der Friedhofsmauer

friedhof_bildEin Nebel legt sich über Bremen, von der Weser aus schiebt er sich über die Innenstadt, der Dom ist kaum noch zu sehen. Noch unheimlicher als das? Am 9. Dezember könnt ihr das unheimliche Haus an der Friedhofsmauer (Quella villa accanto al cimitero, 1981) sehen, um 20 Uhr (Einlass) in der Etage 3 des Kulturzentrum Lagerhaus.

Lucio Fulci schuf 1981 ein Monster des durchgeknallten Haus – Horror – Films und geht natürlich viel weiter als die amerikanischen Vorgänger wie Shining oder Amityville Horror.

Versuch einer Handlungsbeschreibung:Dr. Peterson ermordet seine Geliebte und sich selbst, was etwas mit seinen Experimenten zu tun hat. Sein Kollege, Dr. Norman (!) Boyle, möchte herausfinden, was Peterson dazu trieb, und zu diesem Zweck die Forschungen weitermachen. Dazu zieht er mit seiner Familie in ein Haus direkt neben einem Friedhof, das 100 Jahre vorher dem nicht gut beleumdeten Forscher Dr. Freudstein (!!!) gehörte. Normans Sohn Bob hat eine unsichtbare Freundin, die vor dem Haus warnt.

friedhofsmauer_schlitzAuch wir halten Dr. Boyles Plan eigentlich nicht für durchdacht, aber durch diese Ideen der Drehbuchautoren bekommen wir dieses herrliche Stück Horror. Denn Dr. Freudstein ist mitnichten tot, viel mehr benutzt er die Toten als eigenes Ersatzteillager, um im Keller eine Unsterblichkeit zu leben. Ob das so erstrebenswert ist?

Fulci lässt es krachen: In bester italienischer Tradition fügt er alten Gothic-Horror und amerikanische moderne Mythen zusammen, und garniert das mit furchtbaren Masken und viel viel Blut und Innereien. Es gelingt ihm kein artifizieller Höhenflug wie seinen Zeitgenossen Romero und Argento, doch entwickelte er seinen eigenen Stil. Er ist derber, direkter und in Sachen Explizität wohl ungeschlagen. Gut, die Logik wird an der Garderobe abgegeben, aber dafür sieht man keinen Fulci.friedhofsmauer_freudstein

Mit Sergio Salvati hat er einen ebenbürtigen Partner an der Kamera gefunden. Die Einstellungen, die Farben, die Perspektiven, wie die Szenen aufgelöst werden passt sehr gut zu Fulcis Stil und lässt ja auch andere gemeinsame Filme wie „Woodoo – Schreckensinsel der Zombies“, „Ein Zombie hing am Glockenseil“ und „Über dem Jenseits“ erstrahlen.

Um sich herum versammelte er eher eine unbekannte, aber sehr passende Schauspielerschar, die einzige mit weiteren bekannten Meriten ist Dagmar Lassander, die in vielen deutschen und italienischen Genre-Produktionen der 60er bis 80er die laszive Verführerin gab. Ihr habt sie bestimmt an der Seite von Bud Spencer in „Plattfuß in Afrika“ gesehen.

So freuen wir uns, dass dieses Werk seit 2014 nicht mehr indiziert ist und wir ihn euch in der dunklen Jahreszeit zeigen können. Einen noch dunkleren Film, der euch in die düstere Welt Lucio Fulcis führt, aus der es kaum ein Entkommen gibt…

Schattenlichter drückt es so aus: „Ein Schauer-Splatter-Märchen, das uns im besten Fall für 82 Minuten zu Traumwandlern werden lässt,…“ (Quelle: http://schatten-lichter.blogspot.de/2014/02/quella-villa-accanto-al-cimitero-1981.html)

Das Haus an der Friedhofsmauer, Regie: Lucio Fulci, Darsteller: Catriona MacColl, Paolo Malco, Ania Pieroni, Giovanni Frezza, Silvia Collatina, Dagmar Lassander, Giovanni De Nava, Daniela Doria, Giampaolo Saccarola, Carlo De Mejo, Kenneth A. Olsen, Teresa Rossi Passante, I 81 Minuten

Weird Xperience im September: LIQUID SKY

Am 9. September 2016 (Einlass 20 Uhr, Beginn circa 20:30) ist es wieder soweit: Weird Xperience präsentiert:

