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Thilo Gosejohann zu Gast bei Weird Xperience

Es ist uns eine gewaltige Freude für unsere Weird-Xperience-Vorstellung am 18. Februar, erneut einen Gast ankündigen zu können. Der Regisseur, Co-Drehbuchautor, Co-Hauptdarsteller, Editor, Kameramann und Co-Produzent unseres Februar-Films „Operation Dance Sensation“ hat sich angekündigt. Thilo Gosejohann kommt nach Bremen und wird bei „Operation Dance Sensation“ anwesend sein. Und wer Thilo schon mal erlebt hat, der weiß, dass das nicht nur ein super sympathischer Kerl ist, sondern auch, dass der Abend sehr unterhaltsam werden dürfte. Wir sind auf jeden Fall sehr glücklich und freuen uns jetzt noch mehr auf die nächste Weird-Xperience-Vorstellung. Also nicht vergessen: Sonntag, den 18. Februar um 20:00 Uhr ins Cinema Ostertor kommen!

Weird Xperience im Februar: OPERATION DANCE SENSATION

Am Sonntag, den 18. Februar steht bei Weird Xperience ein für unsere Reihe doch recht ungewöhnlicher Film ins Haus. Wir zeigen das erste Mal seit „City Kill“ vor sechs Jahren wieder eine Komödie! Aber natürlich nicht irgendeine, sondern Thilo Gosejohanns Trash-as-trash-can-Wunderwerk OPERATION DANCE SENSATION! Kleines nutzloses Wissen am Rande: In besagtem „City Kill“ war Thilo in seiner Paraderolle als „Jackson“ auch dabei gewesen. Gezeigt wird der Film natürlich wieder im Cinema Ostertor. Los geht es wieder um 20:00 Uhr.

Fünf Jahre nach ihrem Spielfilm-Debüt „Captain Cosmotic“, der damals prompt bei VIVA2 ausgestrahlt wurde, drehten die Gosejohann-Brüder Thilo und Simon ihr Opus Magnus „Operation Dance Sensation“ für den sie u.a. Unterstützung von Bela B. und Anke Engelke bekamen. Teile des Soundtracks wurden von der Bielefelder Punkband ZZZ Hacker beigetragen. Herausgekommen ist eine extrem wilde und höchst unterhaltsame Mischung aus Action- und Tanzfilm, die „Operation Dance Sensation“ zum perfekte Party-Film macht! Und zum ultimative Beweis, dass man mit einem geringen Budget ganz wundervolle Filme machen kann. Auch wenn man aus Gütersloh-Niehorst kommt.

Jackson (Thilo Gosejohann) ist Amerikaner und kämpft heldenhaft in Vietnam an vorderster Front. Seine Widersacher aus der eigenen Truppe, ZORC (Oliver Piper) & ATLAS (Simon Gosejohann), verraten ihre Ideale und versuchen hinter den feindlichen Linien mit dem Gegner dubiose Waffengeschäfte abzuwickeln. Jacksons Versuch beide unschädlich zu machen scheitert zunächst. 20 Jahre später tauchen beide Schurken in Jacksons Heimatort auf und eröffnen scheinheilig eine Disco. Jackson, mittlerweile alleinerziehender Vater und arbeitsloser Kopfgeldjäger, misstraut den Ganoven von Anfang an. Er stürzt sich ins wilde Nachtleben um der Sache auf den Grund zu gehen. Plötzlich kommt er einem dämonischen Komplott auf die Schliche…

Hauptdarsteller Simon Gosejohann wurde zunächst als 2000 Moderator der Sendung „Zelluloid“ VIVA bekannt. 2002 und 2003 moderierte er außerdem „Film Ab“. Für diese beiden Sendungen erhielt er den Förderpreis des Deutschen Fernsehpreises. Zwischen 2002 und 2013 war er Protagonist der Pro7-Sendung „Comedystreet“. Dem breiten Publikum dürfte er besten für die ebenfalls bei Pro7 gelaufene Show „Elton vs. Simon“ im Gedächtnis geblieben sein. Sein älterer Bruder Thilo dreht schon seit 1990 unzählige Filme. Zunächst mit Freunden, später dann immer professioneller. Mit Simon war er für „Comedystreet“ als Regisseur tätig und drehte die Pro7-Serie „Alles in Ordnung – Mit dem Wahnsinn auf Streife“. Derzeit realisiert er die Einspieler bei der „heute show“, schreibt Hörspiele für den WDR (in denen auch „Jackson“ und „Atlas“ immer wieder auftauchen) und ist eine wichtige Stimme in der Szene deutscher Filmfreaks, die sich mit den ebenso wundervollen, wie obskuren Genrefilmen der letzten Jahrzehnte beschäftigt. Und von daher ist er ein idealer Repräsentant für „Weird Xperience“.

