Archiv für die Kategorie „Filme“

weird xperience im Januar 2016: FRANKENHOOKER

FRANKENHOOKER (1990)

Am 8. Januar, 20 Uhr ist es wieder soweit, Weird Xperience ist in der Etage 3. Und zeigt eine amerikanische Version des klassischen Frankenstein-Stoffs im Fun-Splatter-Style.frankenhooker-resurrection3

Der schüchterne Hobby-Chirurg John Franken verliert durch einen Unfall den einzigen Lichtblick in seinem Leben: Seine Verlobte Elizabeth. Nur ihren Kopf kann er retten. Die Lösung liegt nah, er lädt Prostituierte auf eine Party mit Versprechen auf Geld und prima Drogen. Die Drogen gibt es auch wirklich, doch lassen sie leider die anwesenden Frauen platzen. Aus den übriggebliebenen Teilen bastelt John sich einen Körper für seine Geliebte, doch die verhält sich anders als zuvor.

1990 war die Hochzeit des Fun-Splatters. Nachdem Mitte der 80er sich der todernste, immer härter werdende Splatter sich einerseits kaum noch frankenhhoker6selbst übertreffen konnte, andererseits im Mainstream („The Silence oft the Lambs“) angekommen war, versuchten ein paar Regisseure mit Humor und exploitativen Zugaben dem Genre neues Blut zu geben. Am bekanntesten sind hier wohl die Filme von Peter Jackson („Bad Taste“, „Meet the Feebles“, „Braindead“). Doch auch Frank Henenlotter schafft hier ein Exploit-Monster. Bekannt geworden durch seine bizarren Filme „Basket Case“ und „Brain Damage“ lässt er es bei „Frankenhooker“ richtig krachen. So verstand er sich auch nie als Horror-Filmer, sondern viel mehr als Exploitationsregisseur, da er mit diesen Mitteln seine Filme rauer und ein wenig gemeiner anlegen kann, um den Zuschauer anders zu reizen. Neben seinen Filmen kümmert er sich auf seinem eigenen Videolabel um unbekannte Roughies aus den Siebzigern.

In der Hauptrolle als moderner Doktor Frankenstein begeistert James Lorenz, der trotz seiner Ausstrahlung nie den großen Durchbruch schaffte, aber einige Filme durch seine Anwesenheit veredelte: STREET TRASH, LAST EXIT TO BROOKLYN, ROBOCOP 3, KING OF NEW YORK. Des Weiteren sehen wir in der zweiten Hauptrolle Patty Mullen, Penthouse Pet des Jahres 1988, die hier alles gibt, inklusive Fat Suit.

Wir freuen uns mit euch auf eine kleine Zeitreise in die unglaubliche Welt und Phantasien ins Jahr 1990. Deutscher Untertitel: „Verschraubt und vernagelt

USA 1990, R: Frank Henenlotter, D: James Lorinz, Joanne Ritchie, Patty Mullen, J. J. Clark, Carissa Channing, Shirl Bernheim, 81 Min.

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Weird Xperience im Dezember: „Der Tod weint rote Tränen“

The-Strange-Colour-of-Your-Bodys-TearsWir zeigen DER TOD WEINT ROTE TRÄNEN (2014) („Strange Colour of your Body’s Tears“) am Freitag, den 11.12. um 20:30 Uhr im Kulturzentrum Lagerhaus.

Zum Jahresende präsentieren wir euch eine Bremen Premiere: Den neuen Film der Neo-Giallo Experten Hélène Cattet und Bruno Forzani.

Story: Dan Kristensen kehrt nach einer Geschäftsreise in seine Jugendstilvilla nach Brüssel zurück. Doch seine Frau Edwige (!!!) ist verschwunden, die Tür von innen verriegelt. Dan begibt sich auf einem Trip durch das Haus, um nach Hinweisen über den Verbleib seines geliebten Wesen zu suchen. Und es wird wahrhaftig ein Trip…

Viel weniger eine Story als eine Exposition beschrieb ich hier, das Folgende muss man gesehen haben.

Hélène Cattet und Bruno Forzani drehten nach AMER (2009) einen weiteren Film, der sich auf europäisches Genre Kino der 60er und 70er bezieht, sich dort bedient, sich inspirieren lässt.