LIQUID SKY (1982)

ls4Wir befinden uns in der unheimlichen Welt New Yorks Anfang der 80er Jahre.
Drogen, Modells, New Wave und Sex bestimmen das Leben in Greenwich Village. Ein UFO landet auf dem Appartement des androgynen Modells Margaret. Infolge dessen sterben ihre häufig wechselnden Sexualpartner durch kristalline Pfeile, die sich durch die Köpfe bohren.
Der West-Berliner Forscher Johann beobachtet dies, er ist den Ausserirdischen schon länger auf der Spur. Seine Theorie: Sie ernähren sich von den Endorphinen, die sich bei Sex und Drogenkonsum freisetzen.
Margaret hingegen macht sich hingegen bewusst, dass sie immer nur eine Rolle war, sucht sich selbst und fängt an zu glauben, dass die UFO-Bewohner ihr helfen, sich zu erfahren und befreien. Irgendwann kommt es zum Zusammentreffen Johanns und Margarets…ls3
Ein wilder Mix der frühen Achtziger Themen: Sex, Drogen, Selbsterfahrung, Genderdefinition. Und das alles in der präzisen Ästhetik des New Wave. Kalte Neon Farben, grelle Einstellungen, Synthesizer Musik, die pluckert und blubbert. Eine androgyne Hauptdarstellerin, die auch ein männliches Model spielt. Und tatsächlich immer noch oder wieder aktuell. Ein Film wie aus einer Mischung aus Liquid Sky (damaliges Slangwort für Heroin) und Koks.
Geschrieben wurde der Film vom Regisseur Slava Tsukerman, seiner Frau und Mitproduzentin Nina V. Kerova und Hauptdarstellerin Anne Carlisle.
Anne Carlisle war zu der Zeit noch Kunststudentin, half aber auch den Film entstehen zu lassen. So wurde auch in ihrem Appartement, sozusagen an original Schauplatz, gedreht. Später wurde sie eine bekannte Performance Künstlerin, die auch Auftritte in Desperately Seeking Susan, Miami Vice und Crocodile Dundee hatte.
Slava Tsukerman war ein erfolgreicher TV-Dokumentarfilmer in Israel, bevor er nach New York ging. Leider drehte er danach nicht mehr viel, nach Deutschland kam keiner seiner späteren Filme. Er plant aber seit 2014 einen zweiten Teil mit Anne Carlisle.
Der Film bekam Preise auf unterschiedlichsten Filmfestivals weltweit, Montreal, Sidney, Manila, Brüssel und Cartagena, Kolumbien. Und wurde zu einem Underground-Klassiker.
Die zeitgenössische Kritik war auch begeistert:
„The funniest, craziest, most perversely beautiful, science-fiction movie ever made!“ schrieb zum Beispiel NY Magazine Kritiker Danny Denby. Dem ist nichts hinzuzufügen, außer:
Viel Spaß auf unserer Zeitreise!

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R: Slava Tsukerman, D: Anne Carlisle, Paula E. Sheppard, Jack Adalist, Elaine C. Grove, Otto von Wernherr, Stanley Knap, Susan Doukas, Bob Brady, M: Brenda I. Hutchinson, USA 1982, 112 Minuten

Weird Xperience im August: TOTALER SPERRBEZIRK

Am 12. August machen wir schon weiter, keine Sommerpause, um 20 Uhr (Einlass) sind wir wieder im Haus, im Lagerhaus, 3. Etage, und zeigen:

TOTALER SPERRBEZIRK (1980)
Originaltitel:
FORBIDDEN ZONE

fz2Wer kennt das nicht? Diese geheimnisvolle Tür im Keller, wo führt die eigentlich hin? Die im Keller der Hercules-Familie führt jedenfalls in die sechste Dimension, der „Forbidden Zone“. Tochter Frenchy muss da natürlich durch, der von seiner Familie genervte König verliebt sich in sie, so dass die Königin Fenchy in den Kerker werfen muss. Zum Glück sind Bruder Flash und der stumme Opa schon auf dem Weg, die Ereignisse nehmen ihren Lauf.
Was ein wilder Ritt:
Regisseur Richard Elfman gründete 1972 zusammen mit seinem Bruder Danny Elfman die Musiktheater-Gruppe The Mystical Knights Of Oingo Boingo. Danny wurde später für seine Soundtrackarbeiten für Tim Burton (von Pee Wee’s Abenteuer bis heute) und der Titelmelodie der Simpsons bekannt. 1979 verließ Richard die Band, um Filme zu drehen; Danny formte aus den Resten der Knights die New Wave Band Oingo Boingo, aber Richards Debutfilm bedient sich all der verrückten Elemente und des verrücktem Personals ihrer gemeinsamen Bühnenshows.
Filmisch gibt es hier allerhand Trashreferenzen: John Waters, Rocky Horror Picture Show, Ed Wood, die Animationen erinnern an Ralf Bakshi (Fritz The Cat), und ich bin sicher, Wenzel Storch hat da auch mal ein Blick draufgeworfen.fz1
Andererseits bedient sich die Story bei klassischem: Der Faust-Mythos, Orpheus in der Unterwelt, Alice im Wunderland, dreht sie durch den Wolf und lässt einen unglaublichen Cast darauf los: allen voran der bekannteste Kleinwüchsige Hollywood, Hervé Villechaize, bekannt als Schnickschnack aus „Der Mann mit dem goldenen Colt“, als geiler König; aus dem Warhol-Umfeld machten Viva und Susan Tyrell mit, Joe Spinell, ein vielbeschäftigter und gesichtsbekannter Nebendarsteller Hollywoods.
Die Musik ist natürlich großartig: Hier wird amerikanischer New Wave mit Wissen der Popmusik der 60er bis 80er geboten, DEVO ist eine Referenz, aber auch alter Jazz der 20er und 30er als Hommage an das Vaudeville-Theaters gibt sich sein Stelldichein , Danny Elfman hat so auch einen wunderschönen Auftritt als Satan, der „Minnie the Moocher“ trällert. Aber man hört auch schon Anklänge an seine späteren Soundtracks und sein Wissen um die Popmusik der 60er bis 80er.
Also: Folgt uns in den totalen Sperrbezirk, wer weiß, ob wir überhaupt wieder einen Weg herausfinden wollen.
R: Richard Elfman, D: Hervé Villechaize, Susan Tyrrell, Gisele Lindley, Jan Stuart Schwartz, Marie-Pascale Elfman, Virginia Rose, Ugh-Fudge Bwana, Phil Gordon, Hyman Diamond, Toshiro Boloney, Danny Elfman, Viva, Joe Spinell, The Kipper Kids, M: Danny Elfman, 74 min

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OTTO, or Up with Dead People

Weird Xperience woanders:
Galerie onetwothree, Steffensweg 123, 28217 Bremen
20:30 Uhr, Eintritt frei

OTTO, or Up with Dead People (CAN, GER 2008)

OttobenchOtto, ein frischer Zombie, macht das, was viele junge Leute aus aller Welt gerade machen. Auf nach Berlin: Günstig, aufregend und voll mit andere interessanten Leuten. Auf seinem Streifzug durch die Stadt trifft er die Filmemacherin Medea, die eine Dokumentation über ihn drehen will. Zusammen mit ihr taucht er in die wilde Nacht voller Sex, Musik und Zombies und entdeckt so nach und nach seine Vergangenheit.
Bruce LaBruce heißt der Regisseur dieses politischen pornographischen Zombie-Films. LaBruce war bis dahin bekannt für artifizielle und politische Gay-Pornos, der sich auch immer wieder an deutschen Themen abarbeitete und dabei feststellte, dass diese gar nicht so deutsch sind. Kontrovers die Szene z. B. in Skin Flick, in der ein Skinhead auf „Mein Kampf“ onaniert und seine Verarbeitung der R.A.F.-Geschichte in „The Rasperry Reich“.
In „OTTO“ entführt er uns in das vermeintlich freie nächtliche Berlin, in der gefickt, gebissen und philosophiert wird. In körnigen heftigen und poetischen Bildern. Ein außergewöhnlicher Reigen von Bildern einer außergewöhnlichen Geschichte. Zum Soundtrack steuerten Künstler wie Coco Rosie, Anthony and the Johnsons, Theotto-review-01 Homophones und Ernesto Tomasini Songs und Sounds bei.
Wir freuen uns, dass die Galerie onetwothree diesen Film in ihrer Reihe „Just Freitags“ mit uns zeigt, in Zusammenhang mit der Ausstellung der mexikanischen Künstlerin Rurru Mipanochia, die sich wie Bruce LaBruce in einem Kosmos der Lust und sexuellen Uneindeutigkeit bewegt.
R: Bruce LaBruce, D: Jey Crisfar, Marcel Schlutt, Nicholas Fox Ricciardi, Keith Boehm, Olivia Barth, Christophe Chemin, Katharina Klewinghaus, Gio Black Peter, 95 Minuten