„In erster Linie ist OPERATION DANCE SENSATION aber ein Partyfilm. Simon Gosejohann ist zum Totlachen als tumber Muskelprotz Atlas, der die Ninjas verbraucht wie andere Leute Socken, und sich mit Jackson in einem Fort kindische Handgreiflichkeiten liefert (dieser auf Kindergartenniveau ausgetragene Streit, wer denn nun die bessere „Einheit“ im Krieg hatte, ist alles). Schöne Ideen wie die mit dem Kindergeburtstag, bei dem sich die Kerle bei einem Kinderspiel in die Wolle kriegen, der absurde Showdown, bei dem überdimensionierte Waffen auf Stützrädern herumgekarrt werden, und die schnoddrigen Dialoge in schönster westfälischer Diktion sorgen dafür, dass der Film auch nach über zehn Jahren nichts von seinem Charme eingebüßt hat.“ – Oliver Nöding, Remember It For Later

Und hier noch ein wichtige Lektion fürs Leben:

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Weird Xperience im Dezember: DARK CIRCUS (mit Gast Julia Ostertag!)

Nach langer Zeit dürfen wir im Rahmen unserer Reihe Weird Xperience endlich wieder einen Gast begrüßen. Die großartige Julia Ostertag (bekannt u.a. durch ihren Film “Noise & Resistance”) wird da sein und ihr neues Werk DARK CIRCUS vorstellen. Eine mit minimalem Budget und größtem Aufwand und Liebe zum Detail gedrehte „Alice im Wunderland“-Geschichte: Undergroundfilm trifft auf erotischen Okkulthorror. Kritiker beschreiben Julia Ostertags Film als „einen dunklen Weg voller Latex, Blut und Lust“.

Der Film lief bereits auf Festivals in den Niederlanden, Frankreich, Mexico, dem Filmfest Braunschweig und dem Pornfilmfest Berlin und wurde in Brasilien mit mehreren Preisen ausgezeichnet.

Regisseurin Julia Ostertag sagt über die Entstehung des Films: „Ich bin beeinflusst vom magischen Kino des Alejandro Jodorowsky, sowie Kenneth Anger, Okkulthorror der 70er und dem Cinema of Transgression. Diese Einflüsse habe ich in dreijähriger Produktionszeit mit einem beeindruckenden Cast aus Performance-KünstlerInnen, SchauspielerInnen und StatistInnen aus der Berliner Fetisch- und Subkultur zu einem visuellen Trip umgesetzt.“

Johanna langweilt sich ziellos und uninspiriert inmitten des Berliner Großstadtlebens. Als sie ihren Job in einem Friseursalon verliert, beginnt sie von Tagträumen und Visionen ereilt zu werden. Sie folgt dem mysteriösen Ruf in eine Parallelwelt, in der sie in die Zirkel einer Gothic-Fetisch-Clique und zugleich in die magischen Fänge der „Mistress“ gerät.

Dark Circus ist die Geschichte einer Transformation, eine sinnliche Reise in die Abgründe des Unbewussten.

Der Soundtrack zum Film stammt von der Dark Ambient Ritual Band „Vortex“ des bekannten Filmwissenschaftlers Marcus Stiglegger.

Mehr Infos zum Film findet ihr hier: www.darkcircus.net

Wir zeigen DARK CIRCUS am Sonntag, den 10. Dezember um 20:45 Uhr wie gewohnt im Cinema Ostertor.