Wir folgen nicht nur Dan durch das Haus, sondern auch Spuren von Mario Bava, Dario Argento, Alejandro Jodorowsky, Lucio Fulci. Doch der Film ist viel mehr als eine Hommage an die alten großen Meister. Aus diesen Zutaten und neuartigen fremden Schnitten und Kamerafahrten baut der Film eine eigene einzigartige Welt, bei der die Realität ein ums andere Mal auf den Kopf gestellt wird. Und so ist es nicht ein Zitierfilm eines Eli Roth oder Quentin Tarantino (der übrigens Fan der beiden ist), sondern ein höchst eigenständiges Werk, der sich als Weirdo Acid Horror bezeichnen lassen könnte.strange2

Gedreht wurde übrigens auf 16mm und alle Effekte sind handgemacht, um die einzigartige Atmosphäre herzustellen. Das der Film aus Belgien kommt, überrascht nur auf den ersten Blick überrascht. Denn von dort kommen nicht nur gute und innovative Genrebeiträge neueren Datums (EX DRUMMER, MANN BEISST HUND, JCVD, KILL ME PLEASE,…) und erfrischende Komödien (ICH BIN TOT MACH WAS DRAUS), sondern auch der Regisseur Harry Kümel, der Anfang der 70er in seinem Heimatland zwei weirde Filme (BLUT AN DEN LIPPEN, MALPERTIUS) drehte, die ebenfalls einen Einfluss auf die Arbeit von Cattet und Forzani haben.

strange1Tim Lindemann von blairwitch.de schrieb: „Dies ist ein Film, den man schon deshalb nicht deutlich genug empfehlen kann, weil er so detailverliebt und mit echter Neugier die extremen Pole filmischer Bildmanipulation auslotet, ohne zu langweilen. Genre-Hommage, psychedelisches Kaleidoskop, kühnes Experiment  –  “The Strange Colour Of Your Body’s Tears” ist kein Film für jedermann und heutzutage gerade deswegen ein so seltenes Exemplar.“

Wir freuen uns darauf, diese Filmerfahrung mit euch zu teilen.

Regie und Buch: Hélène Cattet, Bruno Forzani, Darsteller: Klaus Tange, Ursula Bedena, Joe Koener, Hans de Munter, BirgitYew, Anna D’Annunzio, Jean-Michel Vovk

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Weird Xperience im November: „Das Grauen kommt nachts“

71WpRiEBlUL._SL1024_Schon am nächsten Freitag, den 13. November (wir hoffen mal, dass das kein schlechtes Omen ist) geht es mit Weird Xperience in der etage3 des Kulturzentrum Lagerhaus weiter. Diesmal haben wir einen ganz besonderen Kracher im Gepäck, bei dem es sich lohnt, dass unser DJ Wolfinger den ersten Gästen bereits liquide Erfrischungen versprochen hat. Einlass ist um 20:00 Uhr, die Show startet mit unserer gewohnten Einführung um 20:30 Uhr. Nach dem Film gibt es wieder Musik und Gelegenheit um zu Chillen, zu Tanzen und den gesehen Irrsinn verarbeiten.

Dr. Herbert Lyutak (Mickey Hargitay) ist ein Serienkiller, der versucht, junge Mädchen zu vergewaltigen, und sie dann umbringt. Gleichzeitig arbeitet der Psychiater aber auch eng mit der Polizei zusammen, die vergeblich versucht, die Morde aufzuklären. Als eines Tages ein Mord geschieht, der nicht auf Lyutaks Konto geht, versucht er, auf eigene Faust herauszufinden, wer dahintersteckt. Dabei dreht sich die Spirale von Mord und Wahnsinn immer schneller…

vlcsnap-00069Wer es nicht schafft, in den Rausch, den der Film auslösen kann, einzutauchen, lustvoll zu delirieren und sich einfach vom überbordenden Wahnsinn mitreißen zu lassen, der wird nur kopfschüttelnd davorstehen und diejenigen, die von „Das Grauen kommt nachts“ so begeistert schwärmen, als arme Irre abstempeln. Er wird nur die abstruse, zum Teil hoffnungslos unlogische Handlung sehen, ohne sich an ihrer Bizarrheit erfreuen zu können. Er wird nicht den herrlichen Irrsinn sehen, der sich von der Leinwand auf jene Enthusiasten ergießt, die sich dem Film bedingungslos öffnen.

vlcsnap-00130Regisseur Renato Polselli zeigt eine andere Welt. Eine, in der das Delirium regiert, und die Akteure nicht mehr aus seinen Krallen entlässt. „Das Grauen kommt nachts“ ist kein Film für jedermann. Die einen werden ihn als langweiligen und unglaublich schlecht gemachten Müll abtun. Andere werden sich über den Film und seine offensichtlichen Unzulänglichkeiten schieflachen, um ihn anschließend als „Trash“ abzufeiern. Und dann gibt es noch die, denen seine somnambule Seltsamkeit ins Herz schleicht.