 

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Weird Xperience im Juni: DER PLANET SATURN LÄßT SCHÖN GRÜßEN (1977)

testWeird Xperience präsentiert am 10. Juni um 20 Uhr im Lagerhaus, Etage 3.
PLANET SATURN LÄßT SCHÖN GRÜßEN (1977)

Diesen Monat zeigen wir euch einen klassischen Kracher aus dem Hause American International Pictures.
Story: Drei Astronauten fliegen zum Saturn, werden aber starker radioaktiver Strahlung ausgesetzt. Anders als die Fantastischen Vier sind sie daraufhin nicht mit Superkräften gesegnet, sondern zwei sterben und einer, Steve West, kommt komatös und schwer verletzt zur Erde zurück. Er wird bandagiert, wacht irgendwann auf und stellt zu seinem Erschrecken fest, dass sich sein Fleisch auflöst. Unschön. Panisch zieht er von dannen und hinterlässt eine Spur Radioaktivität und Leichen hinter sich….
Exploitativ werden hier Themen der Zeit ausgenutzt, um einen blutigen Film an das Publikum zu bringen: Angst vor radioaktiver Strahlung, Zweifel an der Sinnhaftigkeit bemannter Raumflüge. Diese Ängste kulminieren in der Figur des „Incredible Melting Man“, wie er im original heißt. Oder, unter Liebhabern des Genres: Der Schmelzmann.
Die Low-Budget- / Autokino- Filmproduktionsfirma AIP gab hier William Sachs die Chance sein eigenes Drehbuch zu verfilmen. Dies tat er auf schnelle und geradlinige Weise mit einem Gefühl für skurrile Einfälle. Bei früheren Filmen aus dem Hause war das der Start zu einer Weltkarriere: Roger Corman, Peter Bogdanovich, Jack Nicholson und Peter Fonda machten hier ihre ersten Schritte. Bei William Sachs klappte das leider nicht; er begeisterte uns später nur noch mit dem schönen GALAXINA (1980), auch nach plsat5eigenem Buch.
Aber zwei andere Filmschaffende zeigen ihr Können in diesem Film, die beide später einen Oscar in ihr Regal stellten: Jonathan Baker ist hier als Schauspieler zu sehen, prämiert wird er später als Regisseur für „Das Schweigen der Lämmer“. Und für die sehr fiesen Masken ist Rick Baker zuständig, der insgesamt sieben Mal den kleinen goldenen Mann in Empfang nehmen durfte, u. a. für „American Werewolf“ und „Ed Wood“.
Der wunderschöne deutsche Kino-Verleihtitel erfuhr zur VHS-Zeit auch hübsche Umbenennungen: In der Videothek stand er auch unter den Titeln „Bluthitze“ und „Der Zombie aus dem Weltall“.
Wir hoffen, dass wir in diesem Sommer nicht selbst zerfließen, und freuen uns, mit euch diesen Schlocker anzusehen und damit unsere Sommerfestwochen (open air Kino, Kooperation mit Galerie OneTwoThree) einzuläuten.

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Weird Xperience im April: TURBO KID (2015)

Weird Xperience präsentiert am 8. April in der Etage 3 (20 Uhr Einlass):
TURBO KID (2015)

Turbo-Kid-001Wieder eine Bremen-Premiere!

Wir schreiben das Jahr 1997, die Apokalypse fand schon längst statt. „The Kid“ (Munro Chambers, nicht Charlie Chaplin) schlägt sich als Plünderer durch, ist Einzelgänger und vor allem Comicfan. Als ein geheimnisvolles Mädchen trifft, ist es vorbei mit seinem Einzelgängerleben. Er findet ein Superheldenkostüm und kämpft mit ihr an seiner Seite gegen den Wasteland-Diktator, der mit allen Mitteln die Macht über alles Wasser bekommen will.

Kommt einen bekannt vor? Ja, dies ist eine liebevolle Hommage an den 80er-Jahre- Endzeit-Film. Nicht nur in seiner Blockbuster-Ausführung a la MAD MAX, sondern auch und gerade an die Filme aus der zweiten Reihe, gerne aus Italien, die uns meist in Form der VHS-Kassette erreichten.turbo-kid-02

Das ist mit Hingabe und Detailreichtum gefilmt und inszeniert. Da wird auf alles geachtet: Inhalt, Musik, Ausstattung, Kamera. Und hat mit Michael Ironside einen kongenialen oberbösen Wüstenlord.

