Weird Xperience im Juni: “Im Augenblick der Angst”

Wenn es den einen Film gibt, den man im Kino gesehen haben muss, dann ist es Bigas Lunas‘ „Im Augenblick der Angst“.

Und eben diesen zeigen wir am Sonntag, den 23. Juni um 18:00 Uhr, wie immer im City 46 und selbstverständlich als 35mm-Kopie.

imaugenblickderangstDer Augenarzt John Pressman lebt immer noch bei seiner zwergenhaften Mutter Alice lebt. Als eine seiner Patientinnen ihn demütigt, greift seine Mutter ein. Sie hypnotisiert ihren Sohn, damit er Rache nimmt. Doch die Dinge laufen aus dem Ruder und John beginnt in einem vollbesetzten Kino zu morden und den Zuschauern die Augen herauszuschneiden. Aber eigentlich passiert das alles nur in einem Film namens „The Mommy“, den sich zwei Freundinnen im Kino ansehen. Allerdings macht in diesem Kino ein echter, augensammelnder, Mörder seine Runde. Und so verschwimmt das Geschehen auf der Leinwand und im Kino immer mehr miteinander.

Der im April verstorbene Bigas Luna gilt als einer der prägenden und wichtigsten Filmregisseure des spanischen Kinos. Seine Filme sind bekannt für ihre explosive Mischung aus Erotik, Sex, Gewalt und Leidenschaft. Der berühmteste ist „Jamon Jamon“ von 1992 mit seinen Entdeckungen Javier Bardem und Penelope Cruz, die dort ihre erste Kinorolle hatte. 1987 unternahm Luna diesen Ausflug ins Horror-Genre.

„Im Augenblick der Angst“ ist ein KINOfilm im wahrsten Sinne des Wortes, der vor der heimischen Mattscheibe gar nicht funktionieren kann. Es geht um das Kino als Ort und die hypnotische Wirkung des Films. Wir beobachten aus unserem sicheren Kinosaal heraus ein Kinopublikum, das in einem anderen Kinosaal sitzt, durch den ein Mörder schleicht und Augen sammelt. Und dieses Publikum, welches wir beobachten, folgt gebannt dem Treiben eines Mörders auf der Leinwand, der in einem Kinosaal Augen sammelt. Genau wie wir. Sind wir vielleicht auch nur Figuren in einem Film? Sieht uns ebenfalls ein anderes Publikum zu? Und was war das da hinter uns gerade für ein merkwürdiges Geräusch?

augenblick3„Im Augenblick der Angst ist, was es im Horror-Genre viel zu selten gibt: Eine originelle, einzigartige Idee, die visuell prächtig umgesetzt ist, ein Horrorfilm, der unverdientermaßen recht obskur ist, ein narrativ brillantes Konstrukt. Kurz: Ein absoluter Mindfuck!“ – Peter Osteried , kino-zeit.de

„(…) der Blick auf das Publikum und damit auch indirekt auf uns selbst sorgt in erster Linie für eine Expansion des Schreckens. Wenn im Film schon kein Verlass mehr auf die Trennung zwischen Leinwand und Zuschauerraum ist, warum sollte es dann bei uns anders sein? Das macht Im Augenblick der Angst schließlich auch zu dem Midnight Movie schlechthin. Denn abgesehen vielleicht von den Ring-Filmen hat es bisher kaum ein Genrebeitrag derart überzeugend geschafft, seinen Zuschauern zu vermitteln, dass sie sich allein durch das Sehen des Films schon in Gefahr bringen.“ – Michael Kienzl, critic.de

im-augenblick-der-angst-10-Im_Au„Nur wenige Regisseure haben das Prinzip des Mise en abyme so konsequent umgesetzt wie Bigas Luna mit ANGUSTIA, einem der überzeugendsten Metafilme überhaupt – und nebenbei eine schöne Huldigung an den Horrorfilm im Speziellen und die Kraft des Kinos im Allgemeinen.“ – Oliver Nöding, Remember it for later

