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Weird Xperience im März: H.P. LOVECRAFT’S RE-ANIMATOR

Am 11. März ist wieder Kultfilm-Zeit bei Weird Xperience. Um 20:00 Uhr zeigen wir im Cinema Ostertor den legendären „Re-Animator“ von Stuart Gordon!

„Re-Animator“ ist einer der großen Klassiker des Modernen Horrorfilms und einer der ersten, die drastische Effekte mit Humor verbanden. Ein Vorreiter des sogenannten „Fun-Splatter“ der mit „Braindead“ seinen Höhepunkt erreichte. Basierend auf einer Kurzgeschichte des legendären Kult-Schriftstellers H.P. Lovecraft erschuf Regisseur Stuart Gordon eine wahnwitzige Achterbahnfahrt voller verrückter Spezialeffekte, die noch zwei Sequels und ein Bühnen-Musical (!) nach sich zog und Hauptdarsteller Jefferey Combs in die Spitzenliga der Horrorstars katapultierte.

Der junge Medizinstudent Herbert West (Jeffrey Combs) hat in der Schweiz an einem Serum entwickelt, welches totes menschliches Gewebe wieder zum Leben erwecken kann. Nach einer grotesk aus dem Ruder gelaufenen Wiederbelebung seines Mentors, muss Herbert in die USA fliehen, wo er seine Studien an der Miskatonic Universitätsklinik fortsetzt.

Dort mietet er sich bei Dan Cain (Bruce Abbott), ebenfalls Medizinstudent, ein und forscht in dessen Keller heimlich weiter an dem Serum. Dabei tötet und wiederbelebt er die Katze Dans Freundin Megan (Barbara Crampton). Diese weißt daraufhin extrem aggressive Verhaltensweisen auf. Trotzdem macht Herbert weiter. Jetzt will er sein Serum an einem Menschen testen…

Der amerikanische Kritiker-Papst Roger Ebert schrieb: „Stuart Gordon’s Re-Animator ist ein Vergnügen, ein blutiger Horrorfilm, der einen Rhythmus und einen Stil findet, mit Hilfe derer er auf eine verrückte und erfrischende Art funktioniert…“

Und selbst die Cinema zeigt sich gegeistert: „Der Debütfilm von Stuart Gordon schlägt dermaßen über die Stränge, daß es schon wieder lustig ist. Zartbesaitete seien gewarnt: Weil beim grotesken Gemetzel die Knochensäge kreischt, ist dieser in Cannes prämierte Splatter-Schocker nicht jedem zu empfehlen. Fazit: Ein blutiger Klassiker des schwarzen Humors.“

Wir zeigen den Unrated Director’s Cut in der Originalfassung.

Re-Animator, USA 1985. Regie: Stuart Gordon mit Jeffery Combs, Barbara Crampton, Bruce Abbott, David Gale

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Weird Xperience im September: DIE FARBE (2010)

Endlich ist sie vorbei, die viel zu lange Sommerpause ohne Abseitiges im Kino; Weird Xperience meldet sich am Sonntag, den 22.9., um 18 Uhr zurück:
DIE FARBE (D,2010) ist eine vielfach prämierte H. P. Lovecraft Verfilmung, nicht aus seinem Cthulu-Mythos, sondern einer eigenständigen Kurzgeschichte zwischen Horror und Science Fiction.

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1975 macht sich der Landvermesser Jonathan Davies auf die Suche nach seinem Vater, die Spur führt ihn bis in die schwäbische Provinz, in der Geschichten von einem natur- und menschbeeinfliessenden Meteor erzählt werden, der in den 30ern in der Nähe der Kaserne seines Vaters abgestürzt sein soll.

Der Regisseure Huan Vu und Jan Roth verlegen den Schauplatz des Originals, und es spielt auch in einer anderen Zeit. Trotzdem halten sie sich erstaunlich nah am Lovecraftschen Text und fangen dessen typische Atmosphäre gekonnt ein. Gedreht wurde in HD und auf schwarz/weiß, was hervorragend zu der unheimlichen Grundstimmung des Films paßt.

Wir sind froh, nach „The Whisperer in Darkness“ Beim letztjährigen Phantastival, diese deutsche Adaption eines Lovecraft-Werkes zu zeigen. Marcus Stiglegger schrieb in seinem Magazin „Ikonen“ zu dem Film: DIE FARBE beweist eindrucksvoll, dass sich der Independent-Genrefilm in keiner Weise hinter thematisch ähnlich gelagerten Großproduktionen verstecken muss. Nicht nur Freunde des Lovecraft-Kosmos, sondern jeder Befürworter gut gemachter, unabhängiger Filmkunst sollten sich DIE FARBE nicht entgehen lassen.

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Desweiteren gibt es in diesem Film ein Wiedersehen mit Michael Kausch, der uns vor allem durch sein Mitwirken in der Heimat-Serie von Edgar Reitz und als Kompagnon von Manfred Krug in „Liebling Kreuzberg“ in Erinnerung geblieben ist.

 

Die Farbe, Deutschland 2010, Regie: Huan Vu, Jan Roth. Mit Marco Leibnitz, Erik Rastetter, Michael Kausch, Marah Schneider, Ingo Heise, Ralf Lichtenberg, Friedrich Schilha, Jonah von Lingen u. v. m.

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Phantastival Bremen – Donnerstag geht’s los!