„Unglaublich, unfassbar, unbeschreiblich! Es entzieht sich meiner Kenntnis, welche Stoffe sich Regisseur Renato Polselli und die anderen Verantwortlichen durch sämtliche Körperöffnungen gezogen haben, aber dieser Film sprengt mir die Positronik aus dem Schädel!“Filmclub Bali

„Ein echter Kracher mit hohem Spaß-Faktor. Ein unglaublicher Film, der mittlerweile schon Kultstatus genießt.“Die-besten-Horrorfilme.de

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Weird Xperience im Oktober: TRUE LOVE WAYS

true-love-ways-13Am 9. Oktober ist es wieder soweitIn der Etage 3, in der wir uns jetzt schon sauwohl fühlen, im Lagerhaus (Schildstr.12-19, 28203 Bremen) zeigen wir euch um 20 Uhr eine Bremen-Premiere:

TRUE LOVE WAYS (2015)

 

Da soll noch einmal einer behaupten, aus Deutschland kommen keine guten Genrefilme! Zur Not wird auch mal eben ein Schweizer, wie den Filmemacher Mathieu Seiler, importiert, um zu zeigen, dass auch hier genremäßig die Axt kreist.

Mit „True Love Ways“ hat Seiler einen Giallo-Slasher-Thriller-Hybrid mit Retro-Charme geschaffen, der u.a. auf dem Brussels International Fantastic Film Festival lief und dort für begeisterte Kritiken sorgte. So wurde der Film in einem Atemzug mit dem frühen Polanski genannt. Was nicht nur daran liegt, dass sich Seiler für Schwarz-Weiß als Stilmittel entschieden hat. Harald Mühlbeyer schreibt beispielsweise auf kino-zeit.de: „Der ganze Film hat einen eigenen Pulp-Charme, und das latent bis akut Trashige erscheint fast als bewusstes Stilmittel.“true-love-ways-07

„True Love Ways“ handelt von der jungen und selbstbewussten Séverine. Bevor sie für ein paar Tage Tage ans Meer fährt, trennt sie sich von ihrem Freund Tom. Der betrinkt dieser sich in einer Kneipe, wo er von einem Mann angesprochen wird, der eine Lösung für sein Problem anbietet. Séverine soll während ihrer Fahrt ans Meer überfallen und dann von Tom gerettet werden. So würde Tom seine Séverine zurückerobern. Doch der Plan gerät außer Kontrolle: Séverine entkommt ihren Entführern. Als sie in einer Villa im Wald Hilfe sucht, wird sie Zeugin eines brutalen Verbrechens und muss um ihr Leben kämpft…

Mathieu Seiler mischt in seinem Film Splatter und klassischen Backwood-Slasher mit einer traumgleichen, kunstvollen Atmosphäre. Seine Heldin wird von finsteren Gestalten durch labyrinthische Kellergewölbe gejagt, gerät an eine grausame Snuff-Video-Bande und wird immer tiefer in einen Strudel aus Mord und Vergewaltigung gezogen. Doch wie der Schweizer Filmkritiker Michael Sennhauser schreibt: „Severine mag die schmollende Prinzessin geben, das trotzige Kind oder auch die erschreckte oder wütende junge Frau: Wenn es dann zur Sache geht und blutig wird, handelt sie entschlossen und schnell und vor allem unzimperlich. Schliesslich ist auch der Alptraum noch immer ihr Traum, und sie hat ihn gesucht.

 

Regie: Mathieu Seiler, Darsteller:Anna Hausburg, David C. Bunners, Kai-Michael Müller, Spielzeit: 1h 45 min

 

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Weird Xperience im September: „Two Thousand Maniacs!“/“She-Devils on Wheels“

Am 11. September feiern wir Premiere in unserer neuen Spielstätte, der etage3 im Kulturzentrum Lagerhaus. Für das erste Mal haben wir Euch etwas besonderes mitgebracht: Ein Herschell-Gordon-Lewis-Double-Feature.