„(…) wohl kaum einer hat es so verstanden, Handlungsstränge der Film-Fiktion und Film-Realität so geschickt miteinander zu verknüpfen, wie hier Bigas Luna. Teilweise geht er dabei fast sogar in eine filmische Dreidimensionalität, wenn sich ein Ereignis quasi in drei Filmebenen gleichzeitig abspielt. Würde man diesen Film dann noch in einem richtigen Kino sehen, dann wäre man selber noch Bestandteil einer zusätzlichen Dimension.“ – Carsten Henkelmann, Sense of View

augenblickIm Augenblick der Angst (OT: Angustia), Spanien 1987. Regie: Bigas Luna. Mit Zelda Rubinstein, Michael Lerner, Talia Paul, Àngel Jové

Nach diesem Film geht die „Weird Xperience“-Reihe in die (leider vom Kino erzwungene) Sommerpause. Wir kehren dann im August an bekanntem Ort und zur üblichen Zeit wieder zurück – und haben ein aktuelles Werk mit einem unserer Lieblinge aus den goldenen 60ern Gepäck. Mehr wird noch nicht verraten… aber den Trailer dafür gibt es am 23. Juni vor „Im Augenblick der Angst“.

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Weird Xperience im Mai: HUMAN CENTIPEDE (FIRST SEQUENCE)

 Am Sonntag den 26. Mai um 18 Uhr zeigen wir diesen vieldiskutierten Horror – / Mad Scientist- Film.

still2Der Titel dieses 2009 entstandenen Horrorfilms führt uns in die richtige Richtung: Es geht um einen menschlichen Tausendfüßler. Aber nicht wie in einem klassischen Tiefhorrorfilm mit einem Mischwesen aus Mensch und Tier wie bei „Die Fliege“. Klassisch ist allenfalls die Rolle des verrückten Wissen- schaftlers zu nennen, der verschiedene Menschen zu einem einzigen Wesen zusammennäht. Ebenso klassisch die Exposition, bei der zwei junge Amerikanerinnen mit dem Auto liegenbleiben, Hilfe suchen und natürlich in das Haus des Wissenschaftlers geraten. Doch alles, was dann kommt, ist auf keinster Weise klassisch zu nennen….

 

Der niederländische Regisseur Tom Six schuf mit seiner ersten internationalen Produktion einen lupenreinen Autorenfilmthe-human-centipede_206249 (Regie, Buch und Produktion lagen in seiner Hand), der sich stilistsich zwischen Arthouse und Trash bewegt. Dass er dazu den deutschen Schauspieler Dieter Laser für die Hauptrolle gewinnen konnte, erweist sich als Glücksfall. Denn dieser hat in beiden Bereichen viel Erfahrung gesammelt, auf der Bühne und im Fernsehen in angesehenen Produktionen, die ihm 1975 den deutschen Filmpreis einbrachten. Aber auch in Genreproduktionen wie in der deutschen 70er TV-Mystery Serie „Das blaue Palais“ oder der Trash-Serie LEXX brillierte er.

 

Alles in allem ist „The Human Centipede“ ein Ergebnis zweier außerordentlich kreativer Köpfe, dessen Ungewöhnlichkeit the-human-centipede-the-first-sequence-7und Obskurität kaum in Worte zu fassen ist. Und so erntete er neben vielen Verrissen auch viele Preise bei verschiedenen Festivals als bester Film, u.a. Sainte Maxime International Horror Film Festival, Fantastic Fest USA, Ravenna Nightmare Film Festival, South African Horror Film Festival.

Moviepilot.de schrieb dazu am 7. Juni 2010: „Was wie alberner Trash klingt, ist ein arthausig anmutendes Gedankenspiel mit einer in der Tat bizarr-ekelhaften Prämisse. Dieter Laser spielt hier vielleicht die Rolle seines Lebens, auf den die anderen Schauspieler nur reagieren müssen. […] Es bleibt ein kranker Film, der mit Exploitation wie Kunstfilm kokettiert und letztlich wohl eher die Freunde des Obskuren als die wagemutigen Party-Horror-Gucker befriedigen wird.“

Wir freuen uns, diesen in Deutschland selten gezeigten Film vorzuführen.