Die Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin des Filmes Julia Ostertag wird unser Gast sein und vor und nach dem Film für Fragen zur Verfügung stehen.

Wir freuen uns schon sehr darauf!

Unser Gast: Julia Ostertag

 

Weird Xperience im Oktober: THE EYES OF MY MOTHER

Bald ist es wieder soweit. Mit dem Horror-Thriller „The Eyes of My Mother“, den wir im Original mit deutschen Untertiteln zeigen, gehen wir am Sonntag, den 08. Oktober um 20:45 Uhr in die zweite Weird-Xperience-Runde im Cinema Ostertor.

Die kleine Francesca lebt mit ihrer Mutter und ihrem Vater auf einer Farm irgendwo im Nirgendwo, als eines nachmittags – der Vater ist gerade unterwegs – plötzlich ein Fremder vor dem Haus steht. Was an diesem Nachmittag passiert ist unfassbar grausam. Aber mit diesem Nachmittag fängt alles erst an…

Regie-Debütant Nicolas Pesce und sein Kameramann Zach Kuperstein besitzen einen hervorragenden Blick für Bilder und vor allem Ausstattung. Das zeitlose Haus in dem Francesca lebt, ist förmlich der zweite Hauptdarsteller in diesem Film. Angesiedelt ist das Geschehen irgendwo im amerikanischen Hinterland in einem diffusen, jedenfalls vor-digitalen Irgendwann. Mit der raumzeitlichen Unbestimmtheit korrespondiert das Schwarzweiß, in dem der Film gedreht wurde. Geredet wird nicht viel. Dem Sounddesign und der Musik kommen daher umso größere Bedeutungen zu. Pesce kennt sich gut aus mit den Mechanismen des Horrorgenres, mit denen er generelle Erwartungen bedient, während Details gegen den Strich gebürstet werden.

Mit „The Eyes of My Mother“ hat Nicolas Pesce auf dem Sundance Festival einen bemerkenswerten Erfolg feiern können. Kein Wunder, ist doch „The Eyes of My Mother“ einer amerikanischer Indie-Film par excellence. Pesce findet für seinen Film viele bemerkenswerte Bilder, die manchmal auch an guten J-Horror (den modernen japanischen Horrorfilm seit „Ring“) erinnert. Und er führt seine Geschichte zu einem konsequenten Ende. Gerade in den Momenten, in denen Pesce sich ganz auf seine umwerfende Hauptdarstellerin Kika Magalhães konzentriert und in ihre Gefühlswelt eintaucht, wird „The Eyes of My Mother“ ganz stark.

Roger-Ebert.com schreibt: „Ein Film, der verstört, dein Herz zum Rasen bringt, dich verwirrt und dich in deinen Träumen heimsuchen wird.“

Das Filmfest München meint: „Ein zärtlicher Alptraum. Ein filmisches Monster aus Melancholie, Mitleid und Massaker.“

Am Sonntag, den 10. September geht es weiter!

Jetzt ist alles in trockenen Tüchern und wir können schon mal voller Vorfreude ankündigen, dass die nächste WEIRD XPERIENCE-Vorstellung am Sonntag, den 10. September um 20:45 Uhr im altehrwürdigen Cinema Ostertor stattfinden wird.

Das Filmprogramm bis Dezember steht auch schon, aber da wollen wir Euch noch ein  wenig auf die Folter spannen. Wer aber beim Open-Air-Kino dabei war und unser Ankündigungsbild gesehen hat, der wird schon ahnen können, wohin die Reise im September führen wird.

Demnächst gibt es hier dann weitere Infos!

OPEN AIR NOCH MAL VERSCHOBEN. SONNTAG 2. JULI 15 UHR

Tja, wenn ihr aus dem Fenster seht und auf einschlägige Wetter-Apps, sieht es auch heute sehr, sehr schlecht aus. Es regnet sich ein und regnet und regnet. Sehr ärgerlich. Nun, wir wollen einmal auf einen schöneren Juli hoffen. Und zwar auf den 2. Juli, nächsten Sonntag. Da da aber um 20 Uhr Fussball gespielt wird, machen wir dann eine Nachmittags-Session um 15 Uhr mit „Frankensteins Todesrennen“ und „Die Gewalt bin ich“. Bleibt uns gewogen!