Herschell Gordon Lewis ist nicht nur der „Erfinder“ des Gore-Films, sondern für den Papst des schlechten Geschmacks, John Waters, einer der beiden größten Regisseure der USA. Der andere ist Russ Meyer, mit dessen „Faster Pussycat, kill, kill..“ wir unsere Reihe vor vier Jahren im City 46 begannen. Da ist es nur logisch, wenn die erste Vorstellung in der etage3 sich nun dem Herrn Lewis widmet.

two-thousand-maniacsWir starten mit einem seiner bekanntesten Film: „Two Thousand Maniacs!“, den er selber als seinen gelungensten Film ansieht. Hier geht es um eine Gruppe Touristen aus dem Norden der USA, die es in die kleine Stadt Pleasant Valley im tiefsten Redneck-Süden verschlägt. Dort sollen sie die Ehrengäste einer großen Feier sein, die dem 100sten Jahrestag der Zerstörung der Stadt durch Yankee-Truppen gedenkt. Mit größter Freundlichkeit und Zuvorkommen werden die Gäste von den Bewohnern des Städtchens Pleasant Valley empfangen. Da wir uns aber in einem von Herschell Gordon Lewis Gorefilmen befinden und dieser auch noch „Two Thousand Maniacs!“ (mit Ausrufezeichen) befinden, kann man sich denken, dass hinter der südstaatlichen Gastfreundschaft ein blutiges Geheimnis steckt…

Mit „She-Devils On Wheels“ drehte Lewis 1968 einen hierzulande wenig bekannten Beitrag zum weiblichen Biker-Gang-Film. Die Regeln der female Outlaw Gang The Man Eaters sind einfach: Die schnellste Bikerin sucht sich einen Mann aus für eine Nacht aus und verlieben ist nicht. Als Neuzugang Karen letztere Regel bricht, bekommt das ihrem Favoriten schlecht und sie muss ihre Loyalität beweisen. Die Lage spitzt sich weiter zu, als plötzlich eine männliche Biker Gang auftaucht und den Man Eaters ihr Territorium streitig macht. Herschell Gordon Lewis mischt in diesem Film she-devils-on-wheelstypische Juvenile-Delinquency-Elemente mit Horror und Gewalt und lässt dies alles in ein großartiges Finale münden.

Nachdem Herr Lewis seine Karriere mit einer Reihe Nudisten-Filme begann und dann mit seinem frühen Splatterfilmen Kultstatus erlangte, wandte er sich Ende der 60er auch „sozial relevanten“ Themen zu. Allerdings in der ihm eigenen Art. D.h. viel Exploitation und wenig Geld. Neben Jugendkriminalität, Geburtenkontrolle, Frauentausch oder der Musikindustrie, eben auch den populären Bikerfilmen. Nebenbei inszenierte er noch Kinderfilme (!), bevor er 1970 wieder zum Geschmatter zurückkehrte. Nach einer langen Pause in den 80er und 90er Jahren, war er im neuen Jahrtausend mit der Fortsetzung seines ersten Hits „Blood Feast“ und der splatterigen „Uh! Oh! Show“ wieder zurück auf dem Regiestuhl.

Einlass ist am Freitag, den 11. September ab 20:00. Die Show beginnt um 20:30 Uhr. Natürlich gibt es von uns vorweg wieder eine kleine Einführung und nach dem zweiten Film haut Euch DJ Wolfinger die passenden Töne um die Ohren. Wer noch Lust hat zu bleiben, kann das Tanzbein schwingen oder sich gemütlich niederlassen, um bei einem süffigen Getränk ein wenig zu Plauschen.

Weird Xperience präsentiert drei Klassiker beim Open-Air-Kino am Schlachthof

Teil 2 unseres Juni-Doppelschlages. Am Mittwoch, den 10. Juni sind wir beim Open-Air-Kino am Schlachthof zu Gast und haben für Euch drei wunderbare Klassiker im Gepäck.

 

FRANKENSTEINS KAMPF GEGEN DIE TEUFELSMONSTER

Die Küste vor Tokio ist vollkommen durch Müll und Industrieabfälle verdreckt. Aus dieser Suppe entsteigt ein gigantisches Ungeheuer namens “Hydrox”, welches sich von der Umweltverschmutzung ernährt und eine tödliche Gefahr für die Menschen darstellt. Doch Godzilla stellt sich dem „Teufelsmonster“…

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Die einmalige Mischung aus Holzhammermoral, Hippiechique, phantasievollen, überschäumenden Avantgardetechniken und naivem Monstertrash ist vor allem deshalb so grandios, weil sich all diese äußerst disparate Elemente perfekt ergänzen. – Lukas Foerster, Dirty Laundry

Der psychedelische Film weist teilweise fast schon halluzinatorische Bilder auf (man beachte hier vor allem die Szenen in der Disco), inkludiert aber auch Elemente, die nicht nur Showstopper sind, sondern auch einen gewissen Kuriositätenwert haben. – Peter Osteried, kino-zeit.de