 

NL 2009, Regie & Buch: Tom Six, mit Dieter Laser, Ashley C. Williams, Ashlynn Yennie, Akihiro Kitamura, Andreas Leupold, Peter Blankenstein, 89 Min. OmU

So. 26.05. / 18:00 mit Einführung Marco Koch und Stefan Mibs

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=YJyWCqkPbzs[/youtube]

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Weird Xperience im April: “Das Stundenhotel von St. Pauli”

stundehotel2Am Sonntag, den 28. April um 18:00 Uhr, heißt es im City 46 wieder Vorhang auf für eine neue „Weird Xperience“. Stilecht auf 35mm zeigen wir einen der legendären St.-Pauli-Filme von Krautploitation-Legende Rolf Olsen. „Das Stundenhotel von St. Pauli“ ist nicht nur ein echter Klassiker, sondern bisher auch noch nirgendwo auf DVD veröffentlicht worden.

Während sein Sohn nach eine Studenten-Demo schwerverletzt im Koma liegt, muss der alleinerziehende Vater Kommissar Canisius seinen schwersten Fall lösen. Auf Hamburgs sündiger Meile ist im Stundenhotel „Ostend“ ein Mann mit mehreren Messerstichen ermordet worden. Der Mörder muss sich noch irgendwo im Hotel aufhalten. Bei seinen Ermittlungen sticht Canisius in ein Wespennest aus Mordintrigen, Prostitution und Drogen.
stundenhotel_aZwischen 1967 und 1970 dreht der gebürtige Österreicher Rolf Olsen auf St. Pauli eine ganze Reihe von Krimi- und Gangsterfilmen, die in den letzten Jahren völlig zu Recht als Kult-Klassiker wiederentdeckt wurden. In drei dieser Filme spielt der „normannische Kleiderschrank“ Curd Jürgens die kräftig zupackende Hauptrolle. In „Das Stundenhotel von St. Pauli“ nutzt Olsen das turbulente und zum Teil sehr skurrile Treiben im titelgebenden Etablissement, um die Spießigkeit und Doppelmoral der 60er Jahre aufs Korn zu nehmen. Gleichzeitig inszeniert er aber auch einen schmissigen Krimi, der bis heute zu den Besten seiner Art zählt.

„Mit Sicherheit einer der besten deutschen Kriminalfilme der 70er Jahre und mit einigen Giallo-Anklängen.“ – Terrorverlag

Das Stundenhotel von St. Pauli
Deutschland 1970
Regie: Rolf Olsen
Mit Curd Jürgens, Andrea Rau, Corny Collins, Rudolf Schündler, Michael Maien, Brigitte Mira u.a.

So. 28.4. / 18:00 * mit Einführung Marco Koch und Stefan Mibs
Di. 30.4. / 20:30

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Hamburg: Vom 19.-21.April heißt es wieder “Monster machen mobil”

Eine Veranstaltung, die uns von „Weird Xperience“ sehr am Herzen liegt, findet vom 19. bis 21. April bei den Kollegen in unserer Nachbar-Hansestadt Hamburg statt. Bereits zum vierten Mal heißt es dann im dortigen Kommunalkino, dem Metropolis, „Monster machen mobil

Gezeigt werden einige wunderbare Köstlichkeiten. Und alles natürlich auf wohlmundendem 35mm. Unter dem Spezialitäten befinden solche Delikatessen wie Roger Vadims „… und vor Lust sterben“, der legendäre „Flesh Gordon“ (mit „E“!), Luigi Cozzis „Astaron – Die Brut des Schreckens“, „Frankensteins Kung Fu Monster“, „Das Geisterschiff der schwimmenden Leichen“ und viele mehr!

Wahre Gourmets sollten sich dieses Menü nicht entgehen lassen!

Hier die Speisekarte: http://www.monstercon.de

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Stefan und ich werden sehen, dass wir mindestens an einen Tag mit dabei sind.

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weird xperience im März: „Inbred“ (2012)

inbred horizonEine Gruppe jugendlicher Delinquenten aus der großen Stadt muß für ein Wochenende Sozialdienst im kleinen Dorf Mortlake, Grafschaft Yorkshire, leisten. Die Bewohner sind natürlich mißtrauisch, und ein kleiner Zwischenfall mit ein paar Inzestkindern des Ortes führt zu einem blutigen, kaum enden wollenden Alptraum.