Wir freuen uns, euch diese wahnwitzige Splatter-Trash-Komödie zu zeigen. Oder, wie schrieb critic.de:

Wenn Nostalgie aufhört, nur Pastiche zu sein, und in purer Liebe aufgeht.“

R: François Simard, Anouk Whissell, Yoann-Karl Whissell, D: Munro Chambers, Laurence Leboeuf, Michael Ironside, Aaron Jeffery, Edwin Wright, Romano Orzari, Orphée Ladouceur, Steeve Léonard, Orphée Ladouceur, Yves Corbeil, Evan Manoukian, Anouk Whissell, François Simard, Tyler Hall, Martin Paquette, Pierre Sigouin, Yoann-Karl Whissell

Kanada, Neuseeland 2015, 92 Minuten

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PS: In eigener Sache, Einlass ist wie immer um 20 Uhr, nicht Beginn. Dann sollen sich erst alle mit Getränken versorgen, so sie wollen, und es gibt noch eine kurze Einführung.

Weird Xperience im März: DER BUNKER (2015)

Weird Xperience, 11. März 2016, Etage 3 Lagerhaus, 20 Uhr
DER BUNKER (D, 2015)
DER BUNKER - Info English 2015-finalBremen- Premiere in der Etage 3!
Der 8jährige Klaus wird von seinen Eltern zu Hause unterrichtet. Meist hält er sich in dem unterirdischen Bunker auf.
Ein junger Student mietet sich bei der Familie ein, um sich in Ruhe auf seine Abschlussarbeit vorzubereiten und wird von den Eltern als Hauslehrer eingespannt. Mehr kann man von der Handlung eigentlich nicht verraten, nicht nur, weil man dann zu viel spoilern würde, sondern auch weil es so unglaublich und unbeschreiblich ist. Das gesamte schwierige neurotische Beziehungsgeflecht purzelt durcheinander.
Das bizarre Meisterstück ist wie gemacht für unsere Reihe und hat auf vielen Festivals abgeräumt.
DER-BUNKER-Filmstill-02Regie führte Nikias Chryssos, der 2006 mit Hochhaus auf der Berlinale auf sich aufmerksam machte. Die vier Schauspieler (der gesamte Cast) sind alles erfahrene TV-Schauspieler. Einen Rollennamen hat nur Klaus.

Die taz formulierte so: „Einer der derzeit aufregendsten deutschen Filme … ein vorbildlich bizarres Meisterstück des sonderbaren Kinos. Gerade so als hätten Wenzel Storch und Helge Schneider gemeinsam mit David Lynch exzessiv am Kleber geschnüffelt und sich dabei „Ekel Alfred” in Endlosschleife reingepfiffen.“
Ähnlich spiegel.online: „Als ob David Lynch ein Drehbuch von Helge Schneider verfilmt hätte. Ein stilsicheres, düsterabsurdes Kammerspiel.“

Wir freuen uns sehr, dass wir diesen Film in Bremen zeigen können, und freuen uns auf euch!

Der Bunker, D 2016, R: Nikias Chryssos, D:Pit Bukowski, Daniel Fripan, Oona von Maydell, David Scheller, 85 min

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weird xperience im Februar 2016: WILD ZERO (1999)

Wild_Zero1Weird Xperience, 12. Februar 2016, Etage 3 Lagerhaus, 20 Uhr
WILD ZERO (J, 1999)
Zombies!! UFOs!!! Rock ‚n’ Roll!!!! Im Jahr 2000 machte sich ein Film auf, um dies alles stylish und mit viel Esprit zusammenzuführen. Klar, wir begeben uns hier nicht auf die Arthouse-Gleise, sondern waten knietief in einem Moder von 50er Jahre-SciFi, Ed Wood-Artigem und 70er Zombie-Schrecken, gepaart mit punkiger, harter Musik.
Nach einem Meteoriteneinschlag greifen Außerirdische an und verwandeln Menschen in Zombies. Ace bekommt davon nichts mit. Der Fan der Gruppe Guitar Wolf (Mitglieder: Bass Wolf, Drum Wolf, Guitar Wolf) macht sich auf, um ein Konzert dieser Band zu sehen. Unabsichtlich rettet er die Band vor einem schießwütigen Manager und bekommt von ihnen eine mächtige Trillerpfeife. Langsam erkennt er die Lage der Welt, rettet eine wunderschöne Person, in die er sich verliebt. Zusammen mit den drei Musikern ziehen die beiden los, um die Menschheit zu retten. Helden in Leder halt.
Der Regisseur beweist nicht nur Detailfreudigkeit und ein sicheres Gespür für Abseitiges und deren stimmungs- sowie humorvolles Potential, sondern er hat auch etwas zu erzählen. Einerseits in Szenen und von Charakteren, die einem in ihrer Unglaublichkeit staunend den Mund offen halten lassen, andererseits wird hier auch das schwierige Verhältnis von Japan zu Korea miterzählt. Und auch Transgender-Themen werden verhandelt. Bestes aufklärerisches Exploitationkino!