Open Air wegen Regen auf Mittwoch verschoben

Wenn ihr aus dem Fenster schaut könnt ihr es Euch sicherlich schon denken. Der ekelig Nieselregen lädt nicht wirklich zum Open Air Kino gucken ein. Darum haben wir die für heute geplante Vorstellung auf Mittwoch (28.6.) verschoben. Selber Ort, selber Uhrzeit.

 

Weird Xperience Open-Air – Teil 2: „Frankensteins Todesrennen“/“Die Gewalt bin ich“-Double-Feature am 25. Juni

Schlag auf Schlag geht es für Weird Xperience im Juni. Gerade haben wir uns noch von Godzillas Kampf gegen MechaGodzilla und dem Sternenduell rund um Stella Star erholt – da steht schon das nächste Großereignis ins Haus. Am Sonntag, den 25. Juni ab 20:00 Uhr heißt es beim Open-Air-Kino am Schlachthof ACTION!

Zuerst zeigen wir „Frankensteins Todesrennen“ von 1975 aus der Roger-Corman-Schmiede. In den faschistoiden USA der damaligen Zukunft wird die Masse mit einem gewaltverherrlichenden TV-Programm ruhig gehalten. Höhepunkt ist das „Death Race 2000“ (so auch der Originaltitel). An den Lenkern: David Carradine (bekannt aus der TV-Serie „Kung Fu“ und natürlich „Kill Bill“) und ein junger Sylvester Stallone vor seinem Durchbruch mit „Rocky“. Sly darf hier den bösen Wicht Machine Gun Joe Viterbo spielen, der förmlich über Leichen fährt, denn für das Töten von Passanten gibt es bei diesem Todesrennen schließlich Bonuspunkte, die von Geschlecht und Alter der Opfer abhängig sind. Der gefeierte Fahrer Frankenstein (Carradine) gilt als Mann der Regierung und ahnt nicht, dass seine Copilotin Annie Mitglied einer Widerstandsbewegung ist, die ihm nach dem Leben trachtet. Frankenstein ist jedoch keine Marionette des Systems und verfolgt eigene Pläne.

Trashfilm-Pionier und Kultfigur Paul Bartels (immerhin Jurymitglied der Berlinale im Jahr 1979) führte bei diese actionreichen Polit-Satire Regie. Produziert wurde sie von der Legende Roger Corman, der sich damit an den Erfolg von „Rollerball“ heften wollte. 2008 folgte ein erstes Remake mit Jason Statham in der Carradine-Rolle, welches noch zwei Direct-to-video-Sequels bekam. Eine offizielle Fortsetzung produzierte Roger Corman letztes Jahr unter dem Titel „Death Race 2050“ dann selber. Der Film kam Anfang des Jahres in den USA veröffentlicht. Seine Spuren hinterließ „Frankensteins Todesrennen“ seit Anfang der 80er Jahre auch in zahlreichen Computerspielen, dies ich von dem blutigen Treiben auf der Piste inspirieren ließen.

 

 

 

 

 

Danach geht es gleich weiter mit einem Klassiker des Poliziottesco – jener italienischen Spielart des Polizeifilms in der es immer ordentlich kracht und rumst.

Kaum ist „der Chinese“ (Tomas Milian) aus dem Gefängnis geflohen, lässt er umgehend den Mann exekutieren, der ihn einst hinter Gitter brachte: Den Ex-Kommissar Tanzi (Maurizio Merli). Doch Tanzi überlebt den Mordanschlag. Offiziell für Tod erklärt, macht sich Tanzi auf eigene Faust daran, dem „Chinesen“ das Handwerk zu legen. Währenddessen hat dieser mit dem mächtigen Gangsterboss Di Maggio (John Saxon) einen Pakt geschlossen. Doch die Zusammenarbeiten zwischen den beiden läuft nicht reibungslos, und Tanzi gelingt es immer wieder, neuen Sand ins Getriebe zu streuen. Bald schon steuert Rom auf einen blutigen Bandenkrieg zu…