podge poseGut, Hinterwäldler – Horror boomt immer wieder mal seit den 1980ern durchs Splatterkino, und seitdem Klassiker wie „The Hills have Eyes“ und „Texas Chainsaw Massacre“ von Hollywood wieder aufgelegt wurde, dachte man, es gibt nichts hinzuzufügen. Doch Alex Chandon überträgt dieses Genre in die besonders krisengechüttelte Grafschaft Yorkshire, die uns schon in den David Peace Romanen suspekt vorkam. Und es entsteht wirklich etwas irrwitzig Neues: voller schwarzem britischen Humor, politischen Kommentaren und viel Gore filmte Alex Chandon, bereits gefeiert in der Punk- und Amateurszene, seinen ersten hoch budgetierten Film, der laut horror-movies.ca beste Horrorfilm des Jahres 2012 ist. Und die Yorkshire Post schrieb: „This Movie proves that classic British horror is alive and twitching.“

Nach vielen erfolgreichen Aufführungen auf diversen Festivals freuen wir uns nun, ihn hier zeigen zu können.

GB2012, Regie: Alex Chandon, mit Jo Hartley, James Doherty, James Burrows, Seamus O’Neill, Terry Haywood, Nadine Rose Mulkellin, Neil Leiper, Chris Waller 90 Min.; in Kooperation mit Weird Xperience | www.weird-xperience.de

 

Sam (Nadine Rose Mulkerrin) webSo. 24.03. / 18:00 *mit Einführung von (diesmal leider nur) Stefan Mibs

und nicht am Donnerstag worher, wie sonst, sondern am Montag danach den 25.03. um 20:30Uhr

Quellen und weitere Infos:

http://www.horror-movies.ca/2012/12/the-good-bad-and-average-horror-films-of-2012/

http://www.yorkshirepost.co.uk/lifestyle/the-arts/cinema/review-inbred-18-1-4947722

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=3lvUCAHRa6I[/youtube]

PS: Yorkshire scheint gerade die englischen Filmemacher zu inspirieren, seht euch mal die Srienkiller-Paar-Variante „Sightseers“ an, viel Spaß!

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Weird Xperience im Februar: “Der Killer von Wien”

L-Etrange-vice-de-madame-WardhDie unglücklich verheiratete Julie Wardh macht eine schwere Zeit durch: Sie wird nach einer Affäre erpresst und ihr sadistischer Ex-Liebhaber stellt ihr noch immer nach. Gleichzeitig geht in Wien geht ein unheimlicher Mörder um, der junge Frauen mit dem Rasiermesser tötet. Dieser scheint es auch auf Julie abgesehen zu haben.

Wir sind stolz darauf, diesen großartigen Giallo mit der wunderschönen Edwige Fenech auf 35mm präsentieren zu können. Der Film, der auch unter den Titeln „The Strange Vice of Mrs. Wardh“, „Next!“ oder „Blade of the Ripper“ bekannt ist, ist einer unserer Lieblings-Giallos und in Edwige sind wir sowieso hoffnungslos verliebt.

Lo strano vizio della Signora Wardh“ war der erste Film eines fünfteiligen Giallo-Zyklus, den Regisseur Sergio Martino von 1971 – 1973 hintereinander weg drehte. Damit etablierte sich Martino als einer der Großmeister des italienischen Thrillers. Insbesondere mit dem mörderisch spannenden Finale seines „Der Killer von Wien“ gelang es ihm, sich in den Köpfen und Herzen der Fans zu verankern.

Neben der göttlichen Edwige agieren in diesem erotischen Kult-Thrillers weitere Stars des Genres, wie George Hilton und Ivan Rassimov. Ungewöhnlicherweise spielt der Film nicht im sonnendurchfluteten Italien, sondern in Wien, dessen morbide Seite hier perfekt eingefangen wird.

Zum Erfolg des Filmes trägt auch der grandiosen Soundtracks von Nora Orlandi bei, von dem später von Quentin Tarantino Teile in seinem „Kill Bill 2“ verwendet wurden

Der Film läuft in einer 35mm Kopie im City 46 am Donnerstag, den 21. Februar um 20:30 Uhr und dann am Sonntag, den 24. Februar um 18:00 Uhr. Dann wieder mit einer Einführung in den Film von Stefan und mir. Wir freuen uns schon sehr auf den Film… und natürlich auch auf Euch!