Ein wagemutiges Experiment am Rande des Irrsinns, ohne Rücksicht auf irgendwelche Regeln oder den Geschmack des Publikums. Für ein dafür empfängliches Publikum eine sehenswerte, stellenweise fast avantgardistische Entdeckung.Filmforum Bremen

 

TEXAS CHAINSAW MASSACRE

Sally fährt zusammen mit ihrem Freund Jerry, ihrem im Rollstuhl sitzenden Bruder Franklin und zwei weiteren Freunden nach Texas , um dort das Haus ihres verstorbenen Großvaters zu besuchen. Auf dem Weg dorthin, haben die fünf Freunde eine verstörende Begegnung mit einem scheinbar verrückten Anhalter. Doch dieser ist nicht der einzige Schrecken, der sie erwartet. Am Ende ihrer Reise werden sie mit einem unfassbaren Grauen konfrontiert…

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Willkommen im amerikanischen Albtraum.– Michael Kienzl, critic.de

„The Texas Chainsaw Massacre“ ist ein Film wie kein anderer. Mit kaum Geld, aber großer Konsequenz zum Anschlag gedreht. Die Zutaten mögen grob sein, das Schauspielvermögen begrenzt, aber alles, was in anderen Fällen einem Werk abträglich wäre, summiert sich hier zur vollen texanischen Dröhnung. – Ekkehart Knörer, taz.de

The Texas Chainsaw Massacre ist auch heute noch ein echtes Erlebnis. (…) Es ist vor allem die Feststellung, dass Tobe Hoopers schlichte, aber enorm effiziente Inszenierungsweise bis zum heutigen Tage nichts von ihrer grausigen Faszination verloren hat. Die implizite Explizitheit der Bilder, das bizarr-schöne Setdesign und die Spezialeffekte, das Wummern, Krachen, Gnarzen und Grunzen auf der Tonspur, die Schlichtheit des Storytelling, das sich nicht lange mit gewundenen dramaturgischen Ellipsen aufhält (von der eher satirisch zu nennenden Figurenzeichnung des Beginns mal ganz abgesehen) – all das wirkt auch heute noch ungeheuer lebendig (nun ja…) und so, dass man bedenkenlos ganze Heerscharen von Nachwuchsfilmern vor die Leinwand platzieren kann, damit sie begreifen, dass gerade aus der Beschränkung der (auch finanziellen) Mittel Filme entstehen können, die unmittelbar an die Synapsen und Eingeweide der Rezipienten andocken und den Zuseher nicht mehr loslassen. – Joachim Kurz, kino-zeit.de

 

THE TOXIC AVENGER

Melvin ist ein ziemlicher Trottel und Versager. Er arbeitet als Putzhilfe im „Health Club“, einem Fitnesscenter in Tromaville, wo er Tag für Tag von Jugednlichen drangsaliert wird. Als diese es eines Tages arg zu doll mit ihm treiben, landet Melvin in einem Fass mit radioaktiv verseuchtem Giftmüll. Daraufhin mutiert Melvin zu Toxie, dem neuen Superhelden…

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„The Toxic Avenger“ ist ein billiger Trash-Spaß voller Sex und Gewalt, die Film gewordene Definition der politischen Inkorrektheit, eine romantische Neuauflage von „Die Schöne und das Biest“ und eine ätzende Gesellschaftskritik, der ihre versteckte Intelligenz fast ein wenig peinlich zu sein scheint.
Gregor Torinus, spielfilm.de

‚The Toxic Avenger,“ which opens today at the RKO Warner Twin and other theaters, may be trash, but it has a maniacally farcical sense of humor, and Tromaville’s evildoers are dispatched in ingenious ways.– Stephen Holden, The New York Times

 

Weird Xperience präsentiert: „Cinema Obscure“-Tag im City 46

Wie schon angekündigt werden wir am Samstag, den 6. Juni im Kommunalkino City 46 zu Gast sein. Dort wo vor drei Jahren alles begann. Wir präsentieren Euch dann einen „Cinema Obscure“-Tag. Gezeigt werden neue Filme und ein Mitternachtskino-Klassiker.

Um Euch schon mal einzustimmen, hier eine kurze Vorstellung der Filme:

LET US PREY

Nachtschicht in einer Polizeistation in einem gottverlassenen schottischen Kaff: Ein mysteriöser Fremder erscheint, der ein blutiges Spiel mit den Einwohnern des Städtchens treibt.

