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Weird Xperience präsentiert: Das Phantastival Bremen (05.-08. Dezember)

Phantastival_CoverLetztes Jahr wurden Stefan und ich vom Kino gefragt, ob wir neben der „Weird Xperience“-Reihe, nicht auch Lust hätten, bei der Organisation eines Filmfestivals für Horror, Fantasy und Science Fiction mitzuarbeiten. Natürlich hatten wir und das letztjährige Phantastival hat uns eine Menge Freude bereitet. Gut, die Zuschauerzahlen hätten insgesamt etwas besser sein können, aber für einen ersten Versuch war das schon nicht schlecht, und Filme wie „Zombies From Outer Space“ und „The Whisperer in Darkness“ waren sehr gut besucht.

Umso mehr waren wir dann in diesem Jahr darüber erfreut , dass es auch 2013 ein Phantastival gibt, welches nun zwischen dem 05. und 08. Dezember stattfindet. Es ist sogar das 10., denn das erste Phantastival fand bereits 1991 statt, lag dann aber viele Jahre brach. Stefan und ich sind, wie gesagt, seit dem letzten Jahr dabei und werden auch vor jeder Vorstellung etwas über den Film erzählen und die Verlosungen leiten. Wir beißen auch nicht, d.h. wer mag kann uns gerne während des Festivals ansprechen, Fragen stellen, Kritik äußern oder auch z.B. Vorschläge für die „Weird Xperience“-Reihe machen.

Die Vorbereitungen laufen schon seit einigen Monaten und ich finde, wir haben ein ziemlich gutes Paket zusammengeschnürt. Wir konnten sogar die OFDb als Partner gewinnen, die mit einem Verkaufsstand anwesend sein wird und uns auch mit zahlreichen Gewinnen für Verlosungen ausgestattet hat. Herzlichen Dank dafür! Ebenfalls neu ist die „Phantastival-Lounge“ im ehemaligen Saal 3 des Citys, wo heute die Filmschule untergebracht ist. Wer mag, kann sich dort zwischen den Filmen zurückziehen, klönen, Musik hören oder unsere Trailershow ansehen.

Für den diesjährigen Vortrag konnten wir Georg Seeßlen nach Bremen holen, auf den ich mich persönlich sehr freue. Immerhin war eins der ersten Filmbücher, die ich mir als kleiner Junge von meinem sauer angesparten Taschengeld gekauft habe, sein „Mord im Kino“ über den Detektivfilm. Seitdem haben mich seine zahlreichen Veröffentlichungen und Essays durch mein ganzes Filmliebhaber-Leben begleitet. Außerdem haben wir eine waschechte Weltpremiere auf die wir ganz besonders stolz sind: Jörg Buttgereits neustes Werk „Kannibale und Liebe“. Ein Kurzfilmprogramm gibt es auch, wo es ordentlich was auf die Ohren gibt. Z.B. ein sehr gelungenes Video mit der Musik der Gruppe Sospetto und den tollen Kurzfilm „Liebe, Tod, Abendbrot“ der talentierten Hanna Seidl.

Wir würden uns freuen, viele Zuschauer beim Phantastival begrüßen zu können. Wer mag, kann gerne über Facebook oder andere soziale NetzwerkeWerbung für uns machen. Wir sind da über jede Hilfe dankbar. Es gibt auch eine Homepage (http://phantastival.city46.de/) und auf Facebook ist das Phantastival als Event (https://www.facebook.com/events/181393342066706/) eingetragen.

Hier das Programmheft (zum Vergrößern drauf klicken):

Phantastival_Programmheft Noch ein kurzer Hinweis zu „regulären“ Reih: Im Dezember wird es leider aufgrund des Phantastivals keinen eigenständigen „Weird Xperience“-Film geben. Der für Dezember vorgesehene „Horror Infernal“ von Dario Argento wird auf Januar verschoben.