Kleines Cross-Posting. Hier der Text, den ich schon auf „Filmforum Bremen“ gepostet hatte.  Ich denke in dem Phantastival-Programm wird für die Freunde unserer „Weird Xperience“-Reihe noch das ein oder andere Schmankerl dabei sein. Z.b. die beiden Giallo-inspirierten „Masks“ und „Berberian Sound Studio“ (dt. Kino-Premiere!), Buddy Giovinazzos „A Night of Nightmares“ oder die Lovecraft-Verfilmung „The Whisperer in Darkness“. Ein Highlight ist natürlich die Vorführung von „Zombies From Outer Space“ in Anwesenheit der Crew. Gerade da hoffen wir natürlich, möglichst viele von Euch zu sehen.

Also, hier der vollständige Überblick:

Am Donnerstag, den 22. November, um 18:00 Uhr, geht es los mit „Masks“ (Deutschland, 2011, R: Andreas Marschall). Ein Giallo aus deutschen Landen? Aus dem letzten Jahr? Geht das? Und ob das geht! Andreas Marschall macht in seinem zweiten Langfilm die Balletschule aus „Suspiria“ kurzerhand zur Schauspielschule und der Spaß kann beginnen. Unterstützt von einer gelungenen Kameraarbeit, einem flotten Soundtrack und seiner attraktiven Hauptdarstellerin Susen Ermich wird dem Genre des italienischen Thrillers eine würdige Hommage erwiesen.

A Night of Nightmares” (USA 2012, R: Buddy Giovinazzo, OF) erleben am Donnerstag, um 20:30 Uhr, ein Magazinherausgeber und seine Entdeckung Ginger, als sie ein Videointerview in einem Haus in den Bergen machen. Regisseur Giovinazzo (“Combat Shock“) spielt dabei kräftig mit den Erwartungen der Zuschauer.

In der H.P. Lovecraft-Verfilmung »The Whisperer in Darkness« (USA 2011, R: Sean Branney, OF) werden am Freitag, um 18:00 Uhr die legendären Universal-Horrorfilme der 30er Jahre wieder zum Leben erweckt. Im Grenzbereich von Horror und Science Fiction, untersucht Professor Albert Wilmarth Legenden von seltsamen Kreaturen in den abgelegenen Bergen von Vermont.

Die Crew von „Zombies from Outer Space“ (D 2011, R: Martin Faltermeier, 95 Min.) wird am Freitag, den 23.11. um 20:30 zu Gast sein. In ihrem bajuwarischen Horror-Heimatfilm verbreiten grausige Funde toter Frauen Angst und Schrecken bei den bayrischen Dörflern. Nachdem ein Außerirdischer in einem Kornkreis gefunden wurde, beginnt der Aufstieg der Untoten, um die Menschheit zu vernichten.

„Weird Xperience“ ist am Freitag zur gewohnten Zeit um 22:30 Uhr mit dem bizarr-absurden Japan-Schocker »Vampire Girl vs Frankenstein Girl« vertreten und am Samstag erzählen, ebenfalls um 22:30 Uhr, 10 Kurzfilme »Dark Tales«.

Ein weiteres Highlight ist am Samstag, um 16:00 Uhr, der Vortrag des Medienwissenschaftler Florian Krautkrämer von der HBK Braunschweig, über die Theorie und Geschichte des Zombiefilms.

Goodbye Lenin!“-Star Daniel Brühl spielt am Samstag, um 18:00 Uhr, in dem spanischen retrofuturistischen Indie-Sci-Fi-Film »Eva« (Sp 2011, R: Kike Maíllo, OmengU) den Kybernetiker Alex, der im Jahr 2041 ein künstliches Geschöpf erschaffen will. Ein Experiment, das langsam, aber sicher, völlig außer Kontrolle gerät.

Stummfilm mit Live-Musik wird am Samstag, um 20:30 Uhr, präsentiert, wenn Ezzat Nashashibi und sein Gast Marc Pira den sowjetischen SF-Klassiker “Aelita – Der Flug zum Mars” von 1924 (Regie: Jakow Protasanow) neu vertonen. Nach dem Roman von Alexej Tolstoj fliegen drei sowjetische Bürger zum Mars, stürzen dort das totalitäre Regime und gründen auf dem fernen Planeten eine neue Sowjetrepublik. Dabei verliebt sich der Ingenieur Losj in die Königstochter Aelita.

Drei japanische Filmen werden zum Abschluss des Phantastivals am Sonntag gezeigt: Um 18:30 Uhr “Symbol” (Jap 2009, R: Hitoshi Matsumoto, OmU) ist eine bizarre Komödie, in der ein Mann in einem schneeweißen Raum aufwacht und in dem kleine Engelpenise eine große Rolle spielen.

Für die Animee-Fans gibt es um 20:30 Uhr das Double-Feature “Planzet” (Jap 2010, R: Jun Awazu, OmengU), über die erste Marsstation im Jahr 2030, sowie der klassische Animationsfilm “The Asylum Session” (Jap 2009, R: Takuto Aoki, OmengU).

Zum krönenden Abschluss können wir am Sonntag, um 18:15 Uhr, in einer Sondervorstellung als Deutschland-Premiere den brandneuen, direkt von der Viennale importierten, britische Neo-Giallo „Berberian Sound Studio“ von Peter Strickland zeigen. Darüber freuen wir uns natürlich ganz besonders. Im Jahre 1976 ist Gilderoy ein begnadeter und gefragter Tontechniker für Filmproduktionen. Er wird engagiert, wenn Regisseure für ihre Filme den perfekten Sound und die passenden Geräusche haben wollen. Deshalb bekommt er auch den Auftrag, für den italienischen Horror-Film-Meister Santini seinen neusten Film zu vertonen. Eine Aufgabe, die ihn an den Rand seines Verstandes bringt.