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„LET US PREY ist ein kompromisslos harter Reißer, der sein Publikum sehr schnell für sich einnimmt und auf einen wahren Höllentrip schickt.“Manifest – das Filmmagazin

„Regisseur Brian O’Malley knallt uns mit „Let us Prey“ einen düsteren, reinrassigen Genrehorror auf die Leinwand, der weniger gruseln oder gar anspannend soll, sondern dem Zuschauer seine Gewalt und seine Kompromisslosigkeit voll ins Gesicht schlägt.“Moviebreak

„Ein visuell beeindruckendes, humorloses, düsteres und äußerst verstörendes Horror-Meisterwerk, das einen in die dunklen Tiefen der menschlichen Psyche entführt…wo man eigentlich gar nicht hin möchte.“angstrated.com

 

HORSEHEAD

Die junge Jessica leidet seit ihrer Kindheit an furchteinflößenden Alpträumen. Darin wird sie von einem Pferdekopf oder einer Person mit einer solchen Maske verfolgt. Die Bedeutung der grotesken und verstörenden Bilder ist ihr ein Rätsel. Als ihre Großmutter verstirbt, reist sie wieder zu ihren Eltern in die ländliche Heimat. Im Traum begegnet sie der Toten und kommt einem schwerwiegenden Geheimnis ihrer Familie auf die Spur…

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„Sowohl die nicht an Erklärungen interessierte Erzählform, als auch das ruhige Tempo widersprechen heutigen Sehgewohnheiten und verlangen vom Betrachter einiges ab, um sich in die so komplexe, wie reizvolle Welt des jungen Regisseurs einzufinden. Belohnt wird er dafür mit einer Atmosphäre, die zunehmend das Grauen eines ewigen, scheinbar unentrinnbaren Alptraums geradezu körperlich fühlbar zu vermitteln vermag.“Wicked Vision

„Beyond its merits as a film, however, Horsehead has continued to linger in my memory, its dreamy essence filtering through my consciousness on unexpected occasions.“ Twitchfilm

 

GERMAN ANGST

In drei Horrorepisoden von Liebe, Sex und Tod entführen JÖRG BUTTGEREIT (Nekromantik, Der Todesking), ANDREAS MARSCHALL (Tears of Kali, Masks) und MICHAL KOSAKOWSKI (Zero Killed) in die dunkelsten Gassen von Berlin.

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„Ausgestattet mit hervorragenden und äußerst drastischen Gewaltdarstellungen ist GERMAN ANGST ein künstlerisch anspruchsvolles Filmgut aus deutschen Landen und als Gesamtwerk ein Muss für jeden Genrefan.“angstrated.com

“ „German Angst“ tut beim Anschauen richtig, richtig weh – und genau das zeichnet ihn aus. Die Macher haben tatsächlich etwas zu sagen und nachdem sie uns einen ungebremsten Schlag in die Magengrube verpasst haben, bekommen sie auch unsere ungeteilte Aufmerksamkeit.“Filmstarts.de

 

SINGAPORE SLING

Auf der Suche nach seiner verschwundenen großen Liebe Laura landet ein Privatdetektiv in den Fängen eines nymphomanen, inszestuösem Mutter/Tochter-Gespanns.

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„Singapore Sling“ ist schlicht großartiges Kino: herausfordernd, kraftvoll, verführerisch, humorvoll, bizarr, atemberaubend.“Filmgazette

„„Singapore Sling“s provokante Mischung aus eleganter Film-Noir-Optik, Gedärm, Körperflüssigkeiten, nacktem Wahnsinn und bösem Humor sichert ihm Kultfilm-Status. Aber auch darüber hinaus hat der Film viel Hintersinniges, nicht nur zum Rollenspiel zwischen Männlein und Weiblein, zu sagen.“Filmforum Bremen

Weird Xperience kehrt zurück… im Juni!

germanangstWeird Xperience ist zurück und holt im Juni gleich mal zu einem mächtigen Doppelschlag aus. Am Samstag, den 6. Juni sind wir wieder dort zu Gast, wo vor drei Jahren alles begann: Im Kommunalkino City 46. Dort präsentieren wir einen „Cinema Obcure“-Tag. Hier zeigen wir neue Filme und einen Mitternachtskino-Klassiker.

Freut Euch auf den blutigen Horror-Trip „Let Us Prey“, den surrealen Albtraum „Horsehead“, den langerwarteten „German Angst“ der Herren Buttgereit/Marschall/Kosakowski und den Mitternachtskino-Klassiker „Singapore Sling“.