wild-zero-4„It has to be seen to be believed, as this Zen-Buddhist/Romero/Ramones road-movie blasts its way at full volume.“ Jason Corber, Film Scouts

„The sort of film that makes you want to down a bottle of vodka, throw your TV out of the window, set your house on fire, and pogo naked on the roof screaming, „ROCK AND ROLL!!!““ Ian Berryman, SFX Magazin

Ein lautes, schrilles, intelligentes Vergnügen, zu dem wir euch einladen wollen. ROCK ON!

WILD ZERO (J, 1999) R: Tetsuro Takeuchi, D: Masahi Endo, Kwancharu Shitichai, Ianmiya Makato, M: Guitar Wolf, 98 Min

 

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weird xperience im Januar 2016: FRANKENHOOKER

FRANKENHOOKER (1990)

Am 8. Januar, 20 Uhr ist es wieder soweit, Weird Xperience ist in der Etage 3. Und zeigt eine amerikanische Version des klassischen Frankenstein-Stoffs im Fun-Splatter-Style.frankenhooker-resurrection3

Der schüchterne Hobby-Chirurg John Franken verliert durch einen Unfall den einzigen Lichtblick in seinem Leben: Seine Verlobte Elizabeth. Nur ihren Kopf kann er retten. Die Lösung liegt nah, er lädt Prostituierte auf eine Party mit Versprechen auf Geld und prima Drogen. Die Drogen gibt es auch wirklich, doch lassen sie leider die anwesenden Frauen platzen. Aus den übriggebliebenen Teilen bastelt John sich einen Körper für seine Geliebte, doch die verhält sich anders als zuvor.

1990 war die Hochzeit des Fun-Splatters. Nachdem Mitte der 80er sich der todernste, immer härter werdende Splatter sich einerseits kaum noch frankenhhoker6selbst übertreffen konnte, andererseits im Mainstream („The Silence oft the Lambs“) angekommen war, versuchten ein paar Regisseure mit Humor und exploitativen Zugaben dem Genre neues Blut zu geben. Am bekanntesten sind hier wohl die Filme von Peter Jackson („Bad Taste“, „Meet the Feebles“, „Braindead“). Doch auch Frank Henenlotter schafft hier ein Exploit-Monster. Bekannt geworden durch seine bizarren Filme „Basket Case“ und „Brain Damage“ lässt er es bei „Frankenhooker“ richtig krachen. So verstand er sich auch nie als Horror-Filmer, sondern viel mehr als Exploitationsregisseur, da er mit diesen Mitteln seine Filme rauer und ein wenig gemeiner anlegen kann, um den Zuschauer anders zu reizen. Neben seinen Filmen kümmert er sich auf seinem eigenen Videolabel um unbekannte Roughies aus den Siebzigern.

In der Hauptrolle als moderner Doktor Frankenstein begeistert James Lorenz, der trotz seiner Ausstrahlung nie den großen Durchbruch schaffte, aber einige Filme durch seine Anwesenheit veredelte: STREET TRASH, LAST EXIT TO BROOKLYN, ROBOCOP 3, KING OF NEW YORK. Des Weiteren sehen wir in der zweiten Hauptrolle Patty Mullen, Penthouse Pet des Jahres 1988, die hier alles gibt, inklusive Fat Suit.

Wir freuen uns mit euch auf eine kleine Zeitreise in die unglaubliche Welt und Phantasien ins Jahr 1990. Deutscher Untertitel: „Verschraubt und vernagelt

USA 1990, R: Frank Henenlotter, D: James Lorinz, Joanne Ritchie, Patty Mullen, J. J. Clark, Carissa Channing, Shirl Bernheim, 81 Min.

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