Phantastival Bremen – Donnerstag geht’s los!

Kleines Cross-Posting. Hier der Text, den ich schon auf „Filmforum Bremen“ gepostet hatte.  Ich denke in dem Phantastival-Programm wird für die Freunde unserer „Weird Xperience“-Reihe noch das ein oder andere Schmankerl dabei sein. Z.b. die beiden Giallo-inspirierten „Masks“ und „Berberian Sound Studio“ (dt. Kino-Premiere!), Buddy Giovinazzos „A Night of Nightmares“ oder die Lovecraft-Verfilmung „The Whisperer in Darkness“. Ein Highlight ist natürlich die Vorführung von „Zombies From Outer Space“ in Anwesenheit der Crew. Gerade da hoffen wir natürlich, möglichst viele von Euch zu sehen.

Also, hier der vollständige Überblick:

Am Donnerstag, den 22. November, um 18:00 Uhr, geht es los mit „Masks“ (Deutschland, 2011, R: Andreas Marschall). Ein Giallo aus deutschen Landen? Aus dem letzten Jahr? Geht das? Und ob das geht! Andreas Marschall macht in seinem zweiten Langfilm die Balletschule aus „Suspiria“ kurzerhand zur Schauspielschule und der Spaß kann beginnen. Unterstützt von einer gelungenen Kameraarbeit, einem flotten Soundtrack und seiner attraktiven Hauptdarstellerin Susen Ermich wird dem Genre des italienischen Thrillers eine würdige Hommage erwiesen.

A Night of Nightmares” (USA 2012, R: Buddy Giovinazzo, OF) erleben am Donnerstag, um 20:30 Uhr, ein Magazinherausgeber und seine Entdeckung Ginger, als sie ein Videointerview in einem Haus in den Bergen machen. Regisseur Giovinazzo (“Combat Shock“) spielt dabei kräftig mit den Erwartungen der Zuschauer.

In der H.P. Lovecraft-Verfilmung »The Whisperer in Darkness« (USA 2011, R: Sean Branney, OF) werden am Freitag, um 18:00 Uhr die legendären Universal-Horrorfilme der 30er Jahre wieder zum Leben erweckt. Im Grenzbereich von Horror und Science Fiction, untersucht Professor Albert Wilmarth Legenden von seltsamen Kreaturen in den abgelegenen Bergen von Vermont.

Die Crew von „Zombies from Outer Space“ (D 2011, R: Martin Faltermeier, 95 Min.) wird am Freitag, den 23.11. um 20:30 zu Gast sein. In ihrem bajuwarischen Horror-Heimatfilm verbreiten grausige Funde toter Frauen Angst und Schrecken bei den bayrischen Dörflern. Nachdem ein Außerirdischer in einem Kornkreis gefunden wurde, beginnt der Aufstieg der Untoten, um die Menschheit zu vernichten.

„Weird Xperience“ ist am Freitag zur gewohnten Zeit um 22:30 Uhr mit dem bizarr-absurden Japan-Schocker »Vampire Girl vs Frankenstein Girl« vertreten und am Samstag erzählen, ebenfalls um 22:30 Uhr, 10 Kurzfilme »Dark Tales«.

Ein weiteres Highlight ist am Samstag, um 16:00 Uhr, der Vortrag des Medienwissenschaftler Florian Krautkrämer von der HBK Braunschweig, über die Theorie und Geschichte des Zombiefilms.

Goodbye Lenin!“-Star Daniel Brühl spielt am Samstag, um 18:00 Uhr, in dem spanischen retrofuturistischen Indie-Sci-Fi-Film »Eva« (Sp 2011, R: Kike Maíllo, OmengU) den Kybernetiker Alex, der im Jahr 2041 ein künstliches Geschöpf erschaffen will. Ein Experiment, das langsam, aber sicher, völlig außer Kontrolle gerät.