Nach dem Erfolg von „Die Viper“ drehte Umberto Lenzi 1977 diese Quasi-Fortsetzung namens „Die Gewalt bin ich“. Maurizio Merli darf dabei wieder in die Rolle des Kommissar Tanzi schlüpfen, der hier allerdings den Dienst quittiert hat und nunmehr als Privatmann die Unterwelt aufmischt. Und so pflügt der wilde Ex-Cop durch die Reihen der Gangster. Immer mit akkuratem Seitenscheitel und korrekt gestutzten Schnauzer. Das üppige Brusthaar aus dem zu weit aufgeknöpften Hemd wallen lassend und einen bedenklichen Faible für Goldkettchen zu Schau stellend.

Ebenfalls aus „Die Viper“ wurde Tomas Milian übernommen, der hier wie dort den Part des Bösewichts übernimmt. Sein „Chinese“ ist durchtrieben, skrupellos und mit einer großen Bauernschläue gesegnet. Neben Merli und Milian, ist Genre-Vertan John Saxon zu sehen. Saxon konnte schon 1977 auf eine lange und ereignisreiche Karriere zurückblicken. So war er nicht nur im „ersten“ Giallo mit von der Partie, sondern spielte auch den Hauptcharakter in „Der Mann mit der Todeskralle“. In den 70er Jahren tauchte er vermehrt in italienischen Polizeifilmen auf. 1980 war er bei Antonio Margheritis „Asphalt-Kannibalen“ dabei und ab 1984 in dem Horrorklassiker „A Nightmare on Elm Street“ nebst zwei der Sequels. In „Die Gewalt bin ich“ spielt er einen eleganten Gangsterboss, der auch schon mal selbst Hand anlegt, wenn er einen Verräter mit Golfschläge aus kurzer Distanz foltert. In einigen Szenen meint man, dass er sich einen Spaß daraus macht, Marlon Brandos „Paten“ zu parodieren.

„Die Gewalt bin ich“ ist gute alte Action-Unterhaltung aus dem sonnigen Italien mit tollen Hauptdarstellern und perfekter Musikuntermalung durch Franco Micalizzi. Da hoffen wir doch mal auf gutes Wetter, damit das südländische Flair auch so richtig rüberkommt.

Weird Xperience Open-Air: „Die Brut des Teufels“/“Star Crash“-Double-Feature am 08. Juni

Wir sind schon ganz aufgeregt, denn am Donnerstag, den 08. Juni um 20:00 Uhr geht es mit unserer Reihe Weird Xperience schon wieder weiter! Und wir sind wieder dort, wo wir uns schon in den letzten Jahren sauwohl gefühlt haben: Beim tollen Open-Air-Kino am Schlachthof! Wir hoffen, dass das Wetter wieder so toll mitspielt wie in den Vorjahren und wieder viele Filmfreunde den Weg zu finden werden.

Für dieses Jahr haben wir wieder ein kunterbuntes Programm zusammengeschnürt. Am ersten von zwei Abenden springen wir zwischen den Kontinenten hin und her und präsentieren Science Fiction aus Japan und Italien. Und eine kleine Einführung vor jedem Film gibt es natürlich auch wieder.

Die Brut des Teufels (1975)

In „King Kong gegen Godzilla“ wurde der Riesenroboter MechaGodzilla vom Original zerstört und seine Einzelteile im Meer verstreut. In „Die Brut des Teufels“ macht sich zunächst ein japanisches U-Boot auf, diese Teile zu bergen. Doch die Mission endet jäh, als das U-Boot von einem geheimnisvollen Monster zerstört wird. Interpol-Agent Murakoshi (Katsumasa Uchida) und Biologe Ichinose (Katsuhiko Sasaki) hegen den Verdacht, dass hinter dem Unglück der Titanosaurus stecken könnte…

Nach dem durchaus erfolgreichen „King Kong gegen Godzilla“ kehrte der große Ishirō Honda auf den Regiestuhl zurück. Honda hatte 1954 den ersten „Godzilla“-Film inszeniert und blieb der Serie nicht nur bis Ende der 60er treu, sondern bracht noch zahlreiche andere Kaijū-Klassiker wie „ Die fliegenden Monster von Osaka“ (mit dem Flugsaurier Rodan), „Mothra bedroht die Welt“ (mit der gleichnamigen Riesen-Motte) oder „ Frankenstein – Der Schrecken mit dem Affengesicht“ auf den Weg. Es sollte sein letzter eigenständiger Spielfilm bleiben. In den 80er und 90er Jahre arbeitete er ausschließlich als enger Mitarbeiter seines guten Freundes und Kollegen Akira Kurosawa.