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MONDOMANILA

Frohes Neues Jahr, und das neue Jahr bringt auch Neues bei weird xperience, und zwar neue Spielzeiten, jetzt immer am vierten Sonntag um18:00 Uhr, und den Donnerstag davor um 20:30 Uhr.
Diesen Monat freuen wir uns am 27. auf eine Bremer Premiere aus den Philippinen, „MONDOMANILA“ von Khavn.

tumblr_m7449zUnWM1r159loo1_1280Wir tauchen tief ein in die Kleingangsterszene von den Slums Manilas. Wir folgen Tony de Guzman durch sein Viertel voll Sex, Drogen und Punkrock. Bevölkert mit Ausgestossenen und Freaks, die hier ihren Lebenswillen feiern. Dies ist nichts für Zartbesaitete, die meinen, dem Elend in der Dritten Welt könne man nur mit wohlmeinenden Sozialdramen begegnen.

MONDOMANILA M_Baby JesusDer philippinische Musiker und Filmemacher Khavn de la Cruz (38 Jahre, 33 Langfilme, mehr als 100 Kurzfilme) stürzt sich kopfüber ins Getümmel der Slums seiner Heimatstadt Manila und zeigt uns in Anlehnung der italienischen Mondo-Filme der 60er und 70er in bizarren Episoden das Leben eines einarmigen Rappers, eines zwanghaften Mastubierer, eines pädophilen Nazis und anderer in schockierenden Begegnungen.
Ricky S. Torre von den GMA News schrieb:“ Schrille, gewollt anstößige Bilder… Ein Rock ’n‘ Roll Filmemacher mit dem Gespür eines Buñuel.“ Und Julien Fonfrede vom Montreal Film Fest sagte:“ Eine wirkliche Entdeckung, der philippinische Lars von Trier.“

Die Credits:MONDOMANILA_7
PH 2012, Regie: Khavn, mit Timothy Mabalot, Marife Necesito, Palito, Whitney Tyson, Alex Tiglao, Stefan Punongbayan, Jonathan Reyes, Tony Hunt 75 Min.; in Kooperation mit Weird Xperience | www.weird-xperience.de
Do. 24.01. / 20:30 // So. 27.01. / 18:00 *mit Einführung

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=ZyXMI_qwe8Y[/youtube]

 

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Weird Xperience im Dezember: “Parasiten-Mörder”

Zum Abschluss des Jahres gibt es am Freitag, den 28.12. – letztmalig auf dem alten Programmplatz um 22:30 Uhr – noch einmal einen echten Klassiker des Horrorfilms. David Cronenbergs Erstling „Parasiten-Mörder“ (aka „Shivers“/“They Came From Within“)! Selbstverständlich auf gutem, alten 35mm Film.

In einem hochmodernen Hochhauskomplex experimentiert ein Wissenschaftler Parasiten, die defekte Organe ersetzen und so Transplantationen überflüssig machen soll. Doch das Experiment gerät außer Kontrolle: Die todbringenden Parasiten steigern den Sexualtrieb ihrer Wirte, um schneller Kontakt zu neuen Wirten zu bekommen. Der Arzt Roger St Luc und die Krankenschwester Forsythe versuchen verzweifelt die rasante Ausbreitung der Parasiten zu verhindern….

Dieser erste Spielfilm des heute hoch angesehen und vielfach ausgezeichneten – u.a. der Douglas-Sirk-Preis des Hamburger Filmfestes 2007 – Regisseurs David Cronenberg („ A Dangerous Method“, „Cosmopolis“) war 1975 der bis dato kommerziell erfolgreichste kanadische Film aller Zeiten und schuf ein ganz eigenes Genre, den sogenannten „Body Horror“. Selber inspiriert von George R. Romeroes Klassiker „Die Nacht der lebenden Toten“, wurde er schnell zur Blaupause unzähliger Plagiate, die dem Original aber nie das Wasser reichen konnten. Für eine kleine, aber prägnante Rolle, konnte Cronenberg damals sogar die Horror-Ikone Barbara Steele gewinnen. Obwohl zur Zeit seiner Entstehung kontrovers aufgenommen, ist er heute als absoluter Klassiker des modernen Horrorfilms bei Kritik und Publikum gleichermaßen rehabilitiert.