Stummfilm mit Live-Musik wird am Samstag, um 20:30 Uhr, präsentiert, wenn Ezzat Nashashibi und sein Gast Marc Pira den sowjetischen SF-Klassiker “Aelita – Der Flug zum Mars” von 1924 (Regie: Jakow Protasanow) neu vertonen. Nach dem Roman von Alexej Tolstoj fliegen drei sowjetische Bürger zum Mars, stürzen dort das totalitäre Regime und gründen auf dem fernen Planeten eine neue Sowjetrepublik. Dabei verliebt sich der Ingenieur Losj in die Königstochter Aelita.

Drei japanische Filmen werden zum Abschluss des Phantastivals am Sonntag gezeigt: Um 18:30 Uhr “Symbol” (Jap 2009, R: Hitoshi Matsumoto, OmU) ist eine bizarre Komödie, in der ein Mann in einem schneeweißen Raum aufwacht und in dem kleine Engelpenise eine große Rolle spielen.

Für die Animee-Fans gibt es um 20:30 Uhr das Double-Feature “Planzet” (Jap 2010, R: Jun Awazu, OmengU), über die erste Marsstation im Jahr 2030, sowie der klassische Animationsfilm “The Asylum Session” (Jap 2009, R: Takuto Aoki, OmengU).

Zum krönenden Abschluss können wir am Sonntag, um 18:15 Uhr, in einer Sondervorstellung als Deutschland-Premiere den brandneuen, direkt von der Viennale importierten, britische Neo-Giallo „Berberian Sound Studio“ von Peter Strickland zeigen. Darüber freuen wir uns natürlich ganz besonders. Im Jahre 1976 ist Gilderoy ein begnadeter und gefragter Tontechniker für Filmproduktionen. Er wird engagiert, wenn Regisseure für ihre Filme den perfekten Sound und die passenden Geräusche haben wollen. Deshalb bekommt er auch den Auftrag, für den italienischen Horror-Film-Meister Santini seinen neusten Film zu vertonen. Eine Aufgabe, die ihn an den Rand seines Verstandes bringt.

Weird Xperience im November: „Vampire Girl Vs. Frankenstein Girl“ auf dem Phantastival Bremen

Aufgrund des vom 22. bis 25. November stattfindenden Phantastivals (an dem Stefan und ich auch mitarbeiten), haben wir den ursprünglich für diesen Monat vorgesehenen „Parasitenmörder“ von David Cronenberg kurzfristig auf den Dezember verschoben.

Stattdessen zeigen wir im Rahmen des Phantastivals die japanische Splatter-Trash-Groteske „Vampire Girl Vs. Frankenstein Girl„.

Die neue Schülerin Monami verliebt sich in den Highschool-Studenten Mizushima. Als eine Vampirin weiß sie, wie sie Mizushima mit Hilfe einer selbstgemachte Blut-Praline gefügig machen kann. Damit erregt sie den Zorn der zickigen Highschool-Königin Keiko. Als Keiko bei einem Unfall stirbt, wird sie von ihrem Vater in bester Frankenstein-Tradition wieder zum Leben erweckt. Damit verwandelt sich die Highschool in eine Kampfarena zwischen dem Vampire Girl und Frankenstein Girl. Der Preis der Siegerin ist Mizushima.

Die wildesten und bizarrsten Splatterfilme kommen schon seit Jahren aus Japan. »Vampire Girl Vs. Frankstein Girl« bestätigt dies auf aberwitzige Weise. Die derbe Manga-Verfilmung der Macher von »Tokyo Gore Police« ist ein einziges Feuerwerk an geschmacklosen Witzen und Kunstblutfontänen.

Originaltitel: Kyûketsu Shôjo tai Shôjo Furanken
Japan 2009
Regie: Yoshihiro Nishimura / Naoyuki Tomomatsu

Der Film läuft am Freitag, den 23. November zur gewohnten Zeit um 22:30 Uhr im City 46.