In einem recht geschickten Schachzug brachten die Produzenten gleich noch MechaGodzilla wieder zurück. Jenes Monster, dass beim letzten Film so gut eingeschlagen hatte. Und gerade in der zweiten Hälfte sehr temporeiche Film liefert wieder gute Monsterunterhaltung und entfernt sich deutlich von der zuvor Einzug gehaltenen Infantilisierung. Leider war 1975 die große Zeit des japanischen Monster-Films vorbei und dem Publikum stand der Sinn nach anderer Unterhaltung. Gerade mal 980.000 Besucher wollten den neuen Godzilla-Film sehen. Das war ein neuer Minus-Rekord. Toho stellte daraufhin die Produktion von Monsterfilmen ein. Erst zu seinem 30jährigen Jubiläum sollte Godzilla in „Godzilla – Die Rückkehr des Monsters“ wieder aus der Versenkung auftauchen.

Direkt im Anschluss duellieren sich die Sterne.

Star Crash – Sterne im Duell (1978)

Die berüchtigte Schmugglerin Stella Star und ihr treuer Robotorfreund Akton werden vom Chef der galaktischen Polizei gefangen genommen. Doch der galaktische Imperator lässt sie wieder frei. Dafür sollen sie ihm helfen, seinen einzigen Sohn Simon zu finden, der auf der Suche nach dem bösen Graf Zarth Arn war, welcher eine Superwaffe entwickelt hat. Damit beginnt für Stella Star eine aufregende und gefährliche Reise kreuz und quer durchs Weltall, bei der sie auf wilde Amazonen, Höhlenmenschen und die geheime Basis des bösen Grafen trifft.

Wir schreiben das Jahr 1978. Die ganze Welt staunt noch über den phänomenalen Erfolg von George Lucas‘ Sternenoper „Star Wars“. Die ganze Welt? Nein. Die Italiener haben schon längst die Ärmel hochgekrempelt und frei nach dem Motto „Selbst ist der Mann“ damit begonnen, ihre eigenen Sternenkriege zu inszenieren. Natürlich mit einem Bruchteil des Budgets, welches Lucas zur Verfügung stand, dafür mit viel Enthusiasmus. Unter ihnen ein junger Mann,namens Luigi Cozzi, der ein riesiger Fan des phantastischen Films war und sich bei „Star Crash – Sterne im Duell“ nach Herzenslust austoben durfte. Er baut eine Hommage an den großen Stop-Motion-Künstler Ray Harryhausen mit ein, lässt quietschbunte Raumschiffe durch ein ebenso buntes All gleiten, in dem die Sterne in allen Farben leuchten.

Und mittendrin sie: STELLA STAR! Die wunderschöne, aufregende Caroline Munro. Schwerbewaffnet und im Lederbikini gibt sie die harte Schmugglerin. Da kann Han Solo einpacken. Wie vielen Heranwachsenden hat diese Überfrau wohl die Nächte geraubt? Auch Joe Spinell (als böser Graf Zarth Arn) sollte zwei Jahre später für schlaflose Nächte sorgen. Allerdings aus anderen Graden, denn da spielte er die Titelrolle im berüchtigten Slasher „Maniac“.

Des Weiteren mit am Bord des Sternenkreuzers „Star Crash“: Christopher Plummer als guter Imperator und ein blutjunger David Hasselhoff (!) als sein einziger Sohn Simon. Ja, für „The Hoff“ gab es ein Leben vor „Knight Rider“, auch wenn er da heute vielleicht nicht mehr gerne drüber spricht. Erwähnenswert auch die grandiose Musik, denn sie stammt aus der Feder des berühmten „James-Bond“-Komponisten John Barry!