Nur ein paar Tage später, am Mittwoch, den 10.6. zieht es uns an die frische Luft. An diesem Tag werden wir im Rahmen des Open-Air-Kinos in der Arena am Schlachthof drei Klassiker des „obskuren und absonderlichen“ Filmes zeigen.

tcmWir starten mit einem der ungewöhnlichsten Godzilla-Filmen, die je entstanden sind: Den psychedelischen „Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster“ von 1971. Ebenfalls aus den goldenen 70ern stammt einer der legendären Klassiker des Terrorkinos: Tobe Hoopers berühmt-berüchtigter „Texas Chainsaw Massacre“, der nach langen Jahren endlich vom Index gestrichen wurde und nun wieder öffentlich gezeigt werden darf. Und als Abschluss eines langen abends unter freiem Himmel macht „The Toxic Avenger“ Tromaville sicher. Wir hoffen mal auf gutes Wetter.

Mehr Infos zu den Filmen erhaltet Ihr hier in den nächsten Tagen.

Weird Xperience im Dezember 2014: CARNIVAL OF SOULS (1962)

Am 25. Dezember um 20:30 zeigen wir im City 46 den Low Budget Klassiker CARNIVAL OF SOULS, oder, auf Deutsch: TANZ DER TOTEN SEELEN.
Die junge Organistin Mary Henry überlebt wie durch ein Wunder einen Autounfall, bei dem jedoch zwei ihrer Freundinnen sterben. Sicarnival-of-souls-04-ge zieht nach Salt Lake City, um eine Stelle in der dortigen Kirche anzunehmen. Auf dem Weg dorthin macht sie an einem alten, verlassenen Rummelplatz halt, bei der ihr zum ersten Mal ein unheimlicher Mann, eine Mischung aus Geist und Untoten (gespielt vom Regisseur), begegnet.
Sie zieht in ein kleines Zimmer zur Untermiete, aber immer mehr Unheimliches geschieht in ihrer Umgebung, Gesichter von Untoten tauchen auf, manche Menschen scheinen sie nicht zu sehen, und der Rummelplatz zieht sie immer wieder magisch an.

Dieser erste und einzige Film des Regisseurs Herk Harvey kostete 33000 Dollar, davon 17 Dollar Strafe für die Beschädigung der Brücke in der Eingangsszene. Die Schauspielerr und Mitwirkenden hatten wenig Erfahrung, nur die Hauptdarstellerin Candace Hilligoss hatte eine Schauspielausbildung, wurde jedoch auch nur noch einmal in einem Film besetzt, in The Curse of the Living Corpse. Selbst der Komponist des hypnotischen Soundtracks Gene Moore wurde für keinen Langfilm mehr gebucht.

Der FilmCarnival Of Souls - Score - Inside - front floppte zu seiner Zeit an den Autokinos, entsprach er doch nicht den „Monster Feature“-Ansprüchen des jugendlichen Publikums. Aber im Laufe der Zeit und unermüdlichen Einsatzes in Programmkinos (wie eben auch unsres) fand er doch sein Publikum. Die unheimliche Atmosphäre, das Unerklärliche und das ewig Poetische durchdringen diesen Film.

Dieser Film hat viele Regisseure maßgeblich beeinflusst, George A. Romero, David Lynch und Claude Chabrol nennen ihn als Inspirationsquelle.

Lassen wir andere zu Wort kommen:
Elfriede Jelinek, Literaturnobelpreisträgerin schrieb einen wunderschönen Artikel, seht dort: http://204.200.212.100/ej/fgrusel.htm
Und der Kollege Ekkehard Knörer von der Filmzentrale schrieb: cos32„Carnival of Souls ist, so absurd das angesichts eines No-Budget-Movies klingt, ein perfekter Film. Er erreicht größtmögliche Effekte mit den einfachsten Mitteln, ohne dass diese je nur Mittel zu diesen Effekten wären. Der Mehrwert, der den Bildern das Entsetzen einjagt, ist ein Effekt des Verzichts auf die unmittelbare Verrechnung von Mitteln in Effekte. Kein Bild zielt nur auf den Schrecken, den es hat. Der Schock verliert sich in der Unerbittlichkeit, die in den Bildern steckt, von Anfang an.“

Carnival of Souls, USA 1962, Regie: Herk Harvey, mit Candace Hilligoss, Frances Feist, 81 Min, digital, OmU

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PS in eigener Sache: Das ist vorerst der letzte Film in der bewährten Weird Xperience Form, also kommt zahlreich zum Tschüß sagen und schreibt dem City 46, wie sehr es euch gefiel!