I went to see „They Came from Within“ with fairly low expectations (…), but after a few minutes I began to suspect I’d stumbled across a winner. The movie’s first half hour is a skillful and scary demonstration of how you can create a mounting sense of horror even in a very low-budget film. (…) It scares and shocks us because it’s so cleverly made; the writer-director, David Cronenberg, uses invention and imagination to replace expensive shock effects. (…) – Roger Ebert

„Suggestiver Horrorfilm mit teilweise recht extremen Ekel-Szenen.“ – Lexikon des Internationalen Films

Darsteller: Paul Hampton, Lynn Lowry, Joe Silver, Alan Migicovsky, Barbara Steele

Nächstes Jahr geht „Weird Xperience“ weiter! Dann jeden vierten Sonntag im Monat um 18:00 Uhr im City 46!

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=eT5eToLU4hU[/youtube]

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Weird Xperience ab 2013 auf neuem „Sendeplatz“!

So, jetzt ist es offiziell.

Das Bremer Kommunalkino City 46 wird ab Januar 2013 die regelmäßige 22:30-Uhr-Schiene Freitag/Samstag abschaffen.

Was ich gut verstehen kann, denn der Bremer scheint sich entweder nach Sonnenuntergang nicht mehr vor die Tür zu wagen oder hat um die Zeit etwas anderes vor, als ins Kino zu gehen.

Die Zuschauerzahlen für das Spätprogramm waren wohl ziemlich erbärmlich – tatsächlich scheint da nur „Weird Xperience“ den Schnitt ab und zu hochgezogen zu haben.

Aber auch wir hatten – gerade die letzten drei Monaten – am besser besuchten Freitag nur um die 10-12  Zuschauer und bei „Schamlos“ musste die Samstags-Vorstellung sogar ausfallen, weil gar keiner kam.

Daher wird es den „Weird Xperience“-Termin jeden vierten Freitag im Monat um 22:30 Uhr zukünftig nicht mehr geben. Es ist uns aber gelungen, einen neuen „Sendeplatz“ zu bekommen.

Ab Januar 2013 gibt es unsere „Weird Xperience“ jeden vierten Sonntag im Monat um 18:00 Uhr.

Hat aber auch den Vorteil, dass Leute von außerhalb jetzt die Chance haben zu kommen, und zu einer zivilen Zeit wieder Zuhause sein zu können. Bisher musste man sich da ja die Nacht um die Ohren schlagen bis Samstagmorgen der erste Zug wieder fährt.

Was haltet Ihr von der neuen Zeit? Und gibt es von Eurer Seite Anregungen, Verbesserungsvorschläge, Wünsche usw. für 2013? Das Programm steht zwar soweit schon, aber es noch ist es nicht endgültig in Stein gemeißelt.  Von daher freuen wir über euer Feedback.

„Parasiten-Mörder“ im Dezember läuft aber noch auf dem angestammten Platz: Freitag, 28. Dezember um 22:30 Uhr.

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Phantastival Bremen – Donnerstag geht’s los!

Kleines Cross-Posting. Hier der Text, den ich schon auf „Filmforum Bremen“ gepostet hatte.  Ich denke in dem Phantastival-Programm wird für die Freunde unserer „Weird Xperience“-Reihe noch das ein oder andere Schmankerl dabei sein. Z.b. die beiden Giallo-inspirierten „Masks“ und „Berberian Sound Studio“ (dt. Kino-Premiere!), Buddy Giovinazzos „A Night of Nightmares“ oder die Lovecraft-Verfilmung „The Whisperer in Darkness“. Ein Highlight ist natürlich die Vorführung von „Zombies From Outer Space“ in Anwesenheit der Crew. Gerade da hoffen wir natürlich, möglichst viele von Euch zu sehen.

Also, hier der vollständige Überblick:

Am Donnerstag, den 22. November, um 18:00 Uhr, geht es los mit „Masks“ (Deutschland, 2011, R: Andreas Marschall). Ein Giallo aus deutschen Landen? Aus dem letzten Jahr? Geht das? Und ob das geht! Andreas Marschall macht in seinem zweiten Langfilm die Balletschule aus „Suspiria“ kurzerhand zur Schauspielschule und der Spaß kann beginnen. Unterstützt von einer gelungenen Kameraarbeit, einem flotten Soundtrack und seiner attraktiven Hauptdarstellerin Susen Ermich wird dem Genre des italienischen Thrillers eine würdige Hommage erwiesen.

A Night of Nightmares” (USA 2012, R: Buddy Giovinazzo, OF) erleben am Donnerstag, um 20:30 Uhr, ein Magazinherausgeber und seine Entdeckung Ginger, als sie ein Videointerview in einem Haus in den Bergen machen. Regisseur Giovinazzo (“Combat Shock“) spielt dabei kräftig mit den Erwartungen der Zuschauer.

In der H.P. Lovecraft-Verfilmung »The Whisperer in Darkness« (USA 2011, R: Sean Branney, OF) werden am Freitag, um 18:00 Uhr die legendären Universal-Horrorfilme der 30er Jahre wieder zum Leben erweckt. Im Grenzbereich von Horror und Science Fiction, untersucht Professor Albert Wilmarth Legenden von seltsamen Kreaturen in den abgelegenen Bergen von Vermont.

Die Crew von „Zombies from Outer Space“ (D 2011, R: Martin Faltermeier, 95 Min.) wird am Freitag, den 23.11. um 20:30 zu Gast sein. In ihrem bajuwarischen Horror-Heimatfilm verbreiten grausige Funde toter Frauen Angst und Schrecken bei den bayrischen Dörflern. Nachdem ein Außerirdischer in einem Kornkreis gefunden wurde, beginnt der Aufstieg der Untoten, um die Menschheit zu vernichten.

„Weird Xperience“ ist am Freitag zur gewohnten Zeit um 22:30 Uhr mit dem bizarr-absurden Japan-Schocker »Vampire Girl vs Frankenstein Girl« vertreten und am Samstag erzählen, ebenfalls um 22:30 Uhr, 10 Kurzfilme »Dark Tales«.

Ein weiteres Highlight ist am Samstag, um 16:00 Uhr, der Vortrag des Medienwissenschaftler Florian Krautkrämer von der HBK Braunschweig, über die Theorie und Geschichte des Zombiefilms.

Goodbye Lenin!“-Star Daniel Brühl spielt am Samstag, um 18:00 Uhr, in dem spanischen retrofuturistischen Indie-Sci-Fi-Film »Eva« (Sp 2011, R: Kike Maíllo, OmengU) den Kybernetiker Alex, der im Jahr 2041 ein künstliches Geschöpf erschaffen will. Ein Experiment, das langsam, aber sicher, völlig außer Kontrolle gerät.

Stummfilm mit Live-Musik wird am Samstag, um 20:30 Uhr, präsentiert, wenn Ezzat Nashashibi und sein Gast Marc Pira den sowjetischen SF-Klassiker “Aelita – Der Flug zum Mars” von 1924 (Regie: Jakow Protasanow) neu vertonen. Nach dem Roman von Alexej Tolstoj fliegen drei sowjetische Bürger zum Mars, stürzen dort das totalitäre Regime und gründen auf dem fernen Planeten eine neue Sowjetrepublik. Dabei verliebt sich der Ingenieur Losj in die Königstochter Aelita.

Drei japanische Filmen werden zum Abschluss des Phantastivals am Sonntag gezeigt: Um 18:30 Uhr “Symbol” (Jap 2009, R: Hitoshi Matsumoto, OmU) ist eine bizarre Komödie, in der ein Mann in einem schneeweißen Raum aufwacht und in dem kleine Engelpenise eine große Rolle spielen.

Für die Animee-Fans gibt es um 20:30 Uhr das Double-Feature “Planzet” (Jap 2010, R: Jun Awazu, OmengU), über die erste Marsstation im Jahr 2030, sowie der klassische Animationsfilm “The Asylum Session” (Jap 2009, R: Takuto Aoki, OmengU).

Zum krönenden Abschluss können wir am Sonntag, um 18:15 Uhr, in einer Sondervorstellung als Deutschland-Premiere den brandneuen, direkt von der Viennale importierten, britische Neo-Giallo „Berberian Sound Studio“ von Peter Strickland zeigen. Darüber freuen wir uns natürlich ganz besonders. Im Jahre 1976 ist Gilderoy ein begnadeter und gefragter Tontechniker für Filmproduktionen. Er wird engagiert, wenn Regisseure für ihre Filme den perfekten Sound und die passenden Geräusche haben wollen. Deshalb bekommt er auch den Auftrag, für den italienischen Horror-Film-Meister Santini seinen neusten Film zu vertonen. Eine Aufgabe, die ihn an den Rand seines Verstandes bringt.

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