Weiter geht es dann am Sonntag, den 25. Juni, wieder um 20:00 Uhr.

Mehr dazu später…

Weird Xperience im Mai: KING KONG GEGEN GODZILLA in der Schwankhalle

Darauf haben wir alle sehr lange gewartet: WEIRD XPERIENCE ist zurück. Weiter geht es am 12. Mai um 21:30 Uhr. Dann sind wir erstmals in der Schwankhalle zu Gast. Hintergrund ist das Projekt A.r.G.da.Na.ni (Aus rechtlichen Gründen darf Name nicht genannt werden) des Bremer Künstlers Jan van Hasselt, welches am 18. und 19.5. in der Schwankhalle läuft. Ein Ton-Bild-Vortrag über „eine Art Dino mit Stacheln auf dem Rücken, der eine Kulisse aus Miniaturhäusern zertrampelt und einen Schrei ausstößt, der klingt, als wäre ein Grammophon kaputt. Er darf nicht gezeigt werden, und sein Name nicht genannt. Denn die japanische Produktionsfirma Toho achtet peinlich genau auf den Schutz der Trademark. Was fasziniert so an Argdanani? Wer ist er? Und was will er eigentlich hier? Antworten sucht der Filmemacher Jan van Hasselt auf der Bühne und im Video-Interview mit Experten wie Jörg Buttgereit, Sebastian Krehl, Dietrich Kuhlbrodt, Jürgen Palmtag und Christoph Spehr.“ Im Vorfeld hatte uns Jan gefragt, ob wir von WEIRD XPERIENCE nicht einen Film mit diesem ominösen Dino zeigen könnten. Und dieser Bitte sind wir nur zu gerne nachgekommen. Und wir haben sogar dafür gesorgt, dass wir den Namen des Untieres nennen dürfen!

Laut einer alten Legende aus Okinawa, soll wenn ein schwarzer Berg in den Bergen hoch über die Wolken hinaus ragt, ein Monster auftauchen und versuchen, die Welt zu zerstören. Als diese Prophezeiung eintrifft ist es zum allgemeinen Erstaunen Godzilla, der dort als Weltenzerstörer agiert. Erst zertrümmert Godzilla einige Häuser, dann bringt er fast seinen alten Kumpel, den Igel-ähnlichen Anguirus, um. Doch schnell ist das Geheimnis gelüftet. Dieser Godzilla ist gar nicht der echte Godzilla, sondern ein riesiger Roboter namens „King Kong“ (zumindest in der deutschen Fassung), der von Außerirdischen hergestellt wurde, um ihnen zu helfen, die Erde zu unterjochen. Da hat die Menschheit Glück, dass bald schon der echte Godzilla auftaucht und sich schließlich zusammen mit Okinawas Schutz-Gottheit King Caesar dem stählernen Unhold stellt…

Der Ruf der in den 70er Jahren unter der Regie von Jun Fukuda entstanden Godzilla-Streifen mag nicht der beste sein. Tatsächlich sind sie sehr viel bunter, kindischer und lustiger als jene Filme aus den 50er und 60er, für die noch Godzilla-Schöpfer Ishirô Honda verantwortlich war. Wer darüber hinwegsehen kann und sich ein junges Gemüt bewahrt hat, wird aber besonders mit „King Kong gegen Godzilla“ seine Freude haben. Insbesondere, da hier auf nervige Kinderdarsteller verzichtet wurde und mit Mech-Godzilla einer der coolsten Gegner Godzillas seinen ersten Auftritt hat. GoMecha-Godzilla hört in der deutschen Fassung – wie vor ihm schon der Roboter Jet Jaguar – auf den Namen „King Kong“. Ob man in Deutschland – wo der Film am 20. Dezember 1974 anlief – darauf spekulierte, dass er von dem damals erwarteten Erfolg des amerikanischen „King Kong“-Remakes, partizipieren könne oder einfach eine Kontinuität zum Vorgänger herstellen sollte (die 60er Filme waren ja in Deutschland durch einen imaginären „Frankenstein“ im Titel miteinander verbunden) sei dahingestellt.

 

 

 

 

 

Trailer für A.r.G.da.Na.ni