Weird Xperience im November: David Cronenbergs VIDEODROME

videodromeposterAm Donnerstag, den 27. November zeigen wir zur gewohnten Zeit um 20:30 Uhr im Kommunalkino City 46, David Cronenbergs bahnbrechendes Meisterwerk „Videodrome“ in der Originalfassung und Unrated-Director’s-Cut.

Max Renn (James Woods) ist Besitzer des kleinen Kabelsenders „Civic TV“. Um möglichst hohe Einschaltquoten zu generieren, lautet das Motto seines Senders, auffallen um jeden Preis. Angeboten wird werden Softpornos und brutale Gewaltfilme. Eines Tages stößt er zufällig auf einen Piratensender mit dem Namen „Videodrome“. Gezeigt werden Videos, in denen immer wieder derselbe, kahle Raum gezeigt wird, in dem offenbar Folterungen und sadomasochistische Performances stattfinden.

Renn ist davon fasziniert, denn die Gewalt auf den Videos wirkt sehr überzeugend. Er versucht mehr über Videodrome herauszufinden, obwohl ihn eine Bekannte warnt, dass diese Recherchen gefährlich seien. Sie gibt ihm aber den den Tipp, sich an den Wissenschaftler Brian O’Blivion (Jack Creley) zu wenden. Dieser tritt nur über Videotapes mit seiner Umwelt in Kontakt und teilt Max Videodrome-1983-CronenbergRenn mit, Videodrome, würde nach längerer Betrachtung des Programms einen Gehirntumor entwickeln, der wiederum Halluzinationen auslöst und die Menschen manipulierbar macht. Die Videodrome-Videos lösen bei Renn bizarre Halluzinationen aus, bei denen der Fernseher und das Video zum Leben erwachen.

 

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Nachdem wir im Dezember 2012 bereits David Cronenbergs Erstling „Parasiten-Mörder“ im Programm hatten, zeigen wir diesmal sein 1983 entstandenen Film „Videodrome“, der auch Namensgeber für eines Berliner Filmladens wurde, aus dem die „Splatting Image – Das Magazin für den unterschlagenen Film“ entstand, welches eine ganze Generation von Filmenthusiasten stark geprägt hat. Stark geprägt hat auch der Spielfilm „Videodrome“, dessen surrealen und halluzinogene Special Effects damals eine neue Tür aufstießen.

 

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In den USA musste der Film dann auch für eine „R-Rated“-Freigabe geschnitten werden. In Deutschland erschien „Videodrome“ 1985 nur auf Video und wurde, obwohl es sich um die bereits gekürzte R-rated-Fassung handelte, indiziert. Noch im August 2010 wurde die Indizierung erneuert. Daher freuen wir uns, dass wir die ungekürzte Fassung zeigen können und David Cronenberg die Ehre hat, der einzige Regisseur zu sein, von dem wir zwei Werke in unserer Reihe gezeigt haben. Er hat es verdient: „Long Live The New Flesh!“.

 

Stimmen zum Film:

Die Hypothese, dass der Mensch seine eigene radikale Transformation durch die „Selbstbefruchtung“ mit Technologie erreichen wird, liegt ganz auf der Linie der Forderungen von Wissenschaftlern wie Billy Joy, die die Verbindung von Mensch und Maschine zur Sicherung des Überlebens der gesamten Art predigen. Mit Videodrome hat David Cronenberg einen ebenso spektakulären wie zutiefst verstörenden filmischen Kommentar zu dieser Forderung geschaffen. Schon allein aufgrund dieser Tatsache gehört dem Streifen ein Platz unter den Klassikern des intelligenten Horror/Science-Fiction Films. – Daniel Möltner, filmzentrale

„Horror- und Science-Fiction-Thriller mit Ekel- und Schockbildern, der als grimmige schwarze Komödie moderne Medien-Technologien weiterdenkt.“ – Lexikon des Internationalen Films

As technology becomes more advanced, Cronenberg explores not only whether it will affect our sense of reality but also our evolution as a species. His Videodrome is a postmodern masterpiece that unsettles, shocks, and provokes. – Jonathan Crow, allmovies.com

Ein spannendes Essay zum Film von Stefan Höltgen findet man unter F.LM – Texte zum Film.

 

Drehbuch & Regie: David Cronenberg, Darsteller: James Woods, Sonja Smits, Deborah Harry, Peter Dvorsky Musik: Howard Shore, USA 1983, 88 Min, OF

Criterion_